<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386</id><updated>2012-02-21T07:53:36.119+01:00</updated><category term='Länder: Marokko'/><category term='Islam'/><category term='Länder: Israel/Palästina'/><category term='Jerusalem'/><category term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category term='Christentum in der arabischen Welt'/><category term='Länder: Libyen'/><category term='Länder: Syrien'/><category term='Medien'/><category term='Länder: Türkei'/><category term='Länder: Tunesien'/><category term='Serie: Kinder der Revolution'/><category term='Länder/Regionen: Balkan'/><category term='Film'/><category term='Länder: Iran'/><category term='Serie: Der russische Blick auf den Orient'/><category term='Länder: Ägypten'/><category term='Rezensionen'/><category term='Arabische Literatur'/><category term='Serie: Wie die USA zum ersten Mal offizielle Kontakte mit islamischen Potentaten knüpften'/><category term='Länder: Algerien'/><category term='Ausstellungstermine'/><category term='Serie: Tâhir al-Haddâd'/><category term='Orientalismus'/><category term='Islamische Geschichte'/><category term='Musik'/><category term='Kunst'/><category term='Islam in Deutschland'/><title type='text'>Sawtuna</title><subtitle type='html'>Unsere Stimme - Blog des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft an der WWU</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>79</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-5673803428212363347</id><published>2011-12-17T14:14:00.000+01:00</published><updated>2011-12-17T16:19:22.280+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><title type='text'>Das ägyptische Volk braucht keine Zugeständnisse</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-7viDWvebvwE/TuymlW4W9LI/AAAAAAAAATA/fTbiif4FYGc/s1600/grafitti+muhammad+mahmoud.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-7viDWvebvwE/TuymlW4W9LI/AAAAAAAAATA/fTbiif4FYGc/s320/grafitti+muhammad+mahmoud.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Politische Straßenkunst in der Muhammad Mahmoud Straße &lt;br /&gt;in Kairo, die Botschaft deutlich. (Foto: Muhammad Moneib)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Zelte auf dem Tahrir-Platz brennen nieder. Menschen werden eingekesselt. Einzelne werden von Dutzenden von Soldaten niedergeschlagen und verprügelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den amtierenden und vom Militärrat eingesetzten Premierminister Kamal Al Ganzouri zeigen die Bilder dieses Wochenendes ein "Gegenangriff auf die Revolution des 25. Januars". In seiner Rede am Samstag Mittag (17.12.2011) mahnte er die Jugend, die Revolution nicht zu gefährden. Er sprach von der ökonomischen Krise durch die Verunsicherung ausländischer Investoren, über das Haushaltsdefizit und bekräftigte, dass keine Gewalt gegen Demonstranten eingesetzt werden würde. Bei den Ausschreitungen am Freitag sind mindestens 8 Menschen gestorben und mehrere hundert Menschen verletzt worden. Über die Toten und Verletzten kein Wort. Keine Worte der Beruhigung und keine Worte zur Deeskalation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;Al Ganzouri sprach während der heutigen Pressekonferenz nicht über die Gründe der erneuten Proteste. Die sogenannte "Occupy Cabinet" Bewegung hatte seit zwei Wochen vor dem Regierungssitz des amtierenden Kabinetts unter Kamal Al Ganzouri kampiert. Sie fordern eine zivile, souveräne Regierung und den Rücktritt von Al Ganzouri, der das Amt des Premierministers bereits unter Hosni Mubarak von Januar 1996 bis zum Oktober 1999 ausführte. Auch der amtierende Innenminister Mohamed Ibrahim steht unter massivem Druck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ibrahim hatte unter anderem eine Null-Toleranz-Politik gegenüber sudanesischen Flüchtlingen gefahren, die gegen Willkür der ägyptischen Asylpolitik demonstriert hatten.&lt;a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4568340.stm" target="_blank"&gt; Im Dezember 2005 ließ der damalige Polizeichef des Giza-Bezirks Ibrahim ein Protestlager im Stadtteil Mohandiseen räumen&lt;/a&gt;. Durch den Angriff der bewaffneten Bereitschaftspolizei kam es zu einer Massenpankik unter den Flüchtlingen. Mindestens 10 von ihnen starben. Dies alles geschah in Sichtweite des Büros der Vereinten Nationen in Ägypten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al Ganzouri handelt unverantwortlich. Er kriminalisiert die Forderung der Demonstranten und pflegt weiterhin die paternalistische Rhetorik eines Hosni Mubarak oder eines Omar Suleiman, der im Frühjahr 2011 die Jugend gebeten hatte, sich doch ein wenig zu beruhigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte Al Ganzouri keiner handlungsfähigen Regierung vorstehen, dann wären deutliche Worte angebracht. Wie stark und eigenständig die handelnden Akteure in Ägypten sind, wird nicht oder nur unzureichend diskutiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al Ganzouri musste als Premierminister für die Demonstranten als Option indiskutabel sein. Sein Vorgänger Essam Sharaf war der Protestbewegung genehmer. Er hatte frühzeitig deutlich gemacht, dass er die Forderungen der Bewegung unterstützte. Doch sein Rücktritt im vergangenen Monat muss als Zeichen gewertet werden, dass die militärischen Führer des Landes nicht bereit sind, das Feld zu räumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-paTswmmCtJI/TuyimdheixI/AAAAAAAAAS4/_5So4lHMlVo/s1600/egy-elections.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="203" src="http://4.bp.blogspot.com/-paTswmmCtJI/TuyimdheixI/AAAAAAAAAS4/_5So4lHMlVo/s320/egy-elections.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die Medienberichterstattung hat die stattfindenden Wahlen in Ägypten oft als eine Art &lt;a href="http://www.taz.de/%2182393/" target="_blank"&gt;Zugeständnis&lt;/a&gt; des Militärrats an das ägyptische Volk gewertet. Der Wahlprozess in mehreren Phasen wurde von offizieller Seite unter anderem damit begründet, dass Wahlfälschungen minimiert werden sollten. Dies schien Beobachtern plausibel und die Kritik hielt sich in Grenzen. Es scheint so, als wollte man unbedingt glauben, dass ausgerechnet das ägyptische Militär bereit sei, die Macht auf eine autonome zivile Regierung zu übertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während nun also bis in das Frühjahr hinein gewählt wird, sehen wir nun ein Theater, welches vor unseren Augen aufgebaut wird. Auf dem Rücken der Toten und Geprügelten soll vermittelt werden, dass Ägypten nicht bereit sei für eine demokratisch gewählte Regierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bider sprechen für sich. Wir erinnern uns an Menschenschlangen vor den Wahllokalen, Diskussionen über Kandidaten und Programme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://tabulagaza.blogspot.com/2011/12/few-images-from-media-blackout-on.html?spref=tw" target="_blank"&gt;Die Bilder dieses Wochenendes müssen nicht kommentiert werden.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahlen werden unter Umständen ins Leere laufen und dies nicht, weil die Ägypter und ihre politischen Vertreter nicht bereit sind, sich selbst zu regieren, sondern weil die militärischen Führer des Landes dies unter allen Umständen verhindern wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies war 1952 der Fall und auch 2012 wird dies der Fall sein. Das ägyptische Militär wird das Land führen und die Revolution und deren Opfer für sich vereinnahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Zugeständnisse" seitens des Militärs sind keine Wohltätigkeiten. Sie sind ein Kauf von Zeit. Von Zugeständnissen zu schreiben und zu sprechen ist ein Hohn angesichts der massiven Verletzungen von Menschenrechten. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-5673803428212363347?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/5673803428212363347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/12/das-agyptische-volk-braucht-keine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5673803428212363347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5673803428212363347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/12/das-agyptische-volk-braucht-keine.html' title='Das ägyptische Volk braucht keine Zugeständnisse'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-7viDWvebvwE/TuymlW4W9LI/AAAAAAAAATA/fTbiif4FYGc/s72-c/grafitti+muhammad+mahmoud.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-7732919126076562629</id><published>2011-12-10T21:32:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T01:20:25.169+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rezensionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><title type='text'>Rezension: Karim El-Gawhary - Tagebuch der arabischen Revolution</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-KwNpMUNvYfE/TuPRnyyeXbI/AAAAAAAAASw/3YEU67x18AA/s1600/gawhary_tagebuch.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-KwNpMUNvYfE/TuPRnyyeXbI/AAAAAAAAASw/3YEU67x18AA/s320/gawhary_tagebuch.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein anderer deutschsprachiger Journalist nutzt die neuen Medien so intensiv wie Karim El-Gawhary, Leiter des ORF-Büros in Kairo. Mit seinem neuen Buch "Tagebuch der arabischen Revolution" beweist er, dass er ein Näschen hat für innovativen, spannenden und trotzdem unaufgeregten Journalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;El-Gawhary begann sich ein halbes Jahr vor den Ereignissen des Frühlings 2011 mit Facebook und Twitter zu beschäftigen. Auch ein Weblog mit dem Titel &lt;a href="http://blogs.taz.de/arabesken/"&gt;Arabesken&lt;/a&gt; berichtete fortan aus der Region. Nur wenige nahmen ein leises Brummen, ein sonores Grummeln in Tunesien oder Ägypten wahr. Zum Glück war auch Karim El-Gawhary einer von ihnen. Dank seines Internet-Journalismus liegt uns nun mit "Tagebuch der arabischen Revolution" ein Zeitdokument vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Texte aus seinem Blog, Statusmeldungen aus dem Facebook und sogar Transkiptionen von Live-Schaltungen des ORF zu Karim El-Gawhary packen mich. Ich fühle mich als erlebte ich alles noch einmal. Die Tage der Anspannung, der Traurigkeit, der Sorge um meine lieben Freunde in Kairo. Ich habe tatsächlich während des Lesens&amp;nbsp; den Eindruck, ich sei in Tunesien, in Libyen und in Ägypten gleichzeitig. Jede Seite ist ein Abbild der Ereignisse aus dem Frühjahr, ein Art gedruckte Zeitmaschine auf 237 Seiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es ist authentisch: Im Gegensatz zu anderen Journalisten hat El-Gawhary nicht nur ein paar laue Sommernächte in Kairo oder Bengasi verbracht, um dann ins ein Flugzeug zu steigen und gen Westen zu fliegen. Er war vor Ort, bei den Menschen und ihren Geschichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-CY1pKpn6fjI/TuPRKo8LyFI/AAAAAAAAASo/XRbiJs9tb-4/s1600/facebook-gef%25C3%25A4llt-mir.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="171" src="http://1.bp.blogspot.com/-CY1pKpn6fjI/TuPRKo8LyFI/AAAAAAAAASo/XRbiJs9tb-4/s200/facebook-gef%25C3%25A4llt-mir.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Spannend, journalistisch präzise und vor allem herrlich unaufgeregt ist El-Gawharys Journalismus. Zwischen zwei Buchdeckeln findet der Leser die Essenz aus mehreren Monaten, in denen die Welt den Atem anhielt und in Richtung arabischer Welt blickte. Nach der Lektüre weiß der Leser dann auch, warum El-Gawharys Artikel nicht nur informieren, sondern mitreißen: Sein Texte sind aber nicht nur gründlich und präzise recherchiert, sondern auch persönlich - ohne dem Leser unangenehm aufzufallen. Gefällt mir!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Tagebuch der arabischen Revolution&lt;/i&gt; von Karim El-Gawhary, erschienen bei Kremayer &amp;amp; Scheriau (Wien) im September 2011&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-7732919126076562629?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/7732919126076562629/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/12/rezension-karim-el-gawhary-tagebuch-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/7732919126076562629'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/7732919126076562629'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/12/rezension-karim-el-gawhary-tagebuch-der.html' title='Rezension: Karim El-Gawhary - Tagebuch der arabischen Revolution'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-KwNpMUNvYfE/TuPRnyyeXbI/AAAAAAAAASw/3YEU67x18AA/s72-c/gawhary_tagebuch.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-6826809346292748051</id><published>2011-10-04T12:57:00.001+02:00</published><updated>2011-10-04T17:50:18.141+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Serie: Kinder der Revolution'/><title type='text'>Maikel Nabil Sanad: Ein Tod auf Raten</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters, Kairo&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-tR4hR0HgmBA/TVPOWYQ2dhI/AAAAAAAAAHo/66zOej_rSlM/s1600/164668_490077449414_679279414_5752837_6190237_n.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="214" src="http://1.bp.blogspot.com/-tR4hR0HgmBA/TVPOWYQ2dhI/AAAAAAAAAHo/66zOej_rSlM/s320/164668_490077449414_679279414_5752837_6190237_n.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Sahar Maher (21), &lt;br /&gt;festgenommen am 4. Oktober 2011, sagte uns am 10. Februar 2011: &lt;br /&gt;"Ich nehme an diesen Demonstrationen teil, weil ich meine Würde &lt;br /&gt;und meine Freiheit verteidigen muss."&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Am 4. Oktober 2011 sollte die Wende im Fall Maikel Nabil Sanad erfolgen. Nicht zuletzt aufgrund des wachsenden internationalen Drucks hofften seine Unterstützer, dass der Militärgerichtshof den sich seit mehr als 40 Tagen im Hungerstreik befindenden Blogger freilassen würde. Hoffnungen, die jäh zerschlagen wurden.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie veranstalten stille Demonstrationen, stehen mit ihren Schildern auf Brücken, in den Straßen und vor den Machtzentren der ägyptischen Militärregierung, um Maikel Nabil Sanad freizubekommen, &lt;a href="http://draft.blogger.com/goog_714388087"&gt;der seit Ende März in Militärhaft ist.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde Sahar Maher festgenommen. Zusammen mit Maikels Bruder Mark hatte sie vor dem Militärgericht für die Freilassung Maikels demonstriert. Sie habe eine Konfrontation zwischen Militär und Demonstranten mit ihrem Handy gefilmt. Beobachter vor Ort berichten auch, dass ein Journalist des Christian Science Monitor festgenommen wurde. Sahar Maher wird zur Stunde verhört.&amp;nbsp;&lt;b&gt;&lt;a href="http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/kinder-der-revolution-maikel-nabil-aus.html"&gt; &lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 04. Oktober 2011 sollte vor dem Militärgericht eine Anhörung stattfinden, die über Maikels Verfahren entscheiden sollte. Es ist der Tag 43, an dem Maikel keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zu sich nimmt. Ein Tod auf Raten und ein Hilfeschrei, der in den letzten Wochen auch ausländische Medien auf seinen Fall aufmerksam machte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst kürzlich hatte Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des deutschen Bundestages, in einem Brief an den ägyptischen Botschafter in Deutschland, Ramzy Ezzeldin Ramzy, die &lt;a href="http://www.ruprecht-polenz.de/index.php?ka=1&amp;amp;ska=1&amp;amp;idn=1020"&gt;Freilassung Maikel Nabil Sanads gefordert&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Es muss sichergestellt sein, dass der Inhaftierte angemessen medizinisch versorgt wird und von jeglicher Art der Misshandlung geschützt ist. Handelt es sich bei Maikel Nabil Sanad um einen politischen Gefangenen, ist er unverzüglich freizulassen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde der Fall Maikel Nabil Sanad auf den 11. Oktober vertagt. Die Begründung für die Verzögerung: Die Akte sei dem Gericht nicht rechtzeitig zugetragen worden. Eine weitere Woche, die Maikel Nabil Kraft kosten wird und ihn in Lebensgefahr schweben lässt. Dies passiert circa eine Woche nachdem der de facto Präsident Ägyptens Feldmarschall Tantawi erklärt hatte, er werde sich für die Beendigung der Militärgerichtsverfahren einsetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tantawi hatte bei einer Anhörung zum Verfahren gegen Ex-Präsident Mubarak und Omar Suleiman außerdem bekundet, er selbst und das ägyptische Miliär habe nie Befehle erhalten, auf Demonstranten zu schießen. Das sei nicht passiert und es werde nicht passieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sahar Maher wird wahrscheinlich offiziell vorgeworfen werden, sie habe Militäreigentum fotografiert, was in Ägypten illegal ist. Sie könnte im günstigsten Fall mit einer Geldstrafe davonkommen. Inoffiziell könnten Aktionen der Militärregierung gegen Sahar Maher als Drohung und Exempel gegen die Demokratiebewegung in Ägypten verstanden werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es wird noch viele Freitage geben, an denen sich der Tahrir-Platz mit Demonstranten füllen wird, um für das Ende der Militärherrschaft zu demonstrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aktualisierung: &lt;/b&gt;Sahar Maher ist nach drei Stunden inzwischen wieder freigelassen worden. Sie wird sich am Tag der Anhörung im Fall Maikel Nabil (11. Oktober) ebenfalls vor dem Militärgericht verantworten müssen. Die Vorwürfe: Teilnahme an einer Versammlung an einem Gebäude des Militärs, das Filmen bzw. Fotografieren militärischen Personals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-6826809346292748051?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/6826809346292748051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/10/maikel-nabil-sanad-ein-tod-auf-raten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6826809346292748051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6826809346292748051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/10/maikel-nabil-sanad-ein-tod-auf-raten.html' title='Maikel Nabil Sanad: Ein Tod auf Raten'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-tR4hR0HgmBA/TVPOWYQ2dhI/AAAAAAAAAHo/66zOej_rSlM/s72-c/164668_490077449414_679279414_5752837_6190237_n.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total><georss:featurename>Kairo, Ägypten</georss:featurename><georss:point>30.064742 31.249509</georss:point><georss:box>29.9548035 31.0915805 30.174680499999997 31.4074375</georss:box></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-5514048356881473551</id><published>2011-09-20T12:52:00.002+02:00</published><updated>2011-09-28T13:43:09.572+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Menschenrechtspreis 2011: Khaled Saeed und wenn die Welt zusammenrückt</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4QcQTy4RnG0/TnhoYdBC7-I/AAAAAAAAASk/YDxHyVhyhKk/s1600/khaled_berlinwall.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-4QcQTy4RnG0/TnhoYdBC7-I/AAAAAAAAASk/YDxHyVhyhKk/s400/khaled_berlinwall.jpg" width="312" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Khaled Saeed auf einem Stück der Berliner Mauer.&lt;br /&gt;Khaleds Schwester Zahraa Kassem schrieb mit roter Schrift &lt;br /&gt;"Khaleds Rechte sind Ägyptens Rechte" und unten ist zu&lt;br /&gt;lesen "Wir sind alle Khaled Saeed", eine Kalligraphie&lt;br /&gt;von Mohamed Gaber, gemalt von "Case".&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters, Kairo&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Am 19. September verlieh die Friedrich-Ebert-Stiftung den Menschenrechtspreis 2011 an Khaled Saeed (Ägypten) und Slim Amamou (Tunesien). Mit einer künstlerischen Aktion reicht Deutschland den Ägyptern nun die Hand.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der sogenannte "Arabische Frühling" droht im Fall Ägypten zu erkalten. Die Menschen auf der Straße und die Aktivisten von damals sind ernüchtert über die derzeitige Situation in Ägypten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/06/khaled-saeed-die-toten-mahnen-die-welt.html"&gt;Wir berichteten über die zahlreichen Graffitis&lt;/a&gt;, die allerorts auftauchen, ein Mahnmal für Ägypten und die Ägypter. Richtig ist aber aber auch, dass an staatlichen Gebäuden versucht wird, die kleinen Kunstwerke abzuwaschen, als habe der Fall Khaled Saeed nie stattgefunden, als habe es keinen Frühling in Ägypten gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Zeichen, welches Mut macht, ist nun in Berlin gesetzt worden. Die Friedrich-Ebert Stiftung hat am 19. September 2011 den Blogger Khaled Said posthum mit dem Menschenrechtspreis 2011 geehrt. Der im Juni 2010 verstorbene junge Mann hatte belastendes Material über Polizeioffiziere in seiner Heimatstadt Alexandria gesammelt. In einem Internetcafé wurde er dann von Polizisten aufgesucht, auf die Straße gezerrt und zu Tode geprügelt. Die Autoritäten und auch Gerichtsmediziner versuchten im Nachhinein den Fall zu vertuschen, indem sie den Aktivisten und seine Familie diskreditierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell verbreiteten sich Fotos des geschundenen Körpers des jungen Mannes über die sozialen Netzwerke. Zwar hatte jeder diese grausamen Fotos gesehen, doch alle Ägypter und diejenigen, die den Fall Khaled Saeed verfolgten, haben ein Bild im Kopf: Das des jungen Mannes, der einem recht selbstbewusst direkt in die Augen zu sehen scheint. Es ist auf keinen Fall das Bild, dass man von einem verwirrten Drogensüchtigen hat, so wie ihn Mubaraks Machtapparat darstellen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Khaleds Schwester übernahm den Preis für ihren verstorbenen Bruder. Dr. Joachim Gauck hielt die Laudatio auf den jungen Mann, der zum Symbol des ägyptischen Widerstandes wurde. Das Bild, dass bis heute in Form von Hunderten von Graffitis in ganz Ägypten die Menschen mahnt, wurde von dem Künstler&amp;nbsp; Andreas von Chrzanowski ("Case") auf ein Stück der Berliner Mauer verewigt. Im Rahmen des 50. Jahrestages des Mauerbaus erinnert &lt;span class="st"&gt;ein Mauerkunst-&lt;wbr&gt;&lt;/wbr&gt;Skulpturenpark (Freedom Park, realisiert durch den Künstler Don "Stone" Karl und The Dudes Factory) mit original Berliner Mauer-Elementen an dieses Ereignis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beteiligten Künstler sind &lt;span style="color: red;"&gt;&lt;/span&gt;im Oktober dieses Jahres im Rahmen eines Projekts des Goethe-Instituts in Alexandria und werden dort ebenfalls ein überlebensgroßes Portrait fertigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt;Ebenfalls erhielt den Menschenrechtspreis 2011 der tunesische Aktivist Slim Amamou (geb. 1977), der in den letzten Tagen der Herrschaft Ben Alis im Gefängnis saß und in der Übergangsregierung das Amt des Ministers für Sport und Jugend ausübte. Schließlich jedoch legte er sein Amt nieder. Er wollte in einer anderen Form am Aufbau eines demokratischen Tunesiens beteiligt sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="st"&gt;Mit der Ehrung gleich zweier Menschen aus dem arabischen Raum wird vielleicht auch die breite Öffentlichkeit anerkennen, dass die Rebellionen in der arabischen Welt unsere Sichtweisen über die dortigen Gesellschaften verändert haben. Dies wird hoffentlich auch Auswirkungen auf die Diskussionen um den Islam und die arabische Welt in Deutschland haben. Die Anerkennung der Tatkraft, des Idealismus, aber auch des Leides der beiden Männer aus Ägypten und Tunesien gibt Anlass zur Hoffnung.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-5514048356881473551?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/5514048356881473551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/09/menschenrechtspreis-2011-khaled-saeed.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5514048356881473551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5514048356881473551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/09/menschenrechtspreis-2011-khaled-saeed.html' title='Menschenrechtspreis 2011: Khaled Saeed und wenn die Welt zusammenrückt'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-4QcQTy4RnG0/TnhoYdBC7-I/AAAAAAAAASk/YDxHyVhyhKk/s72-c/khaled_berlinwall.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-3095895634769195970</id><published>2011-09-18T15:22:00.000+02:00</published><updated>2011-09-19T03:36:00.144+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><title type='text'>Postrevolutionäres Ägypten: Demokratie ohne Demokraten?</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-jMAvTd6oHOI/TnXjfFelL8I/AAAAAAAAASg/pjon0v3UZ_Y/s1600/Sheikh_OMAR.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-jMAvTd6oHOI/TnXjfFelL8I/AAAAAAAAASg/pjon0v3UZ_Y/s1600/Sheikh_OMAR.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Am Beispiel der Proteste gegen die Haft Sheikh Umars&lt;br /&gt;lässt sich demonstrieren wie die Muslimbruderschaft&lt;br /&gt;Demokratie definiert: Sie ist gut, solange sie uns dient.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters, Kairo&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Es ist besser, aber nicht optimal. Es schwebt etwas in der Luft, nicht schwarz, nicht weiß. Es wird vermittelt: Alles wie immer, läuft doch! Letzten Freitag auf dem Tahrir-Platz herrschte eine friedliche Volksfeststimmung. Popcorn und Cola: "Revolution-Gucken" als Wochenendausflug. Die Revolution ist beendet in den Köpfen der Menschen. Sie scheinen nicht zu ahnen, dass sie um das, was sie schon erreicht haben betrogen wurden. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Gleichzeitig muss die europäische Berichterstattung getadelt werden, die zu gerne von massiver Kriminalität und religiöser Gewalt nach dem Sturz Mubaraks berichtet. Meist werden die europäischen Medien durch soziale Netzwerke dazu verführt veröffentlichte Meldungen unbestätigt zu übernehmen, frei nach dem Motto: Gewalt und Kriminalität in Ägypten? Das muss doch etwas mit Religion zu tun haben! Selbst die Zusammenstöße zwischen Fußballfans bei der letzten Begegnung zwischen den Clubs al-Ahly und Zamalek am Wochenende deuteten ausländische Beobachter als Zeichen religiöser Spannungen zwischen Kopten und Muslimen. Rufe nach Stabilität und Sicherheit werden laut. In Ägypten bedeutet das für viele Menschen aber den Verlust der Freiheit. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Im Frühjahr waren die Ägypter voller Euphorie. Nach demSturz Mubaraks schien ein Ruck durch das Land zu gehen. Freiheit und Demokratie war in aller Munde und auf dem Tahrir-Platz wurde beides im kleinen Maßstab gelebt. Gerade die Jugendschien bereit, mehr Verantwortung zu tragen, um das Land in eine bessereZukunft zu führen. Dass sich dies schwieriger gestalten lässt als erwartet,verdeutlichte eine durch die Konrad Adenauer-Stiftung unterstützte Konferenz, aufder am &amp;nbsp;18. und 19. September 2011 ein neuespolitisches System für Ägypten nach den Wahlen diskutiert wurde. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die 30-jährige Herrschaft Mubaraks hat das Land tief getroffen. Viele Ägypter fühlen sich fremd in der eigenen Gesellschaft, die sich in Tradition und Paranoia flüchtet. Das größte Problem: Wie eine Demokratie aufbauen ohne Demokraten? Das ägyptische Bildungssystem hatte&amp;nbsp; im Sinne von politischer Bildung nie eine Rolle gespielt. Im Gegenteil: Alles war darauf ausgerichtet, Studenten und Schüler möglichst beschäftigt zu halten, zu ermüden, damit sie nicht auf die Idee kamen, schöngeistig über Frieden und Freiheit zu schwadronieren. Die Universitäten und Schulen im Mubarak-Land waren Hamsterräder, Wartepositionen vor der Arbeitslosigkeit, Beschäftigungstherapie und gelegentlich auch ein Luxusgeschäft im Falle der Privatschulen und -universitäten. Diejenigen, die Programme zur politischen Bildung fordern meinen es gut, doch fehlt der Masse der Menschen einfach die Zeit. Grundbedürfnisse müssen erfüllt werden: Freiheit macht nicht satt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Frage lautet also: Welche Rolle wird die Demokratie inÄgypten spielen? Findet Sie nur anlässlisch angekündigter Wahlen statt oderwird sie eine dauerhaften Platz im Leben der Ägypter haben?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das Verhältnis von Anspruch und Wirklichkeit wird deutlich,wenn vor der US-Botschaft in Kairo, unweit vom Shepheard Hotel, Muslimbruderfür die Freilassung des in den USA zu einer lebenslänglichen Haftstrafeverurteilten Umar Abd ar-Rahman demonstrieren. Abd ar-Rahman ist Führer derislamistischen und als terroristisch eingestuften Organisation al-Gama'aal-Islamiyya, außerdem ein erklärter Gegner des ägyptischen Säkularismus.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Schon der Weg zur Konferenz machte also deutlich, dass viele Menschen ein demokratisches Systemwünschen, doch einige wenige zu wenig über demokratische Werte nachdenken.&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Muslimbrüder beschimpfen vor der US-Botschaft US-PräsidentObama als Demokratiefeind. Es sei menschenunwürdig, dass Umar Abd ar-Rahman nun sein Leben lang im Gefängnis sitzen müsse, seine Meinungs- und Religionsfreiheit würde beschnitten. Natürlich treten die Muslimbrüder auch während der Konferenz für „Demokratielight“ ein. Demokratie ist momentan IN, autokrate Regime ziemlich OUT… &amp;nbsp;Dennoch verziehen die Muslimbrüder (und –schwestern)missmutig die Gesichter, wenn es um die Rechte von Frauen und Homosexuellengeht. Ihnen werden direkte Fragen&amp;nbsp;bezüglich des geforderten Minderheitenschutzes gestellt, doch sie sprechen von„Detailfragen“, die jetzt nicht zu klären seien. Eine Vertreterin derMuslimbruderschaft preiste den Islam als Lösung aller jetzigen Diskussionen umeinen säkularen Staat: Der Islam habe den ersten zivilen Staat in derGeschichte begründet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nun geht es aber nicht um die islamische Urgemeinde, sondernum das moderne Ägypten, um eine Nation, die wiederholt in einer Findungsphasesteckt. Ägyptens Geographie und die Geschichte des Landes haben eine Art Nationalismus geprägt, bevor es überhaupt Nationen gab. Die Menschen, die hier lebten waren Ägypter und Ägypten war ihre Heimat. Und dies war dann auch der Tenor der meisten Beteiligten. Die prominente Anwältin und MenschenrechtsexpertinDr. Mona Zulfikar hielt als Vorsitzende des Panels über „Rechte und Freiheiten inder neuen Verfassung“ ein überzeugendes Plädoyer für eine neue Verfassung, inder sich jeder Ägypter widerspiegeln können sollte, Muslime wie Christen,Liberale wie Islamisch-Konservative. Zumindest in dieser Zeit, in der man nacheiner neuen Ordnung für Ägypten suche, sollten politische Lager keine Rollespielen. Sie appellierte an einen staatsbürgerlichen Geist, den Sie während derrevolutionären Unruhen im Frühjahr gesehen habe.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Eine neue Verfassung sei die konsequente Umsetzung derForderungen der Revolution bedeuten, denn sie sei das Mittel, um dem Volkdie Herrschaft über das Land zu verleihen. So soll ein Parlament eine größereRolle spielen. Außerdem wurde die Ansicht vertreten, dass die Zeit des starkenPräsidenten vorbei sei. Ägypten brauche einen repräsentativen Präsidenten undeinen starken Premierminister. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Doch ich sah den Zuhörern an, dass sie nicht wirklich an einen Wandel glaubten. Wortmeldungen gaben zu bedenken, dass in Ägypten momentankein Gesetz herrsche, lediglich der Anspruch einer wie auch immer geartetenOrdnung auf Kosten der Freiheit. Viele gehen davon aus, dass selbst nach nunangekündigten Wahlen im November diesen bzw. Januar nächsten Jahres dieseSituation der Unsicherheit über Jahre hinweg anhalten könne.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Schließlich fasste der Journalist und Politikwissenschaftler Ammar Ali Hassan treffend zusammen: „Wir benötigeneine Kultur der Demokratie, denn wie kann es Demokratie geben ohne Demokraten?Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach…“&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-3095895634769195970?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/3095895634769195970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/09/postrevolutionares-agypten-demokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3095895634769195970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3095895634769195970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/09/postrevolutionares-agypten-demokratie.html' title='Postrevolutionäres Ägypten: Demokratie ohne Demokraten?'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-jMAvTd6oHOI/TnXjfFelL8I/AAAAAAAAASg/pjon0v3UZ_Y/s72-c/Sheikh_OMAR.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total><georss:featurename>Kairo, Ägypten</georss:featurename><georss:point>30.064742 31.249509</georss:point><georss:box>29.9548035 31.0915805 30.174680499999997 31.4074375</georss:box></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-355975748234190811</id><published>2011-08-25T00:11:00.000+02:00</published><updated>2011-09-18T15:37:14.996+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Carlos Latuff: Zeichnen für die Freiheit der Anderen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ZBgxDAgurXI/TlVzsxsYZ5I/AAAAAAAAASQ/6o02rDcs6X8/s1600/latuff.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-ZBgxDAgurXI/TlVzsxsYZ5I/AAAAAAAAASQ/6o02rDcs6X8/s1600/latuff.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Carlos Latuff&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Über die Macht der Bild- und Wortkunst und den Brasilianer Carlos Latuff, der sich in die Herzen vieler Ägypter gezeichnet hat.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Kristin Jankowski und Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wer einmal das Wasser des Nils getrunken hat, muss den Nil wiedersehen", sagt man in Ägypten gerne. Bereits vor der Revolution haben viele ägyptische Aktivisten Solidarität von Ausländern erfahren, noch bevor die Zensur, noch bevor die Staatsmacht überhaupt ahnte, dass jemals eine Demokratiebewegung in Ägypten die Massen für sich einnehmen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits im Vorfeld des Volksaufstandes tauchten an wenigen Stellen in Kairo hier und dort Plakate, Karrikaturen und Grafitis auf, die abseits der Medienzensur den Wunsch nach Partizipation nach 30 Jahren der Mubarak-Herrschaft ausdrückten.&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-1SCPWut-sN4/TlVqFT9sbVI/AAAAAAAAASM/l5vedhHP0sQ/s1600/abu+naddara.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-1SCPWut-sN4/TlVqFT9sbVI/AAAAAAAAASM/l5vedhHP0sQ/s320/abu+naddara.JPG" width="250" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Eine Zeichnung in einer Ausgabe von 1878, &lt;br /&gt;die einen Europäer gedemütigten Felachen zeigt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Was würde der wohl erste arabischsprachige Cartoonist und Karikaturist James Sanua (1839-1912) zu seinen geistigen Nachfahren sagen, die auf seinen Spuren wandeln? In jedem Fall gingen die Aktivisten in Kairo und anderen Städten Ägyptens neue Wege und nutzten moderne Kommunikationstechnologie, um dem Protest gegen das ägyptische Regime durch Texte und Bilder Ausdruck zu verleihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;James Sanuas Zeitschrift &lt;i&gt;Abu Naddara &lt;/i&gt;(Der Mann mit der Brille) erschien ab 1877 und kommentierte auf satirische Art und Weise das politische Tagesgeschehen in Ägypten. Khedive Ismail war nicht amüsiert über die in Satire verpackte Kritik an seiner Finanzpolitik, die Ägypten mehr und mehr in die Arme der Europäer trieb. Schließlich ließ Ismail die Zeitschrift verbieten und Sanua musste ins Exil nach Paris gehen. Dort führte er seine Zeitschrift nun zweisprachig fort. In französischer und arabischer Stimmung machte er satirisch Stimmung gegen die Engländer, die Ägypten zu einer Kolonie der informellen Herrschaft degradiert hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-3klvTptsJ90/TlVz5prQ3jI/AAAAAAAAASU/OGQJM0zG9lU/s1600/latuff1.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="233" src="http://3.bp.blogspot.com/-3klvTptsJ90/TlVz5prQ3jI/AAAAAAAAASU/OGQJM0zG9lU/s320/latuff1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Nach der Revolution ist vor der Revolution. Der General kann&lt;br /&gt;nicht schlafen, weil das Volk "Demokratie!" ruft.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Während der ägyptischen Revolution hat der Brasilianer Carlos Latuff mit seinen Cartoons Berühmtheit in Ägypten erlangt und wird von vielen Ägyptern als Held gefeiert.Viele Gruppen im Facebook sind Carlos Latuff gewidmet, viele Nutzer drücken ihre Dankbarkeit ihm gegenüber aus. Einige der treuesten ägyptischen Fans fordern gar die ägyptische Staatsbürgerschaft für den Mann aus Brasilien, der mit dem Bleistift bewaffnet seinen ägyptischen Freunden zur Seite steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Kristin Jankowski sprach mit dem brazilianischen Cartoonisten Carlos Latuff&lt;/b&gt;, der mit seinen politischen Cartoons während des ägyptischen Volksaufstandes für Aufmerksamkeit sorgte. &lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;Vor ein paar Tagen bin ich am Tahrir-Platz vorbeigegangen und habe dort einen Demonstranten gesehen, der mit einem breiten Lächeln einen deiner Cartoons &lt;/b&gt;in den Händen hielt&lt;/b&gt;. &lt;b&gt;Deine Kunst wurde Teil der Aufstände. Denkst du, dass Kunst Menschen befreien kann?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Nur die Menschen können Menschen befreien. Kunst wird ihnen als Werkzeug dienen. Ein Revolutionär kann alle möglichen verfügbaren Werkzeuge nutzen, angefangen bei einem Mobiltelefon bis hin zu einer Waffe. Kunst ist eines dieser Werkzeuge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Du lebst zur Zeit in Rio de Janeiro in Brasilien, ziemlich weit entfernt von Ägypten. Warum ist es wichtig für dich, die jetzige politische Situation in Ägypten zu dokumentieren? Warum setzt du dich so ein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-eMDOFRMPSEE/TlV0avK4dGI/AAAAAAAAASY/a7X5iDPrYgc/s1600/latuff2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-eMDOFRMPSEE/TlV0avK4dGI/AAAAAAAAASY/a7X5iDPrYgc/s320/latuff2.jpg" width="252" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Eine Ägypterin auf dem Weg zu einer &lt;br /&gt;Demonstration. Auf dem Rücken prangt ein &lt;br /&gt;Twitter-Hashtag "#July8", dem Tag der &lt;br /&gt;Demonstrationen zum "Schutze der Revolution".&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff: &lt;/b&gt;Ich engagiere mich genauso für Ägypten wie auch für Palästina, wo ich 1999 war. Es geht um Internationaliät uns Solidarität mit den Menschen dieser Welt. Ägypter, Palästinenser, Brasilianer, am Ende sind wir doch alle Menschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie verändern die derzeitigen Ereignisse in Ägypten dein Leben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Ich neige dazu mich Bewegungen zugehörig zu fühlen, an deren Ziele ich glaube. Es wird dann sehr persönlich...&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Ägypter fordern Demokratie und Freiheit ein. Die Armee ist immernoch and der Macht. Was denkst du sind die Erfolge der Aufstände bis jetzt?&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff: &lt;/b&gt;Ich glaube, dass die Ägypter auf den Straßen bleiben werden. Ich bin sicher, dass es nicht ihr Ziel war Mubaraks Diktatur mit einer Militärdiktatur zu ersetzen. Märtyrer starben nicht umsonst. Die Ägypter werden ringen bis eein demokratisches System herrscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Du hast innerhalb einer kurzen Zeit Berühmtheit in Ägyptene erlangt. Menschen teilen deine Cartoons auf Facebook und tragen sie auf Demonstrationen mit sich. Was ist deine Botschaft an die Ägypter, die mitmachen bei diesem Kampf gegen das System?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Meine Cartoons sind meine persönliche Art und Weise meine Solidarität mit den Ägyptern auszudrücken. Es ist meine Art zu sagen: "Ich bin bei euch, mit Herz und Seele".&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Du hast eine Serie von Cartoons gezeichnet, die internationale Politiker als Monster darstellen. Wer ist das Monster hier in Ägypten? Was meinst du?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Da gibt es viele. Mubarak zu stürzen hieß nicht, dass es gelungen sei, Ägypten von Schmutz der widerlichen korrupten Charaktere zu befreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Einige Leute - insbesondere die Linken - sagen, dass der weltweite Widerstand gegen das globale System des Kapitalismus und der Ungerechtigkeit gerade begonnen habe. Denkst du auch so? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Inshallah! &lt;img alt=":-)" class="emoticon" src="http://blog.goethe.de/transit/templates/default/img/emoticons/smile.png" style="display: inline; vertical-align: bottom;" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Künstler sind meist Träumer, Menschen voller Fantasie. Manchmal ist deren Kunst eine Art und Weise die Grausamkeit der Welt zu verarbeiten. Wovon träumst du?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Ich versuche meine Kunst nicht in den Dienst meiner eigenenTräume zu stellen, sondern in den Dienst der Träume anderer. Ich habe keine Träume mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7Rib30sgb38/TlV1AMX6kbI/AAAAAAAAASc/43J9gPNEXzU/s1600/latuff3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="155" src="http://2.bp.blogspot.com/-7Rib30sgb38/TlV1AMX6kbI/AAAAAAAAASc/43J9gPNEXzU/s200/latuff3.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Am 23. Juli, dem Tag der Feiern zur ägyptischen &lt;br /&gt;Revolution von 1952, wurden Demonstranten, &lt;br /&gt;die gegen die Militärrgierung demonstrierten in &lt;br /&gt;Abbasiya/Heloopolis&lt;br /&gt;anegriffen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Wann kommst du nach Ägypten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Carlos Latuff:&lt;/b&gt; Nicht in der nächsten Zeit. Der ägyptischer Militärrat (SCAF) würde mich sofort am Flughafen verhaften lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Interview mit Carlos Latuff erschien zuerst auf &lt;a href="http://blog.goethe.de/transit/"&gt;"Transit", dem Li-lak Blog &lt;/a&gt;des Goethe Instituts in Kairo und wurde hier ins Deutsche übersetzt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-355975748234190811?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/355975748234190811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/08/carlos-latuff-zeichnen-fur-die-freiheit.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/355975748234190811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/355975748234190811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/08/carlos-latuff-zeichnen-fur-die-freiheit.html' title='Carlos Latuff: Zeichnen für die Freiheit der Anderen'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-ZBgxDAgurXI/TlVzsxsYZ5I/AAAAAAAAASQ/6o02rDcs6X8/s72-c/latuff.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-6684850508445723681</id><published>2011-08-21T08:46:00.001+02:00</published><updated>2011-08-22T03:04:30.888+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Libyen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Literatur'/><title type='text'>Libya on my mind</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Colonel Gaddafis Tage sind gezählt, wenn wir den Libyern glauben, die zu den Waffen gegriffen haben, und seit sechs Monaten gegen Libyens Machthaber und dessen Soldaten kämpfen. Die Rebellen kämpfen nun in der Hauptstadt und die Schlinge um Gaddafis Hals schließt sich langsam. Gaddafis Sohn bekräftigte am Samstag bei einer Veranstaltung einer libyschen Jugendorganisation die Durchhalteparolen seines Vaters und schloss eine Kapitulation aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-u5kPeNwW2c4/TlCmyRIOJmI/AAAAAAAAASI/KBTrdlSp_XI/s1600/Juma.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-u5kPeNwW2c4/TlCmyRIOJmI/AAAAAAAAASI/KBTrdlSp_XI/s200/Juma.jpg" width="128" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Giuma Bukleb&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Währenddessen sind wir erleichtert, dass eine gute Freundin, Kristin Jankowski, nach mehrstündiger Haft in Kairo wieder freigelassen wurde. Am Donnerstag (18.08.2011) wurden Frau Jankowski und ihre Begleiter von Soldaten in Haft genommen. Die Umstände der Verhaftung sind zur Stunde nicht näher bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Libyen angeht, so lassen wir doch den libyschen Dichter und Schriftsteller Giuma Bukleb (geb. 1952) zu Wort kommen, der seit diesem Frühling in seinen &lt;a href="http://itunes.apple.com/de/podcast/letter-from-london/id376464442"&gt;"Letters from London"&lt;/a&gt; regelmäßig über diese aufregende Zeit spricht. Es ist sozusagen eine Dokumentation über die Gedankenwelt eines Künstlers in London, der den arabischen Frühling aus der Ferne erlebt. Diese gesprochenen Briefe sind nicht nur Ausdruck einer Hilflosigkeit, sondern vorallem ein Ausdruck des Hoffens für das Libyen, welches Bukleb 1988 verließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem dieser gesprochenen Briefe sendet er eine Botschaft in Form eines Gedichtes nach Libyen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;إرحل كي يسرح دفء شمس صبحنا في التين والزيتون وهذا البلد الذي كان يُعرف قبل أن تحتله بالأمين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وكي نتذوق، بلا وجل، طعم الخبز والزيت&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;ونعيد، بأمل، ترميم ما كسرت من أحلامنا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Verschwinde&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Sodass die Wärme der Morgensonne frei umher ziehen kann zwischen den Feigen- und Olivenbäumen dieses Landes, welches friedlich und sicher war, bevor du es besetzt hast&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Und wir den Geschmack des Brotes und des Öls ohne Furcht genießen können&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Sodass wir das, was du uns an Träumen zerstört hast wieder auferstehen lassen können. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;إرحل&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;كي يستريح خوفُنا منك للحظة،&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وعشبنا ينام، لليلة واحدة، دون كوابيس&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;ونخلنا يمد ظلال جريده بلا توجس،&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وسماؤنا تتنفس الصعداء&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وبحرنا يستفيق من غفوته فيرانا، من دونك، واقفين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;على أعتاب الصباح&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;في انتظاره&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Verschwinde&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Sodass unsere Angst vor dir für einen Augenblick ruhen kann&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Und unser Gras für eine Nacht ohne Albträume schlummern kann&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Sodass unsere Palmen die Schatten ihrer Blätter ohne Scheu ausdehnen können&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Und unsere Himmel erleichtert aufatmen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Und unser Meer von einem Schläfchen aufwacht, uns stehend sehend ohne dich&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Auf der Schwelle des Morgens&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;In Erwartung seiner&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;ثكلتك الليالي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وخذ معك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;:&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;كل ما جمّعت خزائنك من دموع أمهاتنا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;وما بذرتَ فينا من أحقادك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;رفات اجدادك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;نذالات اولادك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;أوتاد خيامك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;أعواد مشانقك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;أبراج معتقلاتك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;نُباح كلابك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;حرير قفاطينك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;بهرج عباءاتك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;فخامة تيجانك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;نوق حليبك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;ذرات الهواء الملوثة بأنفاسك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;تصاويرك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;أشلاء بطولاتك وأوهامك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;جثث المرتزقة الذين اكتريتهم بأموالنا، من كل بلاد، لقتلنا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;السوس الذي ينخر في خشب خطاباتك،&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Mögen die Nächte dich verdammen &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Nimm mit dir:&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;All das, was deine Tresore gesammelt haben von unserer Mütter Tränen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;All das, was in uns gesät wurde durch deine Gehässigkeit&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die sterblichen Überreste deiner Vorfahren&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Gemeinheiten deiner Söhne&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Pflöcke deiner Zelte &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Säulen deiner Galgen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Türme deiner Gefängnisse&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Das Gebell deiner Hunde&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Seide deiner Gewänder&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Das Blenden deiner Umhänge&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Erhabenheit deiner Kronen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Milch deiner Kamele&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Teilchen der Luft, die durch deine Atenzüge verschmutzt wurden&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Deine Bildnisse&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Leichen deines Heldentums und deiner Illusionen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Leichen der Söldner, die du von jedem Land und von unserem Geld gekauft hast, um uns zu töten&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;Die Termiten, die am Holz deiner Reden nagen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;حتى الزغاريد، إن وجدت، التي بشّرت بميلادك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: right; unicode-bidi: embed;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;خذها وارحل&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;ودعنا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;/div&gt;Sogar die Freudentriller, welche deine Geburt ankündigte - wenn es sie denn überhaupt gab - &lt;br /&gt;Nimm sie und verschwinde!&lt;br /&gt;Lass uns...&lt;b&gt;&lt;span lang="AR-SA" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span dir="LTR" style="font-family: 'Times New Roman',serif; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span dir="LTR"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-6684850508445723681?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/6684850508445723681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/08/libya-on-my-mind.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6684850508445723681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6684850508445723681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/08/libya-on-my-mind.html' title='Libya on my mind'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-u5kPeNwW2c4/TlCmyRIOJmI/AAAAAAAAASI/KBTrdlSp_XI/s72-c/Juma.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4089365566921539176</id><published>2011-07-08T23:06:00.004+02:00</published><updated>2011-07-09T00:54:35.215+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><title type='text'>Die Revolution zuerst: Vom Untertan zum Staatsbürger</title><content type='html'>&lt;b&gt;&amp;nbsp;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem Morgen des 8. Juli strömen Tausende Ägypter auf den Tahrir-Platz in Kairo. Es sind die größten Proteste seit dem Sturz Hosni Mubaraks und die Bilder ähneln denen aus dem Frühjahr. Stellte ich mir persönlich die Frage, ob es noch eine Revolution gibt, muss ich heute hier und jetzt sagen: Die Revolution lebt weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-wsDDZ6oSVWQ/ThdOKCN57PI/AAAAAAAAAR4/WfbRioQzgOI/s1600/tahrir2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="239" src="http://1.bp.blogspot.com/-wsDDZ6oSVWQ/ThdOKCN57PI/AAAAAAAAAR4/WfbRioQzgOI/s320/tahrir2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Der Tahrir-Platz am Abend des 8. Juli.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Ägypter üben gerade Demokratie. Sie sind wachsam und jeder trägt seinen Teil dazu bei, das Land am Nil in eine bessere Zukunft zu bewegen. Es sind die alten Forderungen: Keine Militärtribunale mehr, Prozesse gegen die, die so lange vom System Mubarak profitierten, Bekämpfung der Armut, Bildung und politische Partizipation für eine seit über 30 Jahren geknechtete Gesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Proteste wenden sich nun gegen die Militärregierung und gegen deren Vorsitzenden Feldmarschall Tantawi, der seit dem Sturz Mubaraks die Amtsgeschäfte des Landes führt. Es ginge nicht um die Armee selbst, sondern die Führer des Landes, die es versäumten, Gerichtsverfahren gegen Komplizen des ehemaligen Präsidenten anzustrengen und Reformen voranzubringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ist der Tahrir-Platz bevölkert von Ägyptern, die nicht nur demonstrieren und protestieren, sondern in Kommitees wieder eine Art Selbstverwaltung aufgebaut haben. Die Sicherheit der Demonstranten organisieren die Demonstranten selbst. Personen, die den Platz betreten werden kontrolliert. Mobile Lazarette bereiten sich auf die Versorgung Verletzter vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-I_rCgvmjWM8/ThdN2I6WMxI/AAAAAAAAAR0/lPbKtVOmiYg/s1600/340977726.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-I_rCgvmjWM8/ThdN2I6WMxI/AAAAAAAAAR0/lPbKtVOmiYg/s320/340977726.jpg" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz hören&lt;br /&gt;Ramy Essam, dem "Sänger der Revolution" zu.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Auch&amp;nbsp; auf dem Saad Zaghloul-Platz in Alexandria, in Tanta, in Ismailia, in Damietta, in Mahalla El Kobra, in Asyut, in Aswan und in anderen Städten versammeln sich Menschen auf den öffentlichen Plätzen und demonstrieren: Wir sind hier. Wir beobachten euch. In Sharm El Sheikh versammeln sich Menschen, um vor dem Krankenhaus zu protestieren, in dem Hosnii Mubarak behandelt wird. Geschätzte zwei Millionen Menschen im ganzen Land sind auf den Straßen, protestieren, diskutieren und knüpfen an die Proteste vom Frühjahr an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Suez strömten Menschen auf die Straßen und protestierten gegen die Freilassung von 10 Polizisten auf Kaution. Sie waren in Haft, weil sie für den Tod zahlreicher Demontranten während der Proteste im Frühjahr verantwortlich gemacht wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gingen wir davon aus, dass der Sturz Mubaraks ein historischer Moment war, so können wir nun sagen, dass der 8. Juli eine neue Marke gesetzt hat: Ägypter sehen es nun als ihre staatsbürgerliche Pflicht an, wachsam zu sein, zu protestieren, und für elementare Freiheitsrechte einzutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht nicht um Nahrung oder mehr Geld. Es geht um die Vorraussetzungen für eine Gesellschaft, in der staatsbürgerlich gehandelt werden kann und darf, um das Leben der Menschen zu verbessern. Es geht darum Ziele zu stecken und sie durch politische Partizipation zu erreichen. "Freiheit" und "Gerechtigkeit", das sind die Worte, die man an diesem Tage auf dem Tahrir-Platz vernimmt. Und die Demonstranten haben auch durchaus dedizierte Forderungen: Bereits gestern forderten demonstrierende Muslime und Christen die Einführung eines Gesetzes zur Einführung der Zivilehe, um sich scheiden und wieder verheiraten lassen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-u1agiQBXFEY/ThdOXZVSV9I/AAAAAAAAAR8/D2byFOICyzo/s1600/tanta2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://4.bp.blogspot.com/-u1agiQBXFEY/ThdOXZVSV9I/AAAAAAAAAR8/D2byFOICyzo/s320/tanta2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Proteste auch in vielen anderen Städten Ägyptens. Hier&lt;br /&gt;demonstrieren die Bürger von Tanta.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Heute wie an keinem anderen Tag dieser lang andauernden Revolution symbolisiert der Tahrir-Platz die Zukunft der politischen Auseinandersetzung in Ägypten: Politische Parteien, auch die Muslimbruderschaft, Jugendkoalitionen, Gewerkschaften, Bürgervereinigungen, Angestellte der Universitäten, Christen und Muslime treten zusammen. Einen großen Sieg haben die Ägypter bereits errungen. Man hat erkannt, dass Demokratie auch bedeutet, Kompromisse einzugehen. Wollten die Muslimbrüder noch vor Tagen nicht an Protesten teilnehmen, stehen sie nun Seite an Seite mit anderen Interessengemeinschaften auf dem Tahrir-Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ktLlGnuqc4E/ThdrTiOcRTI/AAAAAAAAASA/QhaxIJMLv9M/s1600/egylib.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-ktLlGnuqc4E/ThdrTiOcRTI/AAAAAAAAASA/QhaxIJMLv9M/s200/egylib.jpg" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Die ägyptische und libysche&lt;br /&gt;Flagge zusammengeknüpft als&lt;br /&gt;Zeichen der Solidarität.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7gLqi2Cwwxc/Thds1bBTvRI/AAAAAAAAASE/13JCgDwB_kM/s1600/egypalestine.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="150" src="http://2.bp.blogspot.com/-7gLqi2Cwwxc/Thds1bBTvRI/AAAAAAAAASE/13JCgDwB_kM/s200/egypalestine.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Ein Gruß aus Kairo an die Palästinenser.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Doch die Ägypter stehen nicht für sich allein. Der Frühling 2011 hat ein neues Bewusstsein geschaffen, welches langsam aber sicher Untertanen zu Staatsbürgern werden lässt. Die Uhren können nicht mehr zurückgedreht werden. In der arabischen Welt rennt die Zeit in Richtung Verwandlung. Wir in Deutschland müssen uns damit abfinden, dass unsere Regierung schläft, während die arabische Welt erwacht. Wir schlafen nicht nur, sondern senden (un)missverständliche Signale an Menschen, die in Protesten in der ganzen arabischen Welt, um ihre Rechte kämpfen. Wird der deutsche Außenminister wieder auf dem Tahrir-Platz stehen, dann werden ihn Ägypter fragen, warum ausgerechnet Deutschland Panzer an Saudi-Arabien lieferte. Er würde wahrscheinlich nicht einmal antworten. In alter Manier schweigt die Kanzlerin und duckt sich weg.Wir in Europa resignieren, wenig solidarisch miteinander in diesen Zeiten. Solidarität wird auf dem Tahrir-Platz gelebt und manch ermunternder Gruß verlässt den Platz der Befreiung in Richtung Libyen, Bahrain, Syrien, in den Jemen und anderer Orte in der Welt, wo unbeobachtet von den Medien kleine Revolutionen große Ideale zurück in das Leben der Menschen bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag (00:45)&lt;/b&gt;: In Suez haben Arbeiter und Demonstranten zivilien Ungehorsam angekündigt sollte die Militärregierung den Forderungen der Demonstranten nicht nachkommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4089365566921539176?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4089365566921539176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/07/die-revolution-zuerst-vom-untertan-zum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4089365566921539176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4089365566921539176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/07/die-revolution-zuerst-vom-untertan-zum.html' title='Die Revolution zuerst: Vom Untertan zum Staatsbürger'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-wsDDZ6oSVWQ/ThdOKCN57PI/AAAAAAAAAR4/WfbRioQzgOI/s72-c/tahrir2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-3680978840459140288</id><published>2011-07-05T02:24:00.004+02:00</published><updated>2011-07-08T16:21:40.808+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Syrien'/><title type='text'>Frühling in Syrien (Folge 2)</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Folge 2 einer Serie über den arabischen Frühling in Syrien. Frau Manstetten ist Studentin an unserem Institut.&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Von Paula Manstetten&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;u&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Seitnunmehr über 100 Tagen ist Syrien von Unruhen erschüttert, von einer Revolte, vonder derzeit wohl niemand mehr so recht glaubt, dass sie noch ein „gutes“ Endenehmen könnte. Anlass zur Hoffnung gab, dass &amp;nbsp;am vergangenen Montag erstmals eine von dersyrischen Regierung genehmigte Zusammenkunft von über hundert Oppositionellenin einem Damaszener Hotel stattfand (siehe &lt;a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/06/20116283558545951.html"&gt;http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2011/06/20116283558545951.html&lt;/a&gt;und &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/offene-debatte-im-hotel/"&gt;http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/offene-debatte-im-hotel/&lt;/a&gt;).Doch einmal mehr haben dieses Treffen, die Reaktionen der Medien und die deroppositionellen Gruppierungen gezeigt, wie komplex und unübersichtlich die Lagein Syrien ist. Zeigt die Tatsache, dass dieses Treffen zustande kommen konnte,dass sich die Opposition von der Regierung instrumentalisieren lässt? Oderkommt hier der Reformwille Baschar al-Assads zum Ausdruck, der sich bereitzeigt, auf die Forderungen der Opposition einzugehen? Jedenfalls gab esProteste seitens einiger oppositioneller Gruppierungen, die zu keinem Dialogbereit sind, solange Baschar al-Assad nicht zurücktritt. Ebenfalls Proteste gabes von Unterstützern des Assad-Regimes. Die syrische Bevölkerung ist gespalten,die Opposition ist es auch. &lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center;"&gt;***&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Tad-om-DE4k/ThJVZP1rr9I/AAAAAAAAARQ/5SQX15-rID4/s1600/syrien_folge2_1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="248" src="http://1.bp.blogspot.com/-Tad-om-DE4k/ThJVZP1rr9I/AAAAAAAAARQ/5SQX15-rID4/s320/syrien_folge2_1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;&lt;span style="font-size: xx-small; line-height: 115%;"&gt;An der ath-Thawra-Straße(=“Revolutions“straße)in Damaskus – &lt;br /&gt;in der Mitte zu sehen ein Propagandaplakat, unterlegt mit dersyrischen Fahne: &lt;br /&gt;„JA zur gemeinsamen Anstrengung und Arbeit – NEIN zumBürgerkrieg“ &lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Währendes ab Mitte März in zahlreichen syrischen Städten kleinere und größere Demonstrationengab, die zum Teil blutig niedergeschlagen wurden und während bereits die Armeeim Einsatz war, um weitere Proteste zu unterdrücken, erlebte ich Damaskus biszum Ende meines Aufenthalts in Syrien (Ende April) als verhältnismäßig ruhig –unwirklich ruhig, könnte man vielleicht sagen. In gewisser Weise ist dieHauptstadt bis heute erstaunlich unberührt geblieben von der Art von Unruhen,die wir in den westlichen Medien zu sehen bekommen,&amp;nbsp; diese spielen sich dort in erster Linie inden Vororten oder in einzelnen Stadtvierteln ab, deren Grenzen sie nichtüberschreiten. Solange ich in Damaskus war, schien die Revolte unwirklich fern,man hätte gar nicht gewusst, dass es sie gab, hätten die Medien nicht täglichdie Unruhen in die Wohnzimmer&amp;nbsp; getragen,hätte sich nicht auf einmal das Straßenbild politisch aufgeladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das Propagandaministeriumleistete offensichtlich exzellente Arbeit, die von eifrigen regimetreuenBürgern in Eigenregie multipliziert wurde. Der Wind der „Krise“ war in jedemWinkel von Damaskus angekommen, wenn auch auf ganz andere Art und Weise alsdurch Proteste: Am auffälligsten in Form von syrischen Flaggen und Portraitsdes Präsidenten in den Straßen, an Kreisverkehren, Bushaltestellen, inGeschäften, aufgeklebt auf Autos und Busse. Ein Großteil der normalenWerbeflächen, die sonst für Duschgels, Kaugummis und Ugarit-Cola warben, wurdenun genutzt, verschiedenste Propagandaplakate zu zeigen. Aus Musikgeschäftenund Autos dröhnten nationalistische Lieder, in denen es immerzu um das geliebteSyrien und den geliebten Präsidenten ging, und im vormals als eher langweiligverschrienen Staatsfernsehen, das nun neuerdings anstelle des Sendersal-Jazeera in vielen Haushalten, Geschäften, Imbissstuben oder beim Friseurlief, konnte man ebenfalls ständig Musik zur Stärkung des Nationalgefühlshören. Diese Propaganda sickerte mehr und mehr in den Alltag ein, es war unmöglich,ihr nicht ständig zu begegnen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Tr4f4Wk56Uk/ThJWAn7cpfI/AAAAAAAAARY/XIVI-b4vlBI/s1600/syrien_folge2_3.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="160" src="http://1.bp.blogspot.com/-Tr4f4Wk56Uk/ThJWAn7cpfI/AAAAAAAAARY/XIVI-b4vlBI/s320/syrien_folge2_3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;„Wir sind alle mit dir“ &lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;DieUnruhen: „Eine Verschwörung aus dem Ausland“&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ca5a4rifjkM/ThJV9Q4yPSI/AAAAAAAAARU/7LGGATSzF-E/s1600/syrien_folge2_2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-ca5a4rifjkM/ThJV9Q4yPSI/AAAAAAAAARU/7LGGATSzF-E/s200/syrien_folge2_2.jpg" width="135" /&gt;&lt;/a&gt;Gleichnach meiner Heimkehr aus Latakia erlebte ich im Linienbus nach Damaskus dieersten Früchte der laufenden Propagandamaschinerie. Der Busfahrer hatte dasRadio eingeschaltet, berichtet wurde von ausländischen Gruppierungen, die sichins Land eingeschlichen hätten, um einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Das Radiosendete dann ein „Verhör“ mit einem dieser Verbrecher, doch klang es eher wie einInterview, ein nettes Geplänkel, wenn man nur auf den Klang der Stimmen und dieSprache achtete. Inhaltlich hatte es das Gespräch in sich. Der Betreffende „gestand“,er sei aus Ägypten, sei dort an der Revolution beteiligt gewesen und nun nachSyrien gekommen, um das Land zu destabilisieren. Er habe außerdem dieamerikanische Staatsbürgerschaft. Ob er schon einmal in Israel gewesen sei?„Ja, so etwa drei Mal…“. Er verkörperte insofern fast alle syrischenFeindbilder in einem – es hätte nur noch gefehlt, dass er sich als radikalerMuslimbruder ausgegeben hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;ObwohlPräsident Baschar al-Assad mittlerweile immer wieder erwähnt, es gebe jadurchaus Forderungen nach Reformen, die eine gewisse Legitimität hätten, werdenRegierung und syrische Staatsmedien bis zum heutigen Tag nicht müde, alleUnruhen auf eine hinterhältige Verschwörung zu schieben. Die zahllosen Todesfälle,die auch die syrischen Medien nicht allesamt totschweigen können, werden zumErgebnis der Brutalität bewaffneter Gruppen erklärt, die angeblich wahllos aufPassanten schießen und Sicherheitskräfte und Soldaten töten. Von den Protestenin vielen Städten und deren blutiger Niederschlagung berichten die Staatsmedienfreilich nicht, wohl aber al-Jazeera, al- ‘Arabiyya, BBC etc., alles Sender,die man in Syrien empfangen kann und die, bevor der Arabische Frühling Syrienerreicht hatte, weit häufiger eingeschaltet wurden als die Staatsmedien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ichselbst amüsierte mich anfangs noch über den schier unerschöpflichen Erfindungsreichtumder Presse. Ich dachte, diese Verschwörungstheorie hätte lachhaft erscheinenmüssen, weil mir der Zusammenhang zwischen der tunesischen und ägyptischenRevolutionen und dem syrischen Aufbegehren gegen die Diktatur offensichtlicherschien; weil staatliche Medien dafür bekannt sind, Propaganda zu verbreiten. Dochverging mir das Lachen bald, als ich feststellte, dass ein Großteil meinerBekannten und Freunde genau an diese Verschwörung glaubte und mir immer wieder erklärte,man müsse nun als Nation zusammenhalten. Sie hatten dementsprechend ein ganzanderes Bild von den Geschehnissen, als wir es im Westen vermittelt bekamen. DassMenschen, die dem Regime ohnehin kritisch gegenüber stehen, den syrischenMedien kein Wort glauben, versteht sich von selbst. Aber all die, die auswelchen Gründen auch immer auf Seiten der Regierung stehen oder neutral undunpolitisch sind, sind leicht von dieser Propaganda beeinflussbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich musstedie ganze Anti-Oppositions-Propaganda nicht nur durch die Nachrichten, sondernauch aus dem Mund meiner Freunde hören – man kann sich vielleicht vorstellen,wie belastend das für mich war, hatte ich doch anfangs mit vielleicht etwasblinder Hoffnung auf die Proteste geblickt, die mit unglaublichem Mut undZähigkeit mehr Freiheit forderten. Die Süddeutsche Zeitung schrieb einmal, dieVerschwörungstheorie mit all ihren Auswüchsen würden „nur die Allerdümmsten“ glauben,auf ARTE hieß es, „das ganze syrische Volk“ lehne sich nun gegen Assad auf. Ichwünschte, es wäre so einfach, denn dann wäre die Krise in Syrien vielleichtbereits gelöst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wersollten eigentlich diese Verschwörer sein? Die an sich leere Aussage „bewaffneteausländische Gruppen“ wurde vielleicht absichtlich unbesetzt gelassen bzw. mit ganzunterschiedlichen Inhalten gefüllt, Medienpropaganda mischte sich mit Gerüchtenund Halbwahrheiten. Am Werk sah man u.a. Israel, die USA (bzw. den „Westen“),den Libanon, Saudi-Arabien, Muslimbrüder und Kurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Israeleignet sich in Syrien natürlich bestens als Feindbild, ebenso die USA. Dapasste es wunderbar, als sich herausstellte, dass die USA wohl schon seit 2006die syrische Opposition finanziell unterstützten, wie Mitte April durchWikiLeaks öffentlich wurde (&lt;a href="http://www.washingtonpost.com/world/us-secretly-backed-syrian-opposition-groups-cables-released-by-wikileaks-show/2011/04/14/AF1p9hwD_story.html"&gt;http://www.washingtonpost.com/world/us-secretly-backed-syrian-opposition-groups-cables-released-by-wikileaks-show/2011/04/14/AF1p9hwD_story.html&lt;/a&gt;).Diese Unterstützung wurde (irgendwie natürlich auch zu recht) als direkterAngriff auf das Regime Assads gewertet. Als Barack Obama nach dem sog. „Karfreitagsmassaker“die Gewalt in Syrien aufs Schärfste verurteilte, sandte das syrische Fernsehenin Dauerschleife, eine offizielle Quelle habe verlauten lassen, Obamas Aussageberuhe nicht auf einer objektiven Einschätzung der Lage. Überlegungen zu Sanktionenund zur Möglichkeit eines direkten Eingreifens in Syrien waren dann Wasser aufdie Mühlen der syrischen Staatsmedien, die hierin die Bestätigung für ihreThese sahen, dass die USA, ja der gesamte Westen es sich zum Ziel gesetzt habe,Assad zu stürzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Überdie Anfänge &amp;nbsp;der Unruhen in Der’akursierte u.a. folgendes Gerücht: ein dort ansässiger Stammesverband, &amp;nbsp;der sich enger mit seinen Stammesgenossen in Saudi-Arabienverbunden fühle als mit dem Staat Syrien, sei von Saudi-Arabien aus finanziellunterstützt worden, um Unruhen in Syrien zu schüren. Syrien pflegt traditionellenge Kontakte zum schiitischen Iran und zur schiitischen Organisation Hisbollahim Libanon – was dem sunnitisch geprägten Saudi-Arabien zweifelsohne mehr alsnur ein Dorn im Auge ist, diese Tatsache machte die Geschichte in den Augenvieler plausibel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Auchden Muslimbrüdern, die in Syrien seit Jahrzehnten aufs Schärfste verfolgtwerden, schob man die Schuld an den Unruhen in die Schuhe. Diese Unterstellungspielt mit den Ängsten vor der Erstarkung radikal-islamischer Kräfte, die ineinem multireligiösen Land wie Syrien natürlich besonders groß sind. Man mussallerdings sagen, dass sich Muslimbrüder bzw. tendenziell mit den Muslimbrüdernsympathisierende Syrer tatsächlich vergleichsweise stark an den Protesten zubeteiligen scheinen. Das legen verschiedene Videos, Flugblätter undgelegentliche Jihad-Aufrufe nahe. Früh wurde auch bekannt, dass der Administratoreiner der Facebook-Gruppen der Opposition ein Muslimbruder ist, der sich inSchweden befindet. Was auch immer das konkret bedeuten mag – solche Detailssind es leider, die das Bild der Opposition unter den bisher unbeteiligtenSyrer mitprägen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-spuqcST0pb4/ThJW5Pmd6BI/AAAAAAAAARc/VTAZAAvhx4g/s1600/syrien_folge2_4.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="244" src="http://2.bp.blogspot.com/-spuqcST0pb4/ThJW5Pmd6BI/AAAAAAAAARc/VTAZAAvhx4g/s320/syrien_folge2_4.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;Tishreen-Zeitungvon 14.4., Titelblatt: &lt;br /&gt;„…terroristische Geständnisse: „Wir wurden von&lt;br /&gt;ausländischer Seite mit Geld und Waffen ausgestattet, &lt;br /&gt;um Sabotageakte in Syriendurchzuführen.“&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Um die Verschwörungstheoriezu untermauern und gleichzeitig das aktive Vorgehen der Regierung gegen dieseBedrohung unter Beweis zu stellen, publizierten Zeitungen und Fernsehen immerwieder Bilder von gefassten „Terroristen“, deren Waffen- und Geldlagern. Aufdieser Schiene konnten dann auch die zahlreichen Festnahmen von Protestierendeninsbesondere in den letzten zwei Monaten erklärt werden – es handele sichschließlich um mutmaßliche Terroristen. Auch aus Der’a hieß es offiziell, dieArmee habe dort Jagd auf&lt;br /&gt;Terroristen gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nun istes tatsächlich so, dass im Laufe der Proteste auch immer wieder Angehörige desGeheimdienstes, Soldaten und Offiziere zu Tode gekommen sind. Die große Frageist nur, wie. Wie die Opposition, die jeden ihrer Toten als „Märtyrer“bezeichnet, nannte die Presse diese Offiziere ebenfalls „Märtyrer“: gestorbenim Kampf für das Vaterland. Sie wurden feierlich beigesetzt, Bilder derBegräbnisse füllten ganze Titelseiten der Zeitungen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Sk5Afx6qWs4/ThJW6v7WlSI/AAAAAAAAARg/CteM7QtVkNo/s1600/syrien_folge2_5.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="215" src="http://2.bp.blogspot.com/-Sk5Afx6qWs4/ThJW6v7WlSI/AAAAAAAAARg/CteM7QtVkNo/s320/syrien_folge2_5.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;“The familyof the martyrs expressed pride of their sons &lt;br /&gt;who sacrificed their lives for thesake of defending the &lt;br /&gt;Homeland's unity and stability. The martyrs' fellowcolleagues &lt;br /&gt;stressed their determination to confront the terrorist groups &lt;br /&gt;whichattempt at sabotaging the country in order to restore&lt;br /&gt;security and calm andproceed with the reform process.”&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;(so auf der Seite der Syrian Arab News Agency SANA)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Kurzmeldungenüber Märtyrer aus der Armee kehrten im Radio in Dauerschleifen wieder. AlsTäter beschuldigt wurden neben den üblichen bewaffneten Gruppierungen auchgewalttätige Demonstranten. Die Opposition hat derweil ein ganz andereErklärung parat, die, sollte sie stimmen, wirklich schockierend ist: DieseSoldaten hätten sich geweigert, auf Demonstranten zu schießen, und seien daherexekutiert worden. Mittlerweile geht man davon aus, dass es tiefe Zerwürfnisseinnerhalb der Armee gibt, ganze Einheiten dazu bereit sind, zu desertieren,wenn sich die Möglichkeit bieten sollte. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wirwissen aber weiterhin nichts genaues; dass vereinzelte oppositionelleGruppierungen sich bewaffnet haben und gegen die hart durchgreifende Armeekämpfen, scheint auch nicht ausgeschlossen zu sein, obwohl das wohl eher dieAusnahme ist. Das Problem ist wirklich, dass Syrien keine ausländischen Medienin die Orte lässt, in die die Armee einmarschiert ist, um „Jagd auf Terroristen“zu machen. &amp;nbsp;Eine unabhängigeBerichterstattung ist völlig unmöglich – damit müsste die Regierung natürlicheigentlich all ihre Glaubwürdigkeit verloren haben. Aber sie hat auch hier einemedienwirksame Strategie gefunden: Die ausländischen Medien seien von denVerschwörern instrumentalisiert, um das Chaos im Land zu vergrößern, berichtendie Staatsmedien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;ImKrieg mit al-Jazeera&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-uJGZsoXHx8I/ThJW8pNYkUI/AAAAAAAAARk/RerFZcq_Tew/s1600/syrien_folge2_6.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-uJGZsoXHx8I/ThJW8pNYkUI/AAAAAAAAARk/RerFZcq_Tew/s200/syrien_folge2_6.jpg" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Propagandaplakate gegen&lt;br /&gt;Al Jazeera&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-kL4CTV2PdrE/ThJW96apk7I/AAAAAAAAARs/1Ufd_S5AkQw/s1600/syrien_folge2_8.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-kL4CTV2PdrE/ThJW96apk7I/AAAAAAAAARs/1Ufd_S5AkQw/s200/syrien_folge2_8.jpg" width="149" /&gt;&lt;/a&gt;Wieschon zuvor in anderen arabischen Ländern, schlug sich der arabischeNachrichtensender Al-Jazeera auf die Seite der Protestierenden. Insofern war seineBerichterstattung natürlich auch nicht mehr frei und „objektiv“, sondern hatte dasZiel vor Augen, auch in diesem Land den Sturz des Regimes voranzutreiben. Pro-Assad-Demonstrationenfanden dementsprechend kaum Beachtung oder wurden als „vom Regime erzwungen“abqualifiziert, während aus all dem Videomaterial der Opposition oft nur diedrastischsten und schockierendsten Szenen ausgesucht wurden. Al-Jazeera verleihtder Opposition eine laute Stimme, das ist sicherlich zu begrüßen. &amp;nbsp;Die Frage ist nur, ob es mit dieser Strategiegelingen kann, mehr und mehr Menschen aus der syrischen Bevölkerung gegen dieRegierung zu mobilisieren. Denn die Staatspresse begann bereits sehr früh miteiner regelrechten Hetzkampagne gegen al-Jazeera, die nicht wirkungslos blieb.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-L5ge2uhkVaA/ThJW9YuC9SI/AAAAAAAAARo/tGP6O1tXU7A/s1600/syrien_folge2_7.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-L5ge2uhkVaA/ThJW9YuC9SI/AAAAAAAAARo/tGP6O1tXU7A/s200/syrien_folge2_7.jpg" width="128" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nebendiesen Plakaten, die gegen den Sender verbreitet wurden, wurden immer wieder Demonstrationenvor al-Jazeera-Büros organisiert. Das syrische Fernsehen war fleißig damitbeschäftigt, einzelne Berichte von al-Jazeera auseinander zu nehmen und alsLügen zu „entlarven“. Es wurde dann gezeigt, wie der Sender mit Hilfe vonFotoshop Bilder und Videos fälsche, alte Videos oder Videos aus anderen Ländernals Dokumente für die Ereignisse in Syrien verwende, Fake-Interviews sende (allesMethoden, mit denen wahrscheinlich gerade die Staatsmedien schon viel Erfahrunggesammelt haben!). Von hier war es nur ein kleiner Schritt dahin, zu behaupten,al-Jazeera sei mitverantwortlich für das Chaos im Land, sei Mittäter derVerschwörung. Es kann der syrischen Opposition nur schaden, wenn danngelegentlich herauskommt, dass einige in Umlauf gebrachte Foltervideos tatsächlichaus dem Irak stammten oder dass die engagierte Bloggerin „A gay girl inDamascus“ tatsächlich ein 40jähriger Amerikaner war, der unter einem Pseudonymschrieb (&lt;a href="http://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/a-gay-girl-in-damascus-comes-clean/2011/06/12/AGkyH0RH_story.html"&gt;http://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/a-gay-girl-in-damascus-comes-clean/2011/06/12/AGkyH0RH_story.html&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;(Selbst-)Darstellung&amp;nbsp; Baschar al-Assads in den Medien&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-HR8JE7MmXtY/ThJW-j7RXAI/AAAAAAAAARw/SdAtKF2_BVA/s1600/syrien_folge2_9.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="640" src="http://3.bp.blogspot.com/-HR8JE7MmXtY/ThJW-j7RXAI/AAAAAAAAARw/SdAtKF2_BVA/s640/syrien_folge2_9.jpg" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;EineGruppe auf Facebook: &lt;br /&gt;„Die syrische Revolution&lt;br /&gt;&lt;i&gt;mit&lt;/i&gt; Baschar al-Assad“.&lt;br /&gt;Derartige Gruppierungen schreiben sich &lt;br /&gt;Assads vorgeblichen Reformwillen &lt;br /&gt;auf dieFahnen und sehen hierin &lt;br /&gt;die „richtige“ Revolution.&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;DasBild von Assad, wie es die Staatsmedien darstellen, unterscheidet sichnatürlich erheblich vom Bild des „Schlächters“, der „auf Demonstranten schießenlässt“ und der „seine Bluthunde auf die Opposition loslässt“, wie es in denwestlichen Medien präsent ist. In den syrischen Medien zeigt sich Assad alsjemand, der stark und entschlossen gegen die Verschwörung kämpft und der „seinVolk“ bittet, ihm den Rücken zu stärken. Gleichzeitig betont er seinen Willenzu Reformen und seine Bereitschaft, gegen Korruption und Arbeitslosigkeit aktivzu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="color: red;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 10pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: left;"&gt;Wenndie westlichen Medien berichten, Assad lasse seine Gegner brutalniederschießen, hört man im syrischen Fernsehen, dass der Präsident selbstimmer wieder ein Ende des Blutvergießens gefordert habe und erklärt habe, erverbiete den Sicherheitskräften unter allen Umständen, auf friedlicheDemonstranten zu schießen. Die Armee sei dagegen eingesetzt worden, um dieBevölkerung vor den terroristischen bewaffneten Gruppierungen zu schützen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Am 30.März hielt Assad seine erste Rede seit Beginn der Unruhen. Sie wurde liveübertragen und ich sah sie zusammen mit zwei syrischen Freunden. Es&amp;nbsp; ist lohnend, sich diese Rede einmal in Ausschnittenanzusehen. (Auf YouTube: &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=LUkrS5d23JE&amp;amp;feature=fvst"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=LUkrS5d23JE&amp;amp;feature=fvst&lt;/a&gt;– Die komplette Rede in englischer Übersetzung ist hier nachzulesen: &lt;a href="http://www.sana.sy/eng/21/2011/03/30/pr-339334.htm"&gt;http://www.sana.sy/eng/21/2011/03/30/pr-339334.htm&lt;/a&gt;).&amp;nbsp;Gleich zu Anfang stellte sich das Gefühleines seltsamen Kontrasts zwischen Assad und seinen Zuhörern ein. Von denanwesenden Abgeordneten standen immer wieder einzelne auf und unterbrachen ihnin seiner Rede, um in übertriebenem Pathos Lobeshymnen auf ihn undnationalistische Gedichte vorzutragen. Im Vergleich zu diesen Abgeordnetenwirkte Assad verständig und bedacht, gespielt locker. Er machte Witze, lachteselbst am lautesten über sie, dann gab er „freimütig“ zu, sich mit den Reformen– an denen man ja &lt;i&gt;seit Jahren&lt;/i&gt; arbeite – „etwas“ verspätet zu haben. Mankann es leider nicht anders sagen: Wenn man ihn so sieht, ist es schwer, sichihn als blutrünstigen Schlächter vorzustellen (was nicht heißt, dass er nicht trotzdemeiner sein könnte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Vielmehrhabe ich zunehmend den Eindruck, dass er doch weit weniger Macht hat, als manannimmt, die Fäden also – möglicherweise mit seinem Einverständnis – hinterseinem Rücken gezogen werden. Die Familienstrukturen und die Machtverteilungim&amp;nbsp; Assad-Clan dürften recht kompliziertsein. Die Tatsache, dass Assad vielleicht ein Schwächling ist, spricht ihn abervon keiner Verantwortung frei – er ist und bleibt das Sinnbild dieser Diktatur.Am Abend nach der Fernsehansprache war auf al-Jazeera und in den meistenwestlichen Medien zu lesen, das syrische Volk sei enttäuscht von dieser Rede,da Assad nur wage Versprechungen gemacht habe und zudem angekündigt habe, hartgegen jegliche Opposition durchzugreifen. (Die Reaktionen der Medien auf seinezweite und kürzlich auf seine dritte Rede waren übrigens in etwa dieselben). MeinEindruck war ein ganz anderer. Meine Freunde waren zufrieden mit Assads Rede,beruhigt und optimistisch, dass die Unruhen nun bald vorüber sein würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Inmeinem Bekanntenkreis blieb das Bild von Assad auch weiterhin durchweg positiv.Schließlich erfüllte er augenscheinlich einige Forderungen der Opposition,indem er die Notstandsgesetzgebung aufhob und ein Gesetz verabschiedete, dasDemonstrationen erlaubt. Dazu muss ich auch sagen, dass Syrer mir mehrfachsagten, sie hätten nie zuvor von diesem Ausnahmezustand gehört. Er betraf nurdiejenigen, die sich politisch engagierten, unpolitische Menschen bekamen vonihm nichts zu spüren. „Sie haben den Ausnahmezustand aufgehoben, aber genaujetzt erleben wir doch einen Ausnahmezustand“, sagten manche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="text-align: center;"&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;DieTatsache, dass Teile der syrischen Krise sich auch auf der Ebene der Medienabspielen, ist meiner Meinung nach zentral, will man auch nur annäherndverstehen (oder eher erahnen), was sich derzeit in Syrien abspielt. Und zwar„abspielt“ nicht im Sinne harter Fakten, sondern bezogen auf das Lebensgefühlder „normalen“, nicht unbedingt direkt betroffenen Menschen, ihre Ängste, ihreEinstellung zur Regierung und zur Opposition. Entscheidend für die weitereEntwicklung in Syrien wird neben dem Durchhaltevermögen der Opposition und der Positionierungder syrischen Armee eben auch die Tendenz der öffentlichen Meinung sein. Diesewird neben eigenen Erfahrungen vor allem durch die Medien geprägt, und da die„Wahrheit“ über die aktuellen Geschehnisse nicht greifbar ist, sind es dieKonstruktionen der Wirklichkeit durch die Medien (und natürlich auch durchGerüchte und Mund-zu-Mund-Propaganda), die die Stimmung in der Bevölkerungbeeinflussen. Bevor wir nun, in unserer Ach-so-Aufgeklärtheit, all die Syrerauslachen, die der Version der von der Regierung gesteuerten Staatsmedienglauben, denen wir ja nachsagen würden, dass sie grundsätzlich lügen, solltenwir uns vielleicht fragen, wie oft wir selbst die Nachrichten, die wir hören,hinterfragen. Ich kann nur jedem raten, einmal die Website der syrischenNachrichtenagentur zu besuchen (&lt;a href="http://www.sana.sy/index_eng.html"&gt;http://www.sana.sy/index_eng.html&lt;/a&gt;&amp;nbsp; ) und die Wirkung dieser suggestivenBerichterstattung am eigenen Leib auszutesten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-3680978840459140288?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/3680978840459140288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/07/fruhling-in-syrien-folge-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3680978840459140288'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3680978840459140288'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/07/fruhling-in-syrien-folge-2.html' title='Frühling in Syrien (Folge 2)'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Tad-om-DE4k/ThJVZP1rr9I/AAAAAAAAARQ/5SQX15-rID4/s72-c/syrien_folge2_1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-1017853881292784149</id><published>2011-06-30T14:59:00.012+02:00</published><updated>2011-07-03T22:52:34.659+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><title type='text'>Ägypten: Lang lebe die Revolution?</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Über die neu entflammten Proteste in Kairo, ihre Hintergründe und ein Schlag von Ereignissen und Absurditäten.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menna Gad ist 22 Jahre alt und in Kairo für den DAAD tätig. Am 28. Juni will sie nach Hause gehen. Sie weiß nicht, dass Sie wahrscheinlich Zeugin des Anfangs neuer blutiger Proteste ist. Genau fünf Monate nach den schweren Straßenkämpfen vom Januar geht Sie vom Stadtteil Agouza in Richtung ihres Hauses. Gegen 19 Uhr beobachtet sie am Al-Balloon Theater circa 200 Menschen. Es ist Geschrei zu hören. Die Situation scheint angespannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Beobachter sind sich einig: Diese von Menna beobachtete Szene war der Anfang der blutigsten Auseinandersetzungen seit dem Sturz Hosni Mubaraks. In Agouza hatten sich zuvor Familien vieler Todesopfer der Revolution getroffen, um der Toten zu gedenken. Man trauerte auch um das jüngste Opfer: Mahmoud Khaled (24) war am 28. Januar - dem Tag des Zorns - wie viele andere Ägypter auf der Straße, um für ein besseres Ägypten zu demonstrieren. Die Staatsmacht griff ein und hunderte Menschen verloren ihr Leben, tausende wurden verletzt. Sicherheitskräfte schossen dem jungen Mann in den Kopf. Eine Staatskarosse überollte ihn und Polizisten zertrümmerten ihm die Beine, bevor man ihn in Sicherheit bringen konnte. Schließlich lag er mehrere Monate im Koma und starb am 27. Juni an den Folgen der Schussverletzung. &lt;a href="http://www.almasryalyoum.com/en/node/472296"&gt;Es wurden Stimmen der Angehörigen und Freunde eingefangen, die vor dem Kasr Al-Aini Hospital Mubarak und den den Ex-Innenminister Habib Al-Adly für den Tod des jungen Mannes verantwortlich machen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glaubt man vielen übereinstimmenden Berichten, dann wurde der Trauerzug am Abend des 28. Juni von Schlägern angegriffen. Die Polizei soll eingegriffen und ausgerechnet Angehörige des Trauerzuges festgenommen haben. Schnell verbreitete sich der Vorfall, auch über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. Wie die Situation vor Ort wirklich aussah, ist unklar. Jedenfalls wird unverhältnismäßig oft davon gesprochen, dass es so gewesen sein muss, wie oben beschrieben. Ein Bericht wird aber nicht wahrer, je öfter man ihn druckt. Ob die Polizei mit gutem Grund eingriff, Demonstranten grundlos festgenommen wurden oder Schläger die Gewalt schürten und die Polizei zum Eingreifen zwang ist definitiv nicht so eindeutig, wie es in den Medien dargestellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-wE-Rm6Hu_lA/TgxfJq0FjeI/AAAAAAAAAQ0/pkQOOvWt_t8/s1600/policeman30_06.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-wE-Rm6Hu_lA/TgxfJq0FjeI/AAAAAAAAAQ0/pkQOOvWt_t8/s1600/policeman30_06.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Es sind die alten geblieben. Ein aktuelles Bild, dass sich&lt;br /&gt;durchaus auch auf den Januar datieren leiße.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Hunderte Menschen folgten den Aufrufen, in Richtung Tahrir-Platz zu marschieren. Die Polizei wollte die Demonstranten daran hindern, den Platz zu besetzen und setzte Tränengas und Gummigeschosse ein, um die Menge auseinander zu treiben. Das ägyptische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bis zur Stunde über 1000 Menschen bei den erneuten Protesten verletzt worden sind. Die Szenen erinnern an die Tage des Frühlings, die Zeit der schweren Kämpfe und der vielen Opfer. Für viele Ägypter ist es erschreckend, dass die Polizei mit den gleichen Methoden vorgeht: Auseinandertreiben, demoralisieren, Einzelne als Exempel misshandeln. Wieder bitten die Demonstranten um Lebensmittel, medinzinisches Material und Ärzte. Auf die Armee hoffen indes viele Ägypter nicht mehr. Auch Menna sagt, es sei naiv gewesen zu glauben, dass die Armee und das Volk eine Hand sind, die sich um das Land sorgt und kümmert und es erneuern will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig hat der Oberste Militärrat eine Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Die Vorfälle, so der Militärrat, seien ein neuer Beweis für das Ziel, Ägyptens Sicherheit und Stabilität zu erschüttern. Die Drahtzieher versuchten das Blut der Märtyrer der Revolution zu verwenden, um Gräben zwischen dem Volk und dem Sicherheitsapparat zu schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einer Fernsehansprache zu den Vorfällen durch Premierminister Essam Sharaf kam es nicht. Er ließ sich entschuldigen. Er sei auf dem Weg nach Äquatorialguinea, um dem 17. Gipfel der Afrikanischen Union beizuwohnen. Er wird dort General Tantawi vertreten, der seit der Machtübernahme des Militärs die Funktion des Staatschefs in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Militärrates ausfüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-W71V2SB3VuM/Tgxx0B3GnwI/AAAAAAAAARM/vCdHhD5zvG8/s1600/egyptwins2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/-W71V2SB3VuM/Tgxx0B3GnwI/AAAAAAAAARM/vCdHhD5zvG8/s400/egyptwins2.jpg" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die Zeltstadt auf dem Tahrir-Platz im Freudentaumel.&lt;br /&gt;Am 11. Februar 2011 tritt Hosni Mubarak nach einer &lt;br /&gt;30-jährigen Präsidentschaft zurück.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In der folgenden Nacht wurde der Tahrirplatz wieder bevölkert von tausenden Ägyptern, die sich an die Zeit erinnerten, als sie dort in einer Zeltstadt lebten. Sie hatten eine eigene Administration, eigene Gesetze, eigene Zeitungen und veranstalteten Diskussionsrunden und kulturelle Events und bewegten mit ihrer Standhaftigkeit Hosni Mubarak zum Rücktritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese und die nächsten Tagen werden wieder turbulente Tage für Ägypten. Die Nachrichten überschlagen sich. Jede Meldung über die Verzögerung von Prozessen gegen die Verantwortlichen der Tötungen von Demonstranten wird mit neuen Streikaktionen beantwortet. So hatte Anfang der letzten Woche die Vertagung des Prozesses gegen Ex-Innenminister Al Adly zu Tumulten vor dem Gericht geführt. Al Adly wird vorgeworfen, für die Tötung von 800 Menschen während des 18-tägigen Aufstandes verantwortlich zu sein, der zum Sturz Mubaraks führte. Das von der Administration kristisierte unverhältnismäßige Verhalten der Polizei in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni bewegt immer mehr Menschen dazu, wieder in Richtung Tahrir-Platz zu gehen. Tahrir heißt Befreiung und diese haben die Demonstranten vor Augen. Die Ägypter wollen ihr Land zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-HAw0fpLoGHk/TgxusjwINxI/AAAAAAAAAQ8/jvL42ZyNOC4/s1600/demonstrantindeckung.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="210" src="http://2.bp.blogspot.com/-HAw0fpLoGHk/TgxusjwINxI/AAAAAAAAAQ8/jvL42ZyNOC4/s320/demonstrantindeckung.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Aktuelle Bilder: Ein Demonstrant sucht Deckung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Man kann nur mutmaßen, welche Elemente in Ägypten für die neuen Unruhen verantwortlich zu machen sind. Richtig ist, dass viele Ägypter nun wieder die Polizei im Visir haben. Sie soll nach dem Willen vieler Ägypter, ähnlich wie die Staatssicherheit, völlig umstrukturiert werden. Amr Gharbeia, ein Mitglied einer ägyptischen Initiative für Persönlichkeitsrechte ist der Meinung, dass der Polizeiapparat sofort hätte aufgelöst werden müssen. Die Polizei sei neben der Staatssicherheit das Hauptmittel der Unterdrückung durch Mubarak gewesen. Der derzeitige Minister für Kultur Emad Abu Ghazy geht davon aus, dass ehemalige Günstlinge Mubaraks die Fäden in der Hand halten und nun gezielt Gewalt schüren wollen. Andere sind der Ansicht, dass die gerichtlich verordnete Auflösung der Amtsgerichte in Ägypten, deren Bedienstete ausschließlich der Partei Mubaraks angehörten, zu den neuen Unruhen führte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige aussichtsreiche Präsidentschaftskandidaten äußerten sich ebenfalls. So verlangte El Baradei eine Erklärung durch den Militärrat. Es stünde die Frage im Raum, warum Polizeikräfte Gewalt gegen Demonstranten einsetzten. Amr Moussa schrieb über Twitter: "Ich rufe jeden dazu auf, Ägyptens Stabilität, das Ansehen des Landes und die Revolution zu schützen. Das Blut der Märtyrer soll nicht umsonst geflossen sein."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;Abu El Fotouh, Generalsekretär der Vereinigung Arabischer Ärzte und ehemaliges Mitglied der Muslimbrüder verurteilte die Gewalt gegen die Demonsranten und forderte den Rücktritt des amtierenden Innenministers Mansour Al Essawy. Gruppen der Jugendbewegung fordern Prozesse gegen verantwortliche Polizisten und die Entlassung des Polizeichefs von Kairo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Beobachter sind sich einig darüber, dass es der Übergangsregierung unter Premierminister Essam Sharaf nicht gelungen sei, diese Phase des Übergangs zu bewältigen und eine Aufarbeitung der politischen und gesellschaftlichen Missstände in Ägypten zu betreiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat gibt es keine Programme, keine Diskussionen über Inhalte und wenn sie geführt werden, dann sind sie überschattet von Misstrauen. Die Ursachen der neuen Unruhen sind nicht in den Details zu suchen. Sicherlich sind alle Erklärungsansätze Teil der Ursache. Letztendlich aber muss geklärt werden, welche Befugnisse die Polizei durch den Militärrat erhält. Sollte der Militärrat verantwortlich sein für den massiven Polizeieinsatz, dann wäre es möglich, dass die Militärregierung unter allen Umständen verhindern wollte, dass die durch Jugendorganisationen für den 8. Juli angekündigten Proteste in ähnlicher Intensität stattfinden wie die Proteste des 25. Januar, die den Anfang der Revolution markierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-dQfHKB-PmNM/TgxwN6EmzwI/AAAAAAAAARA/EcZ46pB_Wgs/s1600/demofootball.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-dQfHKB-PmNM/TgxwN6EmzwI/AAAAAAAAARA/EcZ46pB_Wgs/s320/demofootball.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Nach dem Fußballspiel trafen sich Fans und Demonstranten&lt;br /&gt;am Mittwochabend auf dem Tahrir-Platz&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es mangelt an Ernsthaftigkeit bei allen Beteiligten. Während sich innerhalb der Jugendorganisationen Rangeleien um öffentliche Auftritte ergeben und ein ungeahnter Narzismus zu Tage tritt, übt sich die Übergangsregierung in Kosmetik: Brot und Spiele für das Volk, wenn kurzfristig entschieden wird, dass das Kairoer Fußball-Derby Ahly gegen Zamalek nun doch am Mittwochabend stattfinden sollte. Während Demonstranten auf dem Tahrir-Platz ihre nächsten Aktionen planen, die Polizei die Stellung hält und die Arme zusieht, spielen Ahly und Zamalek 2:2. Herzlichen Glückwunsch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Essam Sharaf reist zum Gipfeltreffen der Afrikanischen Union. Dort habe er eine wichtige Rede zu halten, um die Interessen des palästinensischen Volkes zu untermauern. Was ist mit den Interessen des ägyptischen Volkes? Eine neue Art von Patriotimus, die ich nicht verstehe? Viele waren froh, dass Sharaf das Amt des Ministerpräsidenten übernommen hatte. Er hatte den Demonstranten noch Monate zuvor Mut gemacht. Heute stellt sich Ernüchterung bei den Demonstranten ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Armee surft auf Facebook und die Gerichte, die heute ein Urteil im Fall des durch Polizisten zu Tode gefolterten Khaled Saeed fällen sollten, vertagen den Urteilsspruch einfach auf den 24. September.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Absurdität "im Namen des Volkes": Samir Abdel Mageed verlor am 28. Januar während der Proteste ein Auge. Polizisten hatten ihn beschossen. Das zuständige Gericht verurteilte das Innnenministerium 50.000 ägyptische Pfund (ca. 5785 Euro) an den Mann zu zahlen. 25000 Pfund habe der Mann an Arztkosten aufbringen müssen und 25000 Pfund stünden ihm als Schmerzensgeld zu. Das Opfer selbst hatte 5 Millionen Pfund gefordert. Ach, ich vergass: Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton gab heute bekannt, dass man wieder intensiver mit den ägyptischen Muslimbrüdern spreche. Zeiten ändern sich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte sich auch in Erinnerung rufen, dass zur Stunde Demonstranten verhaftet werden und ohne Verfahren einen mehrtägigen Arrest in einem Militärgefängnis ausitzen müssen. Täter der meisten Übergriffe auf Demonstranten sind frei und es gibt innerhalb des momentanen politischen Sytems in Ägypten keine Instanz, die dies korrigiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens, sollten Sie ägyptische Bockshornkleesamen zur Aufzucht von Sprossen verwenden, sollten Sie spätestens jetzt damit aufhören. &lt;a href="http://www.faz.net/artikel/C31034/ehec-aegyptische-bockshornkleesamen-unter-verdacht-30451943.html"&gt;Die stehen nähmlich nunmehr im Verdacht ein Heim für die gefährlichen EHEC-Erreger zu sein.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-1017853881292784149?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/1017853881292784149/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/06/agypten-lang-lebe-die-revolution.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1017853881292784149'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1017853881292784149'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/06/agypten-lang-lebe-die-revolution.html' title='Ägypten: Lang lebe die Revolution?'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-wE-Rm6Hu_lA/TgxfJq0FjeI/AAAAAAAAAQ0/pkQOOvWt_t8/s72-c/policeman30_06.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4585906154731462648</id><published>2011-06-19T19:44:00.005+02:00</published><updated>2011-06-30T15:22:20.941+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Literatur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Serie: Kinder der Revolution'/><title type='text'>Khaled Saeed - Die Toten mahnen die Welt</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Ein Mahnmal vor dem ägyptischen Innenministerium gedenkt Khaled Saeed, einem Opfer der ägyptischen Polizeibrutalität.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-eaM14ZdBgM0/Tf4xnifQYBI/AAAAAAAAAQs/3aGbvqRLyfY/s1600/Mahnung_Khaled.jpg" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="145" src="http://4.bp.blogspot.com/-eaM14ZdBgM0/Tf4xnifQYBI/AAAAAAAAAQs/3aGbvqRLyfY/s200/Mahnung_Khaled.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;Unendlich traurig war Umm Saeed als sie mir auf meinerTaxifahrt im September 2009 erzählte, dass sie nun auf dem Weg zum ägyptischenInnenministerium am Lazoghly-Platz sei. Ich verstand damals nicht sofort, wasdies bedeutete. Heute – nach der Revolution –&amp;nbsp; kann ich sieverstehen: Den Ausdruck in ihren Augen und die Wahl ihrer Worte. Vorsichtighatte sie mir im Taxi mitzuteilen versucht, dass sie von der Festnahme ihresSohnes ausging. Huwa ragel siyasiy (Er war ein politischer Mensch), sagte sie ineinem breiten Ägyptisch. Sie schien darüber nicht wirklich erfreut. Sieerzählte mir, dass er in der Universität ständig mit Leuten über Politik gesprochen hatte. Er hatte Freunde Verwandte und Bekannte dazu aufgerufen, aktiv zu werden, Missstände anzuklagen und persönlichen Umfeld den Wandel voranzutreiben.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich wusste nun: Hört man von einer Festnahme eines Bekannten durch dieStaatssicherheit fährt man zum Innenministerium, um mehr Informationen umden Verbleib der Verschwundenen zu erhalten. Seit der Begegnung mit Umm Saeedwar mein Blick geschärft. Plötzlich sah ich jedes Mal eine Reihe von Müttern,die auf ihre Söhne oder Töchter warteten. Jedes Mal auf dem Weg nach Hausefragte ich mich, wie viele junge Menschen wohl in irgendwelchen Verhörräumenausgefragt wurden, wie viele Eltern keinen Schlaf fanden.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In diesem Frühling waren es die Gebäude der Staatssicherheitund des Innenministeriums, die von den Demonstranten belagert wurden. Die Angstvor dem Unterdrückungsapparat war gebrochen. Die Hilflosigkeit derMassen verwandelte sich in einen Volkszorn, den der alternde Pharaohunterschätzt hatte. Sie waren erzogen worden, untätig zu sein, unpolitisch zusein, sich nicht in die Angelegenheiten der Staatsführung einzumischen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wir sind in Alexandria. Es ist der 6. Juni 2010. Der28-jährige Khaled Saeed sitzt in einem Internetcafé. Polizeioffiziere betretendas Café, zerren den jungen Mann auf die Straße. Aufdem Weg zum Polizeiauto schleudern die Polizisten den jungen Mann gegen Wände,schlagen auf ihn ein, stoßen seinen Kopf gegen die Stufen einer Treppe. KhaledSaeed wird buchstäblich zu Tode geprügelt. Die Polizei hatte ihn angeblichwegen Waffenbesitzes und Diebstahls verhaften wollen. Später wurden Zeugengekauft, die Aussagen sollten, dass Khaled mit Canabis gehandelt habe. Personenaus seinem Umfeld sagen, dass Khaled belastendes Material besaß, welches durchdie Polizei begangene Straftaten dokumentierte.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wir wissen heute nur, dass Khaleds Fall in ganz ÄgyptenAufsehen erregte. Fotos, die die Leiche des Jungen zeigten, verbreiteten sichwie ein Virus im Internet und in den sozialen Netzwerken. &lt;a href="http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/02/agypten-und-die-lotus-revolution.html"&gt;Unser Blog berichteteüber die Umstände, die die Revolution in Ägypten antrieben.&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Khaled Saeed ist zu einem Symbol für die Protestbewegunggeworden. Der Fall Khaled Saeed hatte den Menschen gezeigt, dass sie im Grundegenommen hilflos waren, würden sie nicht auf die Straße gehen und gegen dieungeheuerliche unmenschliche Behandlung der Landsleute durch ihre eigeneRegierung protestieren, im Bewusstsein, dass dies lebensgefährlich ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In Tunesien markierte der Selbstmord des Mohamed Bouaziziaus Sidi Bouzid den Auftakt für den arabischen Frühling. In der Folge ließen viele Menschenwährend der Proteste ihr Leben. Die Stimme des Protests verbreitete sich: Erst inder kleinen Stadt Sidi Bouzid, dann in Tunis und schließlich in der gesamten arabischeWelt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Während der revolutionären Unruhen in Ägypten versuchten dieDemonstranten systematisch die Symbole der Macht und die Zentren desägyptischen Unterdrückungsapparates auszuschalten. Polizeistationen wurdenangezündet und Gebäude der Staatssicherheit gestürmt, um&lt;a href="http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/foltergefangnisse-und-das-geschaft-mit.html"&gt; Dokumentesicherzustellen, die die Systematik der Menschenrechtsverletzungen durch dasägyptische Regime beweisen sollten.&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Uns erreichtenunheimliche Bilder aus unterirdischen Verließen, in denen hunderte von MenschenPlatz gefunden haben mussten. Dort wurden sie gefoltert, gedemütigt, bedroht,vergewaltigt durch Männer in Uniform. Es wurde bekannt, dass die ägyptische Regierungsystematisch Ressentiments zwischen Muslimen und Kopten befeuerte, um daseigene Handeln zu rechtfertigen.Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass der ägyptische Untersrückungsapparat das ägyptische Volk mit finanziellen und materiellen Mitteln aus dem Ausland drangsaliert hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mubarak ist Geschichte. Die Armee übernahm dieStaatsgeschäfte, aber auch vertrauensbildende Maßnahmen, wie eine &lt;a href="http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/02/die-tv-offensive-agyptens.html"&gt;Medienoffensive&lt;/a&gt; (Sawtuna berichtete) und die Kooperation mit den Untersuchungen gegen Mitglieder des alten Regimeskönnen nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin Menschenrechtsverletzungenan der Tagesordnung liegen. Hatte man noch während der Massendemonstrationengerufen „Die Menschen und das Militär sind eine Hand!“, so stellen sie nunernüchternd fest, dass sie im Grunde genommen am Anfang einer langen Zeit desgesellschaftlichen und politischen Wandels stehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Genau ein Jahr nach dem Tod Khaled Saeeds besprühten nunAktivisten die Außenmauern des Innenministeriums. Zu sehen ist Khaled, seinMund ausgespart. Dort wo der Mund sein sollte liest man: &lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bpPna0tJaSs/Tf4yBm0s0PI/AAAAAAAAAQw/XsICrmP0LnM/s1600/Mahnung_Khaled2.JPG" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="300" src="http://1.bp.blogspot.com/-bpPna0tJaSs/Tf4yBm0s0PI/AAAAAAAAAQw/XsICrmP0LnM/s320/Mahnung_Khaled2.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Khaled Saeed starb am 6. Juni 2010 durch Polizeigewalt. &lt;br /&gt;Er wurde nur 28 Jahre alt. (Foto: Hossam El-Hamalawy)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wird mein Blut - durch deine Augen - zu Wasser werden?Wirst du mein blutbeflecktes Gewand vergessen?&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Khaled Saeed mahnt die Menschen über den Tod hinaus. Es darfnicht alles umsonst gewesen sein, scheint er ausdrücken zu wollen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Zeilen an den Wänden des Innenministeriums stammen aus einem Gedicht des Ägypters AhmadDunqul (1940-1983), der in seinem Gedicht „La Tusalih“ („Macht keinen Frieden“),geschrieben vor Sadats historischem Besuch in Jerusalem, die durch harteKompromisse erzielte Friedensvereinbarung zwischen Israel und Ägyptenvorausahnend.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Botschaft der Stifter dieses einfachen Mahnmals istdeutlich: Macht keinen Frieden mit diesem Regime! Doch wie kann die Gesellschaft geheilt werden? Misstrauenund Angst vor der Zukunft lässt die Akteure des Wandels in Ägypten in eineLethargie verfallen, so scheint es.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Im Folgenden das Gedicht von Amal Dunqul in englischer Übersetzung, die 2009 für das &lt;a href="http://www.cidtegypt.com/index.php?Welcome"&gt;Center for Intercultural Dialogue &amp;amp; Translation&lt;/a&gt; im Rahmen eines Papiers über die Rolle der Dichtung für den interkulturellen Dialog angefertigt worden ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Do not Reconcile! &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;By Amal Dunqul&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(1)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Would they grant you gold.&lt;br /&gt;Should I gouge your eyes,&lt;br /&gt;Fix two jewels in their place&lt;br /&gt;Could you still see?&lt;br /&gt;Such are not to purchase:&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;You and your brother, your memories of childhood,&lt;br /&gt;Your sudden feeling of manhood,&lt;br /&gt;Longing suppressed by bashfulness, when you hug him.&lt;br /&gt;Silence…smiling at your mother's scold&lt;br /&gt;As if... you were still children!&lt;br /&gt;Your eternal reassurance:&lt;br /&gt;That two swords are your sword&lt;br /&gt;And two voices are your voice&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;That if you die:&lt;br /&gt;The house has a god&lt;br /&gt;The child a father&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;"Will my blood -- through your eyes -- turn to water? &lt;br /&gt;Will you forget my blood-stained robe?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wear a brocaded one with my blood underneath?&lt;br /&gt;Such is war!&lt;br /&gt;It may burden the heart&lt;br /&gt;But the Arabs' shame is behind&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Nor seek to hide!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(2)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Not even for blood!&lt;br /&gt;Make no conciliation!&lt;br /&gt;Would they say a head for a head!&lt;br /&gt;Is one head like another?&lt;br /&gt;Is the stranger's heart like that of your brother?&lt;br /&gt;Has he your brother's eyes?&lt;br /&gt;A hand whose sword was yours…&lt;br /&gt;Could it even that whose sword bereaved you?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;They would say:&lt;br /&gt;We've come to you to spare blood&lt;br /&gt;We've come, - O prince -&amp;nbsp; be our judge&lt;br /&gt;They would say:&lt;br /&gt;Now we're cousins.&lt;br /&gt;Tell them: they trod on their cousinship to those they killed&lt;br /&gt;And plant the sword into the front of the desert&lt;br /&gt;Till echo repeats&lt;br /&gt;That for you I was&lt;br /&gt;A knight,&lt;br /&gt;A brother,&lt;br /&gt;A father,&lt;br /&gt;And a king!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(3)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Make no conciliation…&lt;br /&gt;If you're denied sleep by screams of remorse&lt;br /&gt;And retain …&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;If women in black with their children bereft of smile softenyour heart&lt;br /&gt;That "El-Yamama" your niece&lt;br /&gt;Is a flower, in her youth,&lt;br /&gt;Garbed in a mourning dress&lt;br /&gt;She used to run down the palace stairs&lt;br /&gt;On my return,&lt;br /&gt;And on my coming down hold my legs…&lt;br /&gt;I lift her – while she smiles- on the back of the horse.&lt;br /&gt;Here she is…silent&lt;br /&gt;The hand of treason&lt;br /&gt;Has deprived her of hearing her father's words,&lt;br /&gt;Wearing the new dress,&lt;br /&gt;Having one day a brother,&lt;br /&gt;Or in her wedding a smiling father&lt;br /&gt;To whom she returns when the husband is mad at her,&lt;br /&gt;And to whose arms, his grandchildren race&lt;br /&gt;To get their presents,&lt;br /&gt;To pull the turban,&lt;br /&gt;And to mess up his beard.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;This dove (El-Yamama) has committed no guilt&lt;br /&gt;To suddenly see the burning nest&lt;br /&gt;While she rests on the ashes!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(4)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Would they crown you a prince&lt;br /&gt;How could you step on the body of your father's son?&lt;br /&gt;And on faces of fake joy…&lt;br /&gt;Become a king?&lt;br /&gt;How could you look in the hands you shake&lt;br /&gt;Without noticing blood in every hand?&lt;br /&gt;An arrow that caught me from behind …&lt;br /&gt;Will catch you from a thousand sides&lt;br /&gt;For blood has now become a badge of honor.&lt;br /&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Would they crown you a prince&lt;br /&gt;Your throne is a sword,&lt;br /&gt;And false is your sword&lt;br /&gt;Shouldn't you, with its wisp, weigh moments of honor&lt;br /&gt;And in luxury find rest.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(5)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Should those who waver in battle say&lt;br /&gt;" … we can not bear swords unsheathe …"&lt;br /&gt;When truth fills your heart:&lt;br /&gt;Fire erupts when you breathe&lt;br /&gt;And the voice of treason gets dumb&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;No matter how many words of peace they speak&lt;br /&gt;How could the lungs breathe in the foul breeze?&lt;br /&gt;How could you look a woman in the eye…&lt;br /&gt;If you know you can not shield her?&lt;br /&gt;How could you, in love, be her knight?&lt;br /&gt;Or for a newborn sleeping and waiting for a tommorow?&lt;br /&gt;How could you dream or sing of future for a boy&lt;br /&gt;Who grows up between your hands with a weary heart?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Nor share with your murderers food&lt;br /&gt;And with blood,&lt;br /&gt;Your heart waters&lt;br /&gt;The holy soil,&lt;br /&gt;And your resting ancestors&lt;br /&gt;Until the bones do answer you&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(6)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Should the tribe beseech you&lt;br /&gt;By El-Galila's sadness&lt;br /&gt;To be a foxy fellow&lt;br /&gt;And show acceptance.&lt;br /&gt;They would say:&lt;br /&gt;Here you seek a long vengeance;&lt;br /&gt;Now take what you can:&lt;br /&gt;A little right…&lt;br /&gt;In these few years&lt;br /&gt;The revenge is not only yours,&lt;br /&gt;But the coming generations' too&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;And tomorrow…&lt;br /&gt;Someone will be born to put on the full armor,&lt;br /&gt;And a sweeping fire,&lt;br /&gt;to demand vengeance&lt;br /&gt;And to help the truth to come into life&lt;br /&gt;From the heart of impossibility&lt;br /&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Should they say it is only a device&lt;br /&gt;Such is revenge&lt;br /&gt;Its flame in the heart fades away&lt;br /&gt;As seasons pass by&lt;br /&gt;And with its five fingers remains sealed the hand of disgrace&lt;br /&gt;Upon disgraced brows!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(7)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Make no conciliation, though stars may warn you&lt;br /&gt;And fortunetellers make you a prophecy&lt;br /&gt;I would have forgiven had I died…&lt;br /&gt;Perplexed between right and wrong.&lt;br /&gt;I was not an invader,&lt;br /&gt;Never sneaked near their camps,&lt;br /&gt;Nor hovered around their borders,&lt;br /&gt;Never approached their vineyards&lt;br /&gt;Their garden I never trod.&lt;br /&gt;My murderer did not shout: "watch out!“&lt;br /&gt;He walked with me …&lt;br /&gt;Then shook my hand …&lt;br /&gt;Then hoofed a little&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;But in the bushes he hid!&lt;br /&gt;Then all of a sudden:&lt;br /&gt;A shudder riddled me between two ribs…&lt;br /&gt;My heart shivered - as a bubble - and slacked!&lt;br /&gt;I braced myself up, till on my arms I weighed&lt;br /&gt;I saw my cruel cousin&lt;br /&gt;With a sordid face, maliciously satisfied&lt;br /&gt;I had no spear&lt;br /&gt;Nor an old weapon,&lt;br /&gt;Nothing but my rage complaining of thirst.&lt;br /&gt;&lt;br style="mso-special-character: line-break;" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(8)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile…&lt;br /&gt;Till existence returns to its cycle:&lt;br /&gt;Till …&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;To their orbits, return the stars&lt;br /&gt;To their twitter… the birds&lt;br /&gt;To their grains… the sands&lt;br /&gt;And the murdered to his waiting child&lt;br /&gt;All was ruined in a fleeting second:&lt;br /&gt;Youth, family joy, horse neigh, guests hosting, the heart murmur when a bud inthe garden withers, prayer for seasonal rain&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;The heart dodges when the bird of death hovers over thesavage wild&lt;br /&gt;All was ruined in a flagrant slide&lt;br /&gt;And who murdered me is not a god&lt;br /&gt;To have me killed by his will&lt;br /&gt;Not grander than me… to take my life with his sword&lt;br /&gt;Nor smarter…to finish me off with his sly fraud&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;For it's only an accord between two rivals…&lt;br /&gt;Unbroken by the honor of the heart&lt;br /&gt;And that who murdered me is a mere thief&lt;br /&gt;He stole the land before my eyes&lt;br /&gt;As silence broke into a mocking laugh!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(9)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;Though all sheikhs against your sword may stand&lt;br /&gt;With shadow men whose souls are cracked&lt;br /&gt;Those who love sopped bread and meat&lt;br /&gt;And surmounting slaves&lt;br /&gt;Those whose turbans dangled on their eyes,&lt;br /&gt;And their Arab swords have forgot chivalry years&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Do not reconcile!&lt;br /&gt;This desire shall be odd&lt;br /&gt;In this age you're the sole knight&lt;br /&gt;Others…are freaks!&lt;br /&gt;Do not reconcile ...&lt;br /&gt;Do not reconcile ...&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4585906154731462648?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4585906154731462648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/06/khaled-saeed-die-toten-mahnen-die-welt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4585906154731462648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4585906154731462648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/06/khaled-saeed-die-toten-mahnen-die-welt.html' title='Khaled Saeed - Die Toten mahnen die Welt'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-eaM14ZdBgM0/Tf4xnifQYBI/AAAAAAAAAQs/3aGbvqRLyfY/s72-c/Mahnung_Khaled.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-5632754102352274232</id><published>2011-05-31T19:26:00.001+02:00</published><updated>2011-05-31T19:27:25.247+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Syrien'/><title type='text'>Frühling in Syrien</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;b&gt;Von Paula Manstetten&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;i&gt;Folge 1 einer Serie über den arabischen Frühling in Syrien. Frau Manstetten ist Studentin an unserem Institut.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Vor ein paarTagen schrieb mir ein syrischer Freund: „Unsgeht es gut, Gott sei Dank, hier ist alles wieder normal.“ Das mag auf denersten Blick absurd klingen, bedenkt man, dass es in Syrien seit Beginn der UnruhenMitte März eigentlich täglich Verhaftungen und Tote gab. Von mehr als 1000 Totengeht man derzeit aus, mindestens 8000 Menschen wurden verhaftet. Im Augenblickscheint weder ein Sturz des Regimes, noch ein Ende der Proteste in Sicht zusein.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Die hiesige Berichterstattung legt nahe, dass sich die Proteste auf dasganze Land ausgeweitet haben, und irgendwie stimmt das auch. Trotzdem sind die Demonstrationen,und das übersieht man leicht, lokal begrenzt auf einzelne Stadtviertel undDörfer und haben nur wenige Städte, und auch nur zwischenzeitlich, mehr oderweniger gänzlich erfasst. Für diese Städte, so zum Beispiel für die südsyrischeStadt Der’a, in der die Protestbewegung gewissermaßen ihren Anfang nahm und indie am 24.04. die Armee einrückte, ist ein „Normalzustand“ freilich inunendlich weite Ferne gerückt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Vielerorts kann man aber weiterhin einenrelativen Alltag erleben. Selbst wenn im Nachbarviertel Demonstranten undSicherheitskräfte zusammenstoßen, kann es schließlich sein, dass man davon erstim Nachhinein durch die Medien, oder aber gar nicht erfährt. Ich selbst habedas mehrfach so erlebt, bevor ich Syrien Ende April auf Aufforderung desAuswärtigen Amtes verlassen habe. In meinem Nachbarviertel, Barzeh, wagten sichdie Bewohner (darunter auch eine gute Freundin von mir) drei Tage lang nichtauf die Straße, da Sicherheitskräfte von den Dächern aus auf Demonstrantenschossen. Ich hörte davon erst Tage später von meiner Freundin. Wie man dieaktuellen Ereignisse in Syrien erlebt, hängt insofern gänzlich davon ab, wo mansich befindet und ob man Menschen kennt, die in irgendeiner Weise direktbetroffen sind: sei es als Demonstranten, als Angehörige von Todesopfern oderInhaftierten oder eben auch als Sicherheitskräfte und Mitarbeiter desGeheimdienstes.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Im Gegensatz zur ägyptischen Opposition, der es gelang,Millionen Bürger zu mobilisieren, gehen in Syrien „Tausende“, an Wochenendenauch mal „Zehntausende“ auf die Straße. Und die restlichen Syrer? Neben alldenen, die die Ansichten der Opposition teilen, aber zu große Angst haben, umauf die Straße zu gehen, gibt es viele Syrer, die sich Ruhe und Ordnungzurückwünschen und ihren Präsidenten behalten wollen. Wie hier die Zahlenverhältnissesind, lässt sich natürlich nicht wirklich einschätzen – wie wir überhaupt vordem Dilemma stehen, eigentlich gar nicht zu wissen, was in Syrien genaupassiert. Unabhängige Medien sind nicht mehr zugelassen und berichten nun zumgroßen Teil von libanesischen Dörfern nahe der syrischen Grenze aus, dieStaatsmedien haben derweil die Protestbewegung zur bewaffneten &amp;nbsp;Verschwörung aus dem Ausland erklärt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;DieOpposition stellt ununterbrochen Amateurvideos von Protesten und gewaltsamenAuseinandersetzungen ins Internet, die man u.a. über Facebook und Twitterverfolgen kann. Insbesondere der Nachrichtensender al-Jazeera hat sich vonBeginn der Proteste an auf die Seite der Demonstranten geschlagen und sendethauptsächlich eben solches Videomaterial. (Der Syrien-Live-Blog von al-Jazeeralässt sich unter der Adresse &lt;a href="http://blogs.aljazeera.net/liveblog/syria"&gt;http://blogs.aljazeera.net/liveblog/syria&lt;/a&gt;verfolgen). Obwohl ich davon ausgehe, dass diese verwackelten und verpixelten Videosuns Dinge zeigen, die tatsächlich vorfallen, sind sie doch eben nur kleineAusschnitte aus der Wirklichkeit. Überspitzt gesagt sieht ein al-Jazeera-Guckerdas Land überrollt von einer Protestbewegung, die Freiheit fordert, einStaatsmedien-Gucker sieht Syrien dagegen von ausländischen Mächten bedroht undvon einem reformbereiten Präsidenten nach bestem Bemühen gegen dieseVerschwörung beschützt. Wahrscheinlich gibt weder ersteres noch letzteres auchnur annähernd ein Bild davon ab, was tatsächlich geschieht. Vor allem aber habeich immer mehr das Gefühl, dass es in einem Fall wie Syrien, wo uns (und auch denSyrern selbst) meist die harten Fakten fehlen, eben auch nicht mehrentscheidend sein kann, &lt;i&gt;was&lt;/i&gt; diese harten Fakten sind. Viel mehr zähltdann der subjektive Eindruck, den der Einzelne von der Lage hat und was er ausdiesem Eindruck für Konsequenzen zieht. Und wie so oft sehen die meisten Leuteja das, was sie sehen wollen. So wundert ein Satz wie „Hier ist alles wiedernormal“ aus Syrien vielleicht auch nicht mehr. Es gibt immer so vieleWirklichkeiten, wie es Menschen gibt, die diese wahrnehmen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Nur unterscheidensich diese Wirklichkeiten selten so sehr voneinander wie derzeit in Syrien.(Gründe hierfür gibt es zahlreiche, und eine besondere Stellung kommt wohl einerArt „Medienkrieg“ zu, den v.a. al-Jazeera und die Staatsmedien ausfechten.Hierum wird es in Folge 2 ausführlich gehen).&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dieser Tage steigt die Zahl der Todesopferin Syrien zwar stetig, aber doch recht langsam, die Lage beruhigt sich alsonicht eigentlich, eskaliert aber zumindest im Augenblick auch nicht. Gekochtwird auf vergleichsweise kleiner Flamme und vielerorts mag man in Syrien dasGefühl haben, das Leben sei zur Normalität zurückgekehrt. Ich denke aber doch,dass jeder Syrer weiß, dass es dort nie wieder sein wird wie vorher – dasUndenkbare ist geschehen: die Macht des seit 40 Jahren herrschenden Assad-Clansist in Frage gestellt worden, ein Schlag, von dem er sich, wenn überhaupt jewieder, nur schwer erholen wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm; text-align: center;"&gt;***&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Eine „syrische Revolution“ hattewohl niemand erwartet, selbst nach dem Umbruch in Tunesien und Ägypten nicht. Inmeinem Bekanntenkreis wurden die dortigen Ereignisse aufmerksam verfolgt. Vorallem bei der ägyptischen Revolte fieberten wir mit, klebten fast täglichstundenlang vor dem Fernseher, warteten gespannt auf angekündigte RedenMubaraks, berauschten uns an diesem unglaublichen Gefühl der Macht der Masse,die man ununterbrochen live auf dem Tahrir-Platz sah. Die Witze, die überMubarak kursierten, machten auch in Syrien die Runde, wenn sie auch eher hintervorgehaltener Hand erzählt wurden. Fast unvorstellbar blieb, dass es in Syrienzu ähnlichen Entwicklungen kommen könnte. Zu flächendeckend schienen dieÜberwachung der Bevölkerung und die brutale Unterdrückung jeglicher Opposition.Ich selbst weiß bis heute nicht, ob meine Freunde recht hatten, wenn sie mir rieten(und das auch schon lange vor den Protesten), auf der Straße und am Telefon,ebenso auch in Emails, niemals über politische Ereignisse, die Syrienbetreffen, zu sprechen, im Internet bestimmte Seiten nicht zu besuchen. Obwohlich mich dementsprechend sehr zurückhielt, blieb ein Rest Angst. &amp;nbsp;Ich erlebte zum ersten Mal dieses beklemmende undeinengende Gefühl, mich nicht offen über Dinge äußern zu dürfen, die michbeschäftigten. Ich fühlte mich nicht direkt überwacht, aber wie in BenthamsPanopticum reicht ja schon das Gefühl einer potentiellen Überwachung aus, umden Menschen in seinem Tun einzuschränken. Und etwas beunruhigte es mich doch, dassmeine Eltern, wenn sie mich in den letzten zwei Monaten auf meinem syrischenHandy anriefen, immer wieder einen unbekannten Mann an die Leitung bekamen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-6iOdLkOV4kI/TeUh4WEzboI/AAAAAAAAAQg/sV53cnQOIFo/s1600/Bild+1+Baschar+al-Assad+und+seine+Frau.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-6iOdLkOV4kI/TeUh4WEzboI/AAAAAAAAAQg/sV53cnQOIFo/s200/Bild+1+Baschar+al-Assad+und+seine+Frau.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Baschar al-Assad und seine Frau&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Zu groß schien auch der Rückhaltdes Präsidenten Baschar Al-Assad in der Bevölkerung. „Unser Präsident ist gut,nur die Leute um ihn herum sind schlecht“, war das, was ich in letzter Zeit vonvielen Bekannten und auch Unbekannten ungefragt zu hören bekam. Man kann sich hierangesichts der jetzigen Vorfälle kaum mehr trauen, so etwas zu sagen, aber: aufden ersten Blick ist er wirklich eine eher sympathische Erscheinung. Er wirkteben genau wie das, was er eigentlich einmal war: ein Augenarzt, der in Englandstudiert hat. Im Fernsehen sieht er aus wie ein strebsamer, harmloserSchuljunge mit schmalem Gesicht und kaum Kinn, nervös und aufgeregt, wenn ereine Rede halten muss. Auch sonst gibt er sich gerne volksnah: Freundeerzählten mir, man könne ihm manchmal im Park oder im Restaurant begegnen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich selbst habe ihn einmal kurz vorWeihnachten im Damaszener Opernhaus erlebt, wo es ein unsäglich kitschigesWeihnachtsmusical der christlichen Gemeinden von Damaskus zu sehen gab. Er undseine bildhübsche Frau waren, so schien es zumindest, ganz ohneSicherheitskräfte da, als sie in den Saal kamen, stand das gesamte Publikum aufund begrüßte sie mit tosendem Applaus. Die beiden nahmen diesen Applausbescheiden und freundlich lächelnd und winkend entgegen. Meine syrischen Freundehatten einen ganz seligen Blick…Und, das muss ich hier glaube ich doch betonen:diese Begeisterung schien mir absolut nicht gespielt, das ganze erschien mireben nicht wie die gezwungene Hulderweisung eines durch und durch unterdrücktenVolkes. Das mag freilich auch damit zusammenhängen, dass hauptsächlich Christenanwesend waren. Sie gehören zu einer der Minderheiten in Syrien, der es unterAssad stets verhältnismäßig gut ging.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ganzabgesehen von seiner Ausstrahlung rechnet man Baschar al-Assad hoch an, dass esihm gelungen ist, Syrien zu einem Land der „Sicherheit“ und „Stabilität“ zumachen – ob das wirklich &lt;i&gt;sein&lt;/i&gt; Verdienst ist, sei einmal dahingestellt – unddas inmitten zwischen den instabilen Nachbarländern Libanon und vor allem Irak(aus dem seit 2003 Hunderttausende Flüchtlinge nach Syrien kamen und Miet- undLebensmittelpreise in die Höhe trieben) und trotz des angespannten Verhältnisseszu Israel, das noch immer Teile des Golan besetzt hält. Auch mit seiner (nachaußen hin) harten Linie gegen Israel und seiner (zumindest rhetorischen) Solidarität,ja geradezu Verbrüderung mit Palästina – an jedem offiziellen Gebäude in Syrienhängen nicht nur syrische, sondern auch palästinensische Fahnen – fand undfindet Baschar al-Assad&amp;nbsp; Zustimmung in vielenTeilen der Bevölkerung. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal; margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-size: 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-VL7lLLQwzIk/TeUie1XsVNI/AAAAAAAAAQk/qj1K24B6ER8/s1600/Bild+2+Baschar+al-Assad.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="254" src="http://4.bp.blogspot.com/-VL7lLLQwzIk/TeUie1XsVNI/AAAAAAAAAQk/qj1K24B6ER8/s320/Bild+2+Baschar+al-Assad.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: left;"&gt;„Anzeige“ auf der Titelseite der Tishreen-Zeitung &lt;br /&gt;vom 14.04.2011: „Gott ist mit dir…dein Volk ist mit dir - &lt;br /&gt;Die Nation ist stärker als die Fitna (gemeint ist damit &lt;br /&gt;hier der ausländischen Gruppierungen &lt;br /&gt;zugeschriebene Versuch, Zwietracht zu säen) - &lt;br /&gt;Syrien vereint uns - Sicherheit und Stabilität &lt;br /&gt;sind unser Fundament.“ &lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ein weiterer Grund, warum eineRevolution in Syrien eher unwahrscheinlich schien, war, dass Armut, Arbeitslosigkeitund willkürliche Schikane, im Gegensatz zu Ägypten und Tunesien, noch nicht diekritische Grenze überschritten hatten. Ich muss allerdings dazu sagen, dassmeinem Eindruck nach viele Syrer auch einfach nicht auf die Idee kamen, gewisseProbleme der Regierung zuzuschreiben. Das mag damit zusammenhängen, dassPolitik stets ein Tabuthema war und dementsprechend der Grad der Informiertheitin der Bevölkerung eher gering war. Viele meiner syrischen Freunde lernendeutsch, englisch oder französisch und planen, nach Europa zu gehen –möglicherweise dauerhaft. Dort könne man besser leben und arbeiten. „Und warumnicht anschließend nach Syrien zurückkehren und sich bemühen, die Umstände dortzu verbessern?" war dann immer meine Frage. Ich glaube, kaum einer dieserFreunde würde auf die Idee kommen, hier eine Verbindung zu ziehen und seineschlechten Arbeitsaussichten der langsamen und korrupten Regierungzuzuschreiben. Das mag freilich nur für meinen Freundeskreis gelten, mitVerallgemeinerungen muss ich mich hier zurückhalten.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dennoch war die syrischeRegierung sichtlich beunruhigt, als es zu den Revolutionen in Tunesien, Ägyptenund Libyen kam, und unternahm vorsorglich einige Schritte, wie um einem Protestden Wind aus den Segeln zu nehmen: YouTube und Facebook wurden legalisiert,Angestellte bekamen eine Lohnerhöhung „aufgrund der gestiegenen Heizkosten“, vorallem aber &lt;a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703833204576114712441122894.html"&gt;kündigte Baschar al-Assad am 31. Januar in einem Interview mit demWall-Street-Journal an, dass die Zeit für Reformen gekommen sei&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Es hat alles nichts geholfen –Syrien ist mitten in einem Umbruch begriffen. Doch gestaltet sich der, wie janicht anders zu erwarten, ganz verschieden von anderen arabischen Ländern.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm; text-align: center;"&gt;***&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dass in Syrien wirklich „etwas“am Laufen war, bekam ich erst ca. 10 Tage nach Beginn der Unruhen zu spüren,und zwar in der Küstenstadt Latakia. Ich studierte zu dieser Zeit an derUniversität Damaskus, war aber nun unterwegs auf einer kleinen Reise durchSyrien mit einem deutschen Freund. Wir hatten die Ereignisse über das Internetverfolgt, das Auswärtige Amt hatte bereits die übliche Warnung herausgegeben,sich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten. Aus irgendeinem Grundhielten wir jedoch Latakia für besonders sicher, wohl wegen seines sehr hohenalawitischen und christlichen Bevölkerungsanteils – von diesen Konfessionen warkaum Protest zu erwarten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Nun war Latakia auf einmal eineganze Nacht lang (es war die Nacht vom 24. auf den 25.03.) ununterbrochenen vonAutohupen und vom Krachen von Feuerwerkskörpern erfüllt. Am früheren Abendhatten wir noch gescherzt, es gäbe heute wohl außergewöhnlich viele Hochzeitenzu feiern. Gegen zwei Uhr nachts war ich so beunruhigt von diesemohrenbetäubenden Lärm, dass ich im Schlafanzug auf die Straße vor dem Hostel liefund zwei Männer anhielt, die vorbeiliefen. Auf die Frage, was los sei, sagtensie. „Ein Fest! Wir feiern alle unseren Präsidenten!“ Diese Autokorsos undnächtlichen Feste für den Präsidenten wurden wenig später ganz alltäglich. Immerwieder sah man Autokolonnen voller junger Männer und Frauen, die sich aus denFenstern und aus der Dachluke hängten oder auf der Ladefläche von Kleinlasterndrängten, vollbehängt mit syrischen Fahnen und Portraits des Präsidenten. Siehupten, grölten, machten das Victory-Zeichen. Diese Feierei hatte manchmaletwas extrem Aggressives an sich, und wie sollte sie auch nicht, schließlichwurde in diesen Tagen auf einmal eine jahrzehntealte Ordnung in Frage gestellt,auf der das Leben dieser Menschen aufbaute. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-tK9pPKtLB-4/TeUjj1pRaOI/AAAAAAAAAQo/E7ZplTJv6Ms/s1600/Bild+3+Demonstration+f%25C3%25BCr+Assad.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="230" src="http://1.bp.blogspot.com/-tK9pPKtLB-4/TeUjj1pRaOI/AAAAAAAAAQo/E7ZplTJv6Ms/s320/Bild+3+Demonstration+f%25C3%25BCr+Assad.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Gegen-Demonstration für al-Assad&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Gegenstimme zu dieserBaschar-Huldigung ließ nicht auf sich warten. Am nächsten Tag, einem Freitag, kames in Latakia zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, unter anderem in der Nähedes Tetrapylons, eines der wenigen Relikte, das dieser modernen Küstenstadt ausseiner antiken Tradition als Handelsstadt geblieben ist. Noch am Abend zuvorhatten wir unter den Säulen Thymianbrot gegessen, nun sahen wir aufAmateurvideos im Internet, wie eine lärmende Menschenmenge daran vorbeizog undihre Solidarität mit Der’a kundtat. Abends schlug uns ein Pole aus dem Hostelvor, die Straßen anzuschauen, in denen die Demonstrationen stattgefunden hattenund vielleicht noch stattfanden. Die Innenstadt von Latakia war nahezumenschenleer, die meisten Geschäfte geschlossen. In der Hauptstraße war dieStimmung gespenstig, vor allem wahrscheinlich, weil der Strom abgeschaltetworden war. Der Boden war bedeckt von Scherben und herausgerissenen Steinen,mitten auf der Straße lag ein umgedrehtes Auto, an mehreren Stellen qualmtennoch Barrikaden aus Mülleimern vor sich hin. Wir begegneten mehreren jungenMännern, die uns sagten, wir sollten auf keinen Fall weiter die Straße hinuntergehen. In der Ferne, am Ende der Straße, konnte man vereinzelt Schüsse und Krankenwagensirenenhören. Mir für meinen Teil reichte das völlig, aber die beiden anderen wollten nochweiter, der Pole machte Fotos. An einer Straßenecke sah ich in dann auf einmaleinige dieser durchsichtigen Schutzschilde für Polizisten an der Wand lehnen. Aufdem Boden davor stapelten sich Helme.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;Erst bei genauerem Hinsehen bemerkte ich,dass hinter den Schilden Männer auf dem Boden kauerten, an die Hauswändegedrängt, zum Teil schlafend. Das sollten also die Männer sein, die heutegewaltsam gegen die Proteste vorgingen und einige Demonstranten töteten? Wennman sie hier so schlafen sah, konnte man sie eher für arme Kerle halten. WenigeMeter weiter standen mehrere Busse und Autos voller schlafender Männer,offensichtlich Sicherheitskräfte und Männer vom Geheimdienst. Vielleicht musstensie hier in Erwartung der Demonstrationen des nächsten Tages schlafen. Auf demRückweg begegneten wir noch Männern vom Geheimdienst, die auch Passantenanzuhalten schienen, doch ließ man uns unbehelligt weiterziehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Stimmung in Latakia waraufgeladen und angespannt, Größeres schien sich anzubahnen. So reisten wir amnächsten Mittag Richtung Damaskus ab, noch am selben Tag eskalierte die Lage inLatakia und wenig später wurde die Stadt vom Militär abgeriegelt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dieses Erlebnis blieb dasAufregendste, das ich von der syrischen Revolte mitbekommen habe. Aufverstörende Weise bekam ich schon hier zu spüren, dass sich ein zunehmendtieferer Graben durch die Bevölkerung zu ziehen begann, ein Graben, an dessenRändern sich sowohl die Pro-Assad-Aktivisten als auch die Oppositionellen zuradikalisieren begannen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin-bottom: .0001pt; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-5632754102352274232?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/5632754102352274232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/fruhling-in-syrien.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5632754102352274232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/5632754102352274232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/fruhling-in-syrien.html' title='Frühling in Syrien'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-6iOdLkOV4kI/TeUh4WEzboI/AAAAAAAAAQg/sV53cnQOIFo/s72-c/Bild+1+Baschar+al-Assad+und+seine+Frau.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-2356473081394538940</id><published>2011-05-16T10:23:00.005+02:00</published><updated>2011-05-31T19:29:35.751+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Syrien'/><title type='text'>Händchenhaltende Syrer</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Von Paula Manstetten &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vorbemerkung der Redaktion:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der folgende Text bezieht sich auf den Artikel »&lt;a href="http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2011-04/austauschstudentin-damaskus" target="_blank"&gt;Ein kurzes Jahr an der Uni Damaskus&lt;/a&gt;«, der am 10. Mai 2011 auf ZEIT-Online veröffentlicht wurde. Frau Manstetten ist Studentin an unserem Institut.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-6f0V0gDizCQ/TdDaOV2mwkI/AAAAAAAAAQU/ina0Kn9y7Os/s1600/gamiatdimashq.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="175" src="http://3.bp.blogspot.com/-6f0V0gDizCQ/TdDaOV2mwkI/AAAAAAAAAQU/ina0Kn9y7Os/s200/gamiatdimashq.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Letztes Wochenende erschien in der Onlineausgabe der ZEIT ein Artikel über mich – als deutsche Studentin an der Universität Damaskus.&amp;nbsp; Zeitungsartikel sind, wenn man sie nicht selbst schreibt, nie ganz so, wie man es sich gewünscht hätte. Daher möchte ich im Folgenden einige Anmerkungen loswerden und manches klarstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kontakt zu der Journalistin, die übrigens selbst&amp;nbsp; noch eine Studentin ist, kam zufällig zustande, und ich sah ihre Anfrage, einen Artikel über mich schreiben zu dürfen, als Chance, mit einigen Vorurteilen über Syrien aufzuräumen. Ich nahm sie in eine Vorlesung an der Uni und auch zu mir nach Hause in meine Gastfamilie mit. Wir führten ein langes Gespräch, insbesondere darüber, wie sich der Alltag in Syrien meistern lässt und wie es einer Ausländerin wie mir gelingen kann, sich in Syrien zu »integrieren« – wenigstens bis zu dem Grade, dass man sich nicht mehr als Außenseiter fühlt. Aufgrund der politischen Lage änderte sich im Nachhinein das Thema des Artikels, und von unserem Gespräch blieben leider nur einige Marginalien stehen, die, wie ich meine, doch ein etwas verzerrtes Bild von Syrien (und vielleicht auch von mir) vermitteln könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dürfen syrische Paare nicht Händchen halten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im Studium macht man sich bei Texten immer wieder bewusst, dass sie oft mehr über den Autor aussa- gen, der sie geschrieben hat, als über den Gegenstand, den er gerade behandelt.&amp;nbsp; Die Journalistin hatte &lt;br /&gt;– sicher nicht bewusst und in irgendeiner bösen Absicht – das Bedürfnis, insbesondere Unterschiede zwischen Syrien und Deutschland zu finden, gesellschaftliche Konventionen herauszustellen, die uns in Deutschland als abwegig oder doch zumindest als fremd erscheinen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-o8_rIq7K0TM/TdDcCuAN3jI/AAAAAAAAAQY/Mk8S6swRRso/s1600/hldnghands.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-o8_rIq7K0TM/TdDcCuAN3jI/AAAAAAAAAQY/Mk8S6swRRso/s200/hldnghands.jpg" width="176" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ursprünglich hatte sie z.B. geschrieben, es sei in Syrien nicht gesetzlich vorgeschrieben, ein Kopftuch zu tragen. Damit hat sie völlig recht – natürlich ist es nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber das sollte einen nicht verwundern, insbesondere sollte es nicht dargestellt werden, als sei es etwas ganz Bemerkenswertes.&amp;nbsp; Aber die Assoziationskette Arabisches Land &amp;gt; Islam &amp;gt; Kopftuch läuft eben leider ganz automatisch ab. Was seinen Weg dann in den Artikel fand, war die missverständliche Aussage, es sei in Syrien ein ungeschriebenes Gesetz, dass Pärchen in der Öffentlichkeit nicht Händchen halten dürften. Das stimmt so natürlich nicht. Wohl sieht man in Syrien weniger Paare Händchen halten als in Deutschland, und dass sie es gar nicht tun, mag auf einzelne, besonders traditionelle&amp;nbsp; Stadtviertel von Damaskus durchaus zutreffen. Aber es gibt sie und sie sind keine Ausnahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Diese »Händchenhaltgeschichte« verweist eigentlich auf ein anderes Problem. Meinem Eindruck nach ist es für junge Menschen in Syrien schwieriger, Beziehungen zu führen und so offen auszuleben, wie es bei uns der Fall ist. Die soziale Kontrolle ist größer, Beziehungen vor der Ehe sind nicht allgemein akzeptiert, es kommt also sehr auf die Familie an, aus der man stammt. Insofern tut man auch hier gut daran, sich den Einzelfall anzuschauen und sich mit Verallgemeinerungen zurückzuhalten. Im Umgang mit Beziehungen zwischen Frauen und Männern ziehen sich die Brüche natürlich nicht nur durch die einzelnen Konfessionen (von denen in kaum einem Land der Welt so viele vertreten sind wie in Syrien!), Brüche findet man vor allem auch innerhalb dieser Konfessionen. Dazu könnte man noch viel sagen (und noch mehr müsste man dazu fragen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ich habe Damaskus als sehr „liberale“ Stadt erlebt, in der viele unterschiedliche Lebensentwürfe möglich sind. (Diese Freiheit gilt freilich, wie wir derzeit besonders deutlich sehen, &lt;i&gt;überhaupt nicht für die Politik&lt;/i&gt;, für andere Bereiche aber schon). Man findet hier fast alles, was man sich nur vorstellen kann – vorausgesetzt, man ist neugierig genug. Völlig verschleierte Frauen neben Frauen mit Kopftuch, Minirock und Highheels, Breakdancer, Metal-Rocker, Bauern auf Pferdekarren und so weiter und so fort. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eine Deutsche und ihr »Kindheitstraum«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Aus irgendeinem Grund schien es besonders erwähnenswert, dass ich in Syrien deutsches Brot und italienischen Caffè getrunken habe. Das stimmt, aber ich bin keine »Fundamentalistin«, was diese Dinge betrifft, und habe natürlich nicht »jeden Morgen Schwarzbrot in einer Pfanne aufgewärmt«, weil es keinen Toaster gab, wie im ZEIT-Artikel zu lesen ist. Ich mag wirklich deutsches Vollkornbrot lieber als die syrischen Brotfladen, aber auch an die habe ich mich gewöhnt. Es kommt ja vor allem darauf an, was man dazu isst … da stehen der deutschen Marmelade dann wunderbare Kichererbsen- und Auberginenpasten gegenüber, ganz zu schweigen vom unübertrefflichen &lt;i&gt;Zayt wa-Za’tar&lt;/i&gt;, Olivenöl und Thymian. Und warum nicht gelegentlich mal Bohnen mit frischen Tomaten und Kräutern frühstücken, oder Kischek, diese feine Suppe aus Bulgur, Schafskäse, Knoblauch und Zwiebeln …? All das wäre, denke ich, für einen deutschen Leser viel interessanter gewesen als diese scheinbar Scheuklappen tragende Deutsche, die auf ihr deutsches Brot besteht &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ich bin Deutsche, das sagt mein Pass, meine Muttersprache ist deutsch, manches an mir mag auch »typisch Deutsch« sein. Was kulinarische Vorlieben angeht, bin ich jedoch Italienerin, was Musik betrifft, gehöre ich ins 19. Jahrhundert nach Italien oder ins 20. Jahrhundert nach Nordamerika und eigentlich noch an sehr viele andere Orte, wenn es um Literatur geht, zieht es mich tendenziell nach England oder Russland und so weiter und so fort. Und gleichzeitig ist es wieder typisch deutsch, nicht deutsch sein zu wollen … Es ist ja gar nichts Neues –&lt;i&gt; jeder Einzelne von uns ist Viele&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-lXCzFd6_M08/TdDeIIxVJPI/AAAAAAAAAQc/xG1W4oytjDc/s1600/wlrdglob.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-lXCzFd6_M08/TdDeIIxVJPI/AAAAAAAAAQc/xG1W4oytjDc/s200/wlrdglob.jpg" width="198" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ganz abgesehen davon, dass ich statt der Staatsangehörigkeit »deutsch«&amp;nbsp; lieber die Weltangehörigkeit »Mensch« hätte, war Syrien für mich auch eine Art Experiment: wie syrisch kann ich werden, ohne mich selbst aufzugeben? Diese Frage bleibt schwer zu beantworten. Aber festgestellt habe ich, dass ich ganz ich selbst bleiben durfte, und trotzdem ein bisschen syrisch geworden bin. All das, was im Artikel an »Schwierig- keiten« erwähnt wird – dass man sich als Frau, je nach Nachbarschaft, nicht im eigenen Haus mit Männern treffen kann, dass man als Frau nicht Fahrrad fährt etc. – war im Endeffekt marginal. Man arrangiert sich damit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel wichtiger ist es ja eigentlich, offen und neugierig zu sein darauf, welche Möglichkeiten sich stattdessen in Syrien bieten, die man in Deutschland nicht hat. Da wären zum Beispiel die Minibusse … sie machen das Fahrrad überflüssig. Ich bin ein großer Fan dieser Minibusse geworden! Man muss nur die Route kennen, die sie fahren, dann kann man sich einfach an den Straßenrand stellen, sie heranwinken, und später wieder aussteigen, wo man will. Es gibt keine festen Haltestellen, man muss nur eines der vielen Sprüchlein kennen, die man dem Fahrer zurufen kann, damit er einen aussteigen lässt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; In den letzten drei Wochen meines Aufenthalts zog ich zu einer Freundin und ihrer kleinen Tochter. R**** ist Syrerin, hat 7 Jahre in Japan gelebt, einen türkischen Mann geheiratet, in der Türkei gelebt. Als er starb, zog sie zurück nach Syrien. Wir waren eigentlich eine schöne kleine Multi-Kulti-WG, obwohl wir nur zu dritt waren. Sehr bezeichnend für diese bunte Mischung, die ich in Syrien wirklich oft erleben durfte, war wohl mein letztes Frühstück, bevor ich abreisen musste. R****s Tante und ihre Tochter, auch eine sehr gute Freundin von mir, waren zu Besuch. Wir aßen das traditionelle syrische Ful und Humus und&amp;nbsp; tranken dazu italienischen Espresso, den ich mit meiner kleinen Espressomaschine vom Markt in Rom gekocht hatte. Vor dem Essen sang R****s Tante ein buddhistisches Gebet … im Fernsehen lief derweil die britische Traumhochzeit – auf dem französischen Sender TV5. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dass es mein Kindheitstraum war, nach Syrien zu reisen, hörte sich wahrscheinlich »ganz super« an. Aber Träume hatte ich als Kind viele, habe ich auch jetzt noch. Damaskus kam da vielleicht an dritter Stelle nach Italien und Indien. &lt;a href="http://www.soukmagazine.de/streiten/der-assad-clan-hat-viele-visagen/" target="_blank"&gt;Rafik Schami&lt;/a&gt; (und auch Hauffs&amp;nbsp; Märchen) waren tatsächlich Ausgangspunkte einer romantisch übersteigerten Orientsehnsucht, die ich hatte. Dieser Orient war voller Kuppeln, Mina- rette und Dattelpalmen, bevölkert von Geschichtenerzählern, Kamelreitern und listigen Zauberern, und über all dem schwebte wahrscheinlich ununterbrochen ein Sichelmond … Man muss diese Vorstellungen ja nicht verteufeln, wenn sie zur Basis für ein gewisses Interesse werden und Neugierde wecken. Sie dürfen eben nur der Ausgangspunkt, nicht der Endpunkt einer Beschäftigung mit »dem« Orient sein. Ohne Rafik Schamis Romane hätte ich vielleicht nie Arabistik studiert, wer weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; All diese früheren Bilder habe ich natürlich gar nicht erwartet, als ich im September nach Damaskus fuhr. Enttäuscht wurde ich nur im Sinne einer Reihe von Ent-täuschungen, Aufhebungen von Täuschungen – es ist dieses wunderbare Gefühl einer Erkenntnis, die nicht einmal tief gehen muss, die einem aber auf einmal zeigt: das-und-das hast du erwartet – sieh mal, es stimmt gar nicht so, es ist doch ganz anders, und auch dieses »anders« ist natürlich nur eine Schicht, unter der die Wahrheit noch tief verborgen liegt. So gesehen hatte die Journalistin natürlich recht, wenn sie mir in den Mund legte: »Denn auf diesem Weg schaffe man sich seine eigenen Bilder im Kopf.« Eigentlich meinte ich mit Ent-täuschung aber gerade den Versuch, diese Bilder im Kopf zu hinterfragen und im besten Falle aufzuheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Insofern gibt es zwei Dinge, die sich jeder in den Koffer packen sollte, wenn er ins Ausland geht: Gelassenheit und Neugier. Diese Dinge mögen freilich oft schon nützlich sein, wenn man nur den eigenen Nachbarn besucht. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-2356473081394538940?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/2356473081394538940/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/handchenhaltende-syrer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/2356473081394538940'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/2356473081394538940'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/handchenhaltende-syrer.html' title='Händchenhaltende Syrer'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-6f0V0gDizCQ/TdDaOV2mwkI/AAAAAAAAAQU/ina0Kn9y7Os/s72-c/gamiatdimashq.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4143366275091523775</id><published>2011-05-01T07:58:00.010+02:00</published><updated>2011-05-31T19:30:38.970+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Orientalismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><title type='text'>»Live At The Mosque«</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Was wären die US-amerikanische Musikgeschichte und das dazugehörige Entertainment-Bizness des 20. Jahrhunderts ohne Moscheen gewesen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Marco Schöller&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-LCG81Ue33ac/TbzDr6-5V2I/AAAAAAAAAOA/DnWk8EgbwIE/s1600/Officers+of+the+New+York+Mecca+Temple.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="192" src="http://3.bp.blogspot.com/-LCG81Ue33ac/TbzDr6-5V2I/AAAAAAAAAOA/DnWk8EgbwIE/s320/Officers+of+the+New+York+Mecca+Temple.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die Freimaurer-Bewegung der sogenannten »&lt;a href="http://www.shrinershq.org/ShrinersHQ/" target="_blank"&gt;Shriners&lt;/a&gt;«, die in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in den USA entstanden ist und bis heute lebendig ist, hat, wie hierzulande vielleicht nicht bekannt oder schon wieder in Vergessenheit geraten ist, der Welt eine der kuriosesten Spielarten des westlichen Orientalismus beschert:&lt;br /&gt;Sie geben sich arabische Namen, unterteilen sich in »Caravans«, treffen sich in »Oasen« und haben sich als Kopfbedeckung den Fez, als &lt;a href="http://www.freemasonhall.com/appendant_bodies/shriners_history.html" target="_blank"&gt;Symbole Krummschwert, Stern und Halbmond&lt;/a&gt; erwählt (was deutsche Liebhaber von Laurel &amp;amp; Hardy-Filmen aus »Die Wüstesöhne« / »Sons of the Desert« von 1933 kennen werden, wo »Dick &amp;amp; Doof« eben eine Zusammenkunft der Shriners besuchen). Symbolik und Tracht der Shrines sind demnach im 20. Jh. eher »osmanisch«, während noch im 19. Jh. ein eher »arabisierendes«&amp;nbsp; Auftreten dominiert, wie auf dem obigen Photo der »Officers« des New Yorker Mecca Temple zu sehen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber vor allem bauten sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. »Shrines« oder »Temples«, die wegen ihres neo-maurischen oder neo-mamlukischen Stils entweder »Mosques« hießen bzw. allgemein so genannt wurden. Und um diese »Moscheen« geht es im folgenden ... Was aber haben sie mit der Musikgeschichte der USA zu tun? Die Antwort ist einfach: Die »Mosques« der Shriners waren, zumindest in den größeren Städten, während der ersten Hälfte des 20. Jhs. oft die größten Bauten für Zusammen- künfte und Versammlungen, die zugleich als »Auditorium«, also als Opernhaus, Konzertsaal und Theater genutzt werden konnten oder auch sollten. Nicht selten boten sie mehreren Tausenden Platz, und üblicherweise umfaßten die »Mosques« außerdem einen Ballsaal und/oder ein Restaurant, ebenfalls von riesigen Dimensionen. Manche hatten auch ein Schwimmbad, Tanzstudios und anderes mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrzahl der Konzerthallen bzw. Auditorien in US-amerikanischen Großstädten waren bis in die 1970er Jahre hinein tatsächlich solche Shriners-Tempel, viele sind noch heute als »Civic Center« oder »Shrine Auditorium« in Nutzung. Die »Shrines« wurden allgemein als multifunktionale »Stadthallen« genutzt, wie etwa hierzulande die Halle Münsterland oder die Westfalenhallen in Dortmund. Es machte dabei in der Regel keinen Unterschied, ob die »Shrines« über die Jahrzehnte im Besitz der Shriners blieben (wie etwa in Springfield, Missouri) oder im Lauf der Zeit, oft schon in den 1930er und 1940er Jahren, in den Besitz der jeweiligen Stadt übergegangen waren. Daß schon seit Stummfilm- und Schellackzeiten viele Protagonisten im Theater- und Musikbusiness selbst Shriners waren, hat die Nähe ihrer Einrichtungen zum Musikgeschäft natürlich begünstigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber mir geht es im folgenden nur um diejenigen »Shrines«, die tatsächlich »Mosques« hießen oder so genannt wurden. Daneben gibt es eine Reihe von neo-mamlukischen Bauten, die ebenfalls ursprünglich »Shrines« waren, aber niemals »Mosques« genannt wurden (außer ggf. im internen Gebrauch der Shriners selbst). Ein bekanntes Beispiel dafür ist beispielsweise das &lt;a href="http://www.shrineauditorium.com/" target="_blank"&gt;Shrine Civic Auditorium&lt;/a&gt; in &lt;b&gt;Los Angeles&lt;/b&gt; von 1926 (siehe &lt;a href="http://de.structurae.de/photos/index.cfm?JS=8955" target="_blank"&gt;auch hier&lt;/a&gt;):&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-PnRYtVGGYp4/TbzJ0wWYaoI/AAAAAAAAAOE/h-1ELm4VRpI/s1600/shrine+auditorium+la.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="220" src="http://1.bp.blogspot.com/-PnRYtVGGYp4/TbzJ0wWYaoI/AAAAAAAAAOE/h-1ELm4VRpI/s320/shrine+auditorium+la.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Dieses Gebäude hat über die Jahrzehnte zahlreiche Konzerte und Auftritte namhafter Künstler gesehen, etwa von Ray Charles am 20. September 1964 (auch auf Schallplatte veröffentlicht), um nur dieses eine Beispiel zu nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer, ebenfalls neo-mamlukischer »Shrine«, der jedoch ebenfalls nicht als »Mosque« bekannt geworden ist (obwohl es auf alten Postkarten noch so zu lesen ist, s. unten), ist das &lt;a href="http://www.foxtheatre.org/" target="_blank"&gt;Fox Theatre&lt;/a&gt; in &lt;b&gt;Atlanta&lt;/b&gt;. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bauten dieser Art wurde es von den 1940ern bis in die 1960er Jahre kaum als Konzerthaus, sondern v.a. als Kino genutzt. Auf den Webseiten des Fox kann man &lt;a href="http://www.foxtheatre.org/foxhistory.aspx" target="_blank"&gt;dessen Geschichte nachlesen&lt;/a&gt;. Hier noch zwei Abbildungen dieses »Shrines«, der ursprünglich »Yaarab Temple Shrine Mosque« hieß, aber schon in den 1930er Jahren in den Besitz der Stadt abgegeben wurde; wie auch im Fall vieler anderer »Shrines« waren die Freimaurer nach der ruinösen Depression nicht mehr in der Lage, ihre so großzügig geplanten Gebäude zu unterhalten ...&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Oe5OBYAeZxw/TbzN3lFOAhI/AAAAAAAAAOM/QJwro2gKAJI/s1600/atlanta+fox+12.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="202" src="http://2.bp.blogspot.com/-Oe5OBYAeZxw/TbzN3lFOAhI/AAAAAAAAAOM/QJwro2gKAJI/s320/atlanta+fox+12.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-IEHYV6h-Ius/TbzNxeiXyCI/AAAAAAAAAOI/E_-KDo9eYRc/s1600/atlanta_fox_01.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-IEHYV6h-Ius/TbzNxeiXyCI/AAAAAAAAAOI/E_-KDo9eYRc/s320/atlanta_fox_01.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Und schließlich ist hier noch über den »&lt;a href="http://www.nycago.org/Organs/NYC/html/MeccaTemple.html" target="_blank"&gt;Mecca Shrine Temple&lt;/a&gt;« in &lt;b&gt;New York &lt;/b&gt;zu reden, der sozusagen das »Mekka« aller »Shrines« ist: In New York wurden ja die Shriners als »Ancient Arabic Order of the Nobles of the Mystic Shrine« &lt;a href="http://meccashriners.org/wordpress/?page_id=5" target="_blank"&gt;im Jahr 1872 gegründet&lt;/a&gt;, und der Mecca Temple war als dessen zentrales Gebäude 1923 errichtet worden. Dieser neo-maurische Bau ist heute als »&lt;a href="http://www.nycitycenter.org/content/about/history.aspx" target="_blank"&gt;New York City Center&lt;/a&gt;« bekannt und bietet Platz für 2.750 Besucher. Als der Bau 1943 in den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_York_City_Center" target="_blank"&gt;Besitz der Stadt New York überging&lt;/a&gt; – zunächst umbenannt zu »City Center of Music and Dance« –, wurde daraus der erste Bau für kulturelle und musikalische Darbietungen in Manhattan.&amp;nbsp; Das Eröffnungskonzert spielten die New Yorker Symphoniker. Bis in die 1970er hielt sich der New York City Center in Konkurrenz zum Broadway Theater, der Carnegie Hall und dem Metropolitan Opera House. Nach der Mitte des 20. Jahrhunderts lag der Schwerpunkt der Veranstaltungen auf Oper, klassischem Konzert und Musical. Nach einer Renovierung in den 1990ern ist der Center v.a. ein Schwerpunkt für Musical-in-Concert und modernen Tanz. Für die Geschichte der Pop- und Rockmusik spielt das Konzerthaus hingegen kaum eine Rolle. Hier einige Detailansichten:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-71Ywla9t-Lc/TbzQ7TQ4yqI/AAAAAAAAAOU/pzmaXl4VOa4/s1600/newyorkcc.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-71Ywla9t-Lc/TbzQ7TQ4yqI/AAAAAAAAAOU/pzmaXl4VOa4/s320/newyorkcc.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-56TNGfdWuiA/TbzRJ30eehI/AAAAAAAAAOc/X_j-oy6snAg/s1600/newyorkcc_entr.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://3.bp.blogspot.com/-56TNGfdWuiA/TbzRJ30eehI/AAAAAAAAAOc/X_j-oy6snAg/s320/newyorkcc_entr.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Doch nun zu den »Shrine Auditoria«, die tatsächlich als »Mosque« bekannt waren oder noch sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(a) &lt;/b&gt;Richmond, Virginia: &lt;b&gt;Die »Richmond Mosque«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die »Richmond Mosque« – heute bekannt als das »&lt;a href="http://www.landmarktheater.net/default.asp?landmark=13" target="_blank"&gt;Landmark Theater&lt;/a&gt;« bzw. »Civic Center« – bietet Platz für 4.600-5.000 Besucher, je nach Bestuhlung. Zudem gibt es einen Swimming-Pool, einen Dachgarten, Lounge Rooms, eine Bowlingbahn und einen Schlafsaal ...&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»The Auditorium decorations include Saracenic decorations and five paintings bordering the proscenium arch of the stage. Ornamental tile used in the interior was imported from Spain, Italy and Tunis, along with lush carpets, silken curtains and paintings. Besides the auditorium the building contains 24,300 square feet of office space, an 18,000 square foot ballroom and a 20 by 70 foot swimming pool. Some of America’s greatest entertainers have appeared on its stage.« (&lt;a href="http://scottymoore.net/richmond.html" target="_blank"&gt;Quelle&lt;/a&gt;) &lt;/blockquote&gt;Ursprünglich war das Gebäude der »Acca Temple Shrine«, der aber wegen seines neo-maurischen Stils allgemein »die Moschee« genannt wurde. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Landmark_Theater_%28Richmond,_Virginia%29" target="_blank"&gt;Der Bau wurde 1925-26 errichtet&lt;/a&gt; und in den 1940ern an die Stadt Richmond verkauft. Eine Restaurierung fand 1994-95 statt; der Bau wird heute für Musicals und Theateraufführungen genutzt.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-UUmS1r1wYpk/TbzU1a2DhHI/AAAAAAAAAOk/hE1SbRnvN2c/s1600/mosque+richmond11.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-UUmS1r1wYpk/TbzU1a2DhHI/AAAAAAAAAOk/hE1SbRnvN2c/s320/mosque+richmond11.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-fy0JvBaWwlk/TbzUt-W96_I/AAAAAAAAAOg/DE5PsQZUdOY/s1600/richmond+mosque001.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="187" src="http://2.bp.blogspot.com/-fy0JvBaWwlk/TbzUt-W96_I/AAAAAAAAAOg/DE5PsQZUdOY/s320/richmond+mosque001.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-cJV2fqhAWgY/TbzU8Q5riBI/AAAAAAAAAOo/ZHZg2xfXo-4/s1600/richmond_landmark.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-cJV2fqhAWgY/TbzU8Q5riBI/AAAAAAAAAOo/ZHZg2xfXo-4/s320/richmond_landmark.jpg" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zum Mecca Shrine in New York hat die Richmond Mosque eine große Bedeutung für die Pop- und Rock-Musik der 1950er und 1960er Jahre. Besonders gut dokumentiert sind die Auftritte von &lt;b&gt;Elvis Presley&lt;/b&gt; 1955-56, der hier schon spielte, als er noch nicht sehr berühmt war:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-94a3qPtTAnc/TbzVvwsYNiI/AAAAAAAAAOs/oUuzWyQuHDM/s1600/elvis-has-left-mosque+richmond.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="161" src="http://4.bp.blogspot.com/-94a3qPtTAnc/TbzVvwsYNiI/AAAAAAAAAOs/oUuzWyQuHDM/s200/elvis-has-left-mosque+richmond.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Er trat in der Richmond Mosque noch als ein Sänger unter vielen in der »Grand Ole Opry«-Revue bzw. dem Jamboree von Hank Snow auf, im Mai 1955. Und später kam er wieder, als er bereits Solo unterwegs war, wenn auch zuerst noch nicht als Berühmtheit. Eine &lt;a href="http://scottymoore.net/richmond.html" target="_blank"&gt;Webseite von Scotty Moore&lt;/a&gt;, der in den ersten Jahren mit Elvis spielte und tourte, bietet viele seltene Photodokumente von Elvis Auftritten in der Richmond Mosque. Es sind dies einzigartige musikgeschichtliche Dokumente, die kaum bekannt sind. Insgesamt trat Elvis Presley in den Jahren 1955 und 1956 fünfmal auf dieser Bühne auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 1950er und 1960er Jahren gab es zahlreiche weitere Auftritte nahmhafter Pop-, Country- und Rockgruppen oder -SängerInnen. So etwa am 24. November 1957, als Alan Freeds »Biggest Show of Stars for 1957« in der Richmond Mosque gastierte. Dabei waren u.a.: Chuck Berry, Paul Anka, The Drifters, LaVern Baker, The Everly Brothers und Clyde McPhatter.&lt;br /&gt;Bekannt ist auch der &lt;a href="http://vintagerva.blogspot.com/2011/02/bob-dylan-at-mosque-february-11th-1966.html" target="_blank"&gt;Auftritt von Bob Dylan&lt;/a&gt; am 11. Februar 1966, nicht anders als die »Summer's Best Show« von Diana Ross &amp;amp; The Supremes am 30. August 1968:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-HPzGl6YEmi8/TbzZz0LTbhI/AAAAAAAAAOw/wEF3RfeNR8s/s1600/suprrichmond.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-HPzGl6YEmi8/TbzZz0LTbhI/AAAAAAAAAOw/wEF3RfeNR8s/s400/suprrichmond.jpg" width="231" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ansonsten gastierten auf der Bühne der Richmond Mosque auch The Who und The Troggs (Juli 1968) sowie The Jimi Hendrix Experience (20. August 1968). Diese und viele weitere Daten hat ebenfalls Scotty Moore &lt;a href="http://www.scottymoore.net/mosque.html" target="_blank"&gt;auf einer weiteren Webseite&lt;/a&gt; zusammengetragen und ausführlich illustriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(b)&lt;/b&gt; Pittsburgh, Pennsylvania, im Stadtteil Oakland: &lt;b&gt;Die »Syria Mosque«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der »Syria Mosque« in Pittsburgh handelte es sich um das bekannteste Konzerthaus der USA, das den Namen »Mosque« trägt. Der Name erklärt sich aus der hiesigen Gruppe der Shriners, die sich den Namen »Syria« und deshalb ihrem »Tempel« den Titel »Syria Mosque« gegeben hatten. Zum einen haben sehr viele bekannte Namen der klassischen &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; populären U-Musik die Syria Mosque mit ihren Auftritten geehrt, zum anderen hatte sie unter allen Mosques die längste aktive Geschichte: von den frühen 1940ern bis zum Ende der 1980er. Da erscheint es besonders tragisch, daß der Bau, der 1912 im neo-maurischen Stil errichtet worden war, 1991 &lt;a href="http://pghlayers.wordpress.com/" target="_blank"&gt;abgerissen&lt;/a&gt; wurde, um &lt;a href="http://bradystewartphoto.photoshelter.com/gallery/Pittsburgh-Buildings-That-Are-Gone/G0000u6LTlRWbLk0/" target="_blank"&gt;einem Parkhaus&lt;/a&gt; Platz zu machen.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ySZlfgm-lKY/Tbzc6KiY83I/AAAAAAAAAO0/rHqnfrmGoww/s1600/syriamosque5.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="187" src="http://3.bp.blogspot.com/-ySZlfgm-lKY/Tbzc6KiY83I/AAAAAAAAAO0/rHqnfrmGoww/s320/syriamosque5.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bAydJQCxwic/Tbzc_UE5BWI/AAAAAAAAAO4/-AMRc-dqqRA/s1600/syriamosque2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="232" src="http://1.bp.blogspot.com/-bAydJQCxwic/Tbzc_UE5BWI/AAAAAAAAAO4/-AMRc-dqqRA/s320/syriamosque2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-dX27CQjHw5o/TbzdFy2N9yI/AAAAAAAAAO8/QGL0uPiTNjI/s1600/syriamosque1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-dX27CQjHw5o/TbzdFy2N9yI/AAAAAAAAAO8/QGL0uPiTNjI/s320/syriamosque1.jpg" width="190" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-v8fSKT0jzq8/Tbzd-eI6MXI/AAAAAAAAAPQ/cFs4-JuFUiI/s1600/syriamosque10.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="245" src="http://4.bp.blogspot.com/-v8fSKT0jzq8/Tbzd-eI6MXI/AAAAAAAAAPQ/cFs4-JuFUiI/s320/syriamosque10.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Vor der Syria Mosque, 1926&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-vKs9Vpt8b6s/TbzdK8FkkfI/AAAAAAAAAPA/bRJhv1BPn38/s1600/syriamosque6.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-vKs9Vpt8b6s/TbzdK8FkkfI/AAAAAAAAAPA/bRJhv1BPn38/s320/syriamosque6.jpg" width="221" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Detail oben:&lt;br /&gt;Arabisches Schriftband "Wa-lâ ghâlib illâ Allâh",&lt;br /&gt;haargenau kopiert von der Vorlage auf den&lt;br /&gt;Wänden der Alhambra in Granada.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-nTj_Noe-Lnk/TbzdygWvRFI/AAAAAAAAAPM/XzFUAiQBIuo/s1600/syria+mosque+intern.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="243" src="http://3.bp.blogspot.com/-nTj_Noe-Lnk/TbzdygWvRFI/AAAAAAAAAPM/XzFUAiQBIuo/s320/syria+mosque+intern.gif" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-HXAHGQvqHuE/TbzdO2mLEnI/AAAAAAAAAPE/2S2QlcEmiQU/s1600/syriamosque3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="225" src="http://4.bp.blogspot.com/-HXAHGQvqHuE/TbzdO2mLEnI/AAAAAAAAAPE/2S2QlcEmiQU/s320/syriamosque3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Z9Q9WKghfaM/TbzdU5S6PYI/AAAAAAAAAPI/8snTxZzZABI/s1600/syriamosque9.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-Z9Q9WKghfaM/TbzdU5S6PYI/AAAAAAAAAPI/8snTxZzZABI/s320/syriamosque9.jpg" width="222" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ein sehr guter Überblick über die Bau- und Musikgeschichte der Syria Mosque &lt;a href="http://oldmonmusic.blogspot.com/2008/09/pave-paradise.html" target="_blank"&gt;findet sich hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Ebenfalls interessant: »&lt;a href="http://www.urbanartantiques.com/2009/severance-hall-syria-mosque/" target="_blank"&gt;The Fates Of Music Halls&lt;/a&gt;« und der Artikel von Peter B. King: »&lt;a href="http://dicesareengleronline.com/End_of_the_Syria_Mosque.php" target="_blank"&gt;End of Era: Big Names Made Mosque Pulsate&lt;/a&gt;« (&lt;i&gt;Pittsburgh Post-Gazette&lt;/i&gt;, Sunday, March 31, 1991).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter allen »Mosques« war die Syria Mosque diejenige, die am umfassendsten, nämlich sowohl für klassische wie auch für »nicht-klassische« Aufführungen genutzt wurde, namentlich für Pop-, Soul- und Rockmusik. Außerdem fanden Musicals, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen - Kongresse verschiedenster Art oder zum Beispiel auch die jährliche »Ebony Fashing Week« in den 1960ern - statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Kurzübersicht der berühmtesten Künstler, die über die Jahrzehnte in der Syria Mosque aufgetreten sind, würde ungefähr wie folgt aussehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Klassische Musik / Theater&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Enrico Caruso, Artur Rubinstein, Arturo Toscanini, Eugene Ormandy, Roberta Peters, Isaac Stern, Richard Tucker, Mario Lanza, Marian Anderson, George Gershwin, Yul Brynner, Henry Fonda, &lt;a href="http://pghlayers.wordpress.com/duse/" target="_blank"&gt;Eleonora Duse&lt;/a&gt;, Anna Moffo.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Jazz / Bigband&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt; Louis Armstrong, Guy Lombardo, Tommy Dorsey, Glenn Miller, Count Basie, Duke Ellington, Benny Goodman, Art Blakey, Dizzy Gillispie, Art Tatum, Sarah Vaughan, Bird Parker, Nat King Cole, Woody Herman, Liberace, Art Fiedler and the Boston Pops, Miles Davis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;R&amp;amp;B und Soul&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Chuck Berry, James Brown, Bo Diddley, Etta James, Big Joe Turner, LaVern Baker, Clyde McPhatter, Frankie Lymon &amp;amp; The Teenagers, Buddy Holly &amp;amp; The Crickets, Paul Anka, Pat Boone, Frankie Avalon, The Drifters, The Coasters, Sam Cooke, Fats Domino, Little Richard, Jackie Wilson, Ray Charles, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis, The Everly Brothers, Eddie Cochran, Duane Eddy, dazu noch in den 1960ern Joan Baez, Bob Dylan, Peter, Paul &amp;amp; Mary, The Kinks, The Yardbirds und The Who.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Rock &amp;amp; Pop&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Van Morrison, Pink Floyd, Public Enemy, Taj Mahal, David Bowie, ZZ Top, Frank Zapp, Santana, The Bee Gees, Whitney Houston, Genesis, Billy Joel, Tom Jones, Dire Straits, Alice Cooper, The Cure, Stevie Ray Vaughan und Bruce Springsteen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere bemerkenswerte Ereignisse in der Syria Mosque, die bei alledem für ihre schlechte Akustik berühmt war:&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1944: Uraufführung der »Jeremiah-Symphonie« am 28. Januar unter Leitung des Komponisten, Leonard Bernstein, mit der Mezzo-Sopranistin Jennie Tourel und dem Pittsburgh Symphony Orchestra (PSO).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1959: Uraufführung von Paul Hindemiths »Pittsburgh-Sinfonie« am 30. Januar, unter dessen eigener Leitung mit dem PSO.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;a href="http://pghlayers.wordpress.com/1963-2/" target="_blank"&gt;1963&lt;/a&gt;: Porky Chedwicks fünfte »Rock 'n' Roll-Show mit den Motown-Stars Mary Wells, The Miracles, The Marvelettes, The Contours, Marvin Gaye, Martha &amp;amp; The Vandellas, Marv Johnson und »Little« Stevie Wonder.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Und dann gab es da noch das &lt;a href="http://vivalesbootlegs.blogspot.com/2008/01/bangles-pattis-favourite-pittsburgh.html" target="_blank"&gt;legendäre Konzert der Bangles&lt;/a&gt; (»Walk Like An Egyptian«) am 13. Dezember 1986 ... fünf Jahre später stand die Syria Mosque &lt;a href="http://youngpreservationistsassociation.blogspot.com/2011/03/role-universities-can-play-in-fostering.html" target="_blank"&gt;nicht mehr&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Musik-Memorabilia der Syria Mosque:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-TEfQusIz6eo/TbzqH6gw8vI/AAAAAAAAAPk/AkJ2K2GksPM/s1600/pittsbconc1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="292" src="http://4.bp.blogspot.com/-TEfQusIz6eo/TbzqH6gw8vI/AAAAAAAAAPk/AkJ2K2GksPM/s400/pittsbconc1.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-M3cjtAD6ynQ/Tbz5OnPyaiI/AAAAAAAAAQQ/WIlFtWfifZU/s1600/pittsbconc2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="313" src="http://4.bp.blogspot.com/-M3cjtAD6ynQ/Tbz5OnPyaiI/AAAAAAAAAQQ/WIlFtWfifZU/s400/pittsbconc2.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-XEumE_f4mT0/TbznmQ6X-jI/AAAAAAAAAPc/3ZH0xlA_4do/s1600/Ebony+Okt+1972+p+177.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="325" src="http://2.bp.blogspot.com/-XEumE_f4mT0/TbznmQ6X-jI/AAAAAAAAAPc/3ZH0xlA_4do/s400/Ebony+Okt+1972+p+177.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Esther Phillips, im Oktober 1972&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(c)&lt;/b&gt; Newark, New Jersey: &lt;b&gt;Die »Newark Mosque«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute die »&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Newark_Symphony_Hall" target="_blank"&gt;&lt;u&gt;Newark Symphony Hall&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;«, wie das Konzerthaus seit 1964 offiziell heißt. Das Gebäude wurde, wie die Richmond Mosque, im Jahr 1925 im neo-klassizistischen Elementen errichtet, zunächst als »Salaam Temple« der Shriners. Bis in die 1960er Jahre war der Bau als »The Mosque Theatre« oder einfach als »The Mosque« bekannt, obwohl das Gebäude äußerlich gesehen insgesamt wenig - oder eigentlich gar nicht! - orientalisch oder »neo-maurisch«, sondern antikisierend erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zur Syria Mosque in Pittsburgh und der Richmond Mosque erreichte die Newark Mosque zu keiner Zeit dieselbe Bedeutung, obwohl bis in die 1960er Jahre immer wieder bekannte Namen dort auftraten. 1964 stand das Mosque Theatre vor dem finanziellen Ruin und konnte nur knapp vor dem Abriß gerettet werden. Der damalige Verantwortliche, Sol Hurok, sorgte dafür, daß das Gebäude in den Besitz der Stadt überging. Er sagte u.a. zum drohenden Abriß: » This would be a terrible misfortune for music. It is one of the great concert halls of the country, with marvelous acoustics and great sight lines. It must be preserved.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Konzertsaal mit 3.500 Plätzen ist heute nach der Jazz-Sängerin Sarah Vaughan benannt, die aus Newark stammte. Anders als bei der Syria Mosque in Pittsburgh lobt man allgemein die gute Akustik der Newark Mosque. Neben dem Konzertsaal beherbergt der Bau den Terrace-Ballroom und ein Tanzstudio. Allerdings wurde die Nutzung des Gebäudes nach der Eröffnung des New Jersey Performing Arts Center (NJPAC) zunehmend geringer.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-FUdA1JwIHlE/Tbzr2kAatNI/AAAAAAAAAPw/1bdYZM4fsS0/s1600/newark+symphony+hall+mosque.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="204" src="http://1.bp.blogspot.com/-FUdA1JwIHlE/Tbzr2kAatNI/AAAAAAAAAPw/1bdYZM4fsS0/s320/newark+symphony+hall+mosque.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-djEw6l73hEM/TbzrwoSFW4I/AAAAAAAAAPs/sJm4Iaxk8j8/s1600/newark+mosque.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="211" src="http://3.bp.blogspot.com/-djEw6l73hEM/TbzrwoSFW4I/AAAAAAAAAPs/sJm4Iaxk8j8/s320/newark+mosque.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In der Newark Mosque sind u.a. Leontyne Price und Robert Merrill, des weiteren Judy Garland und Count Basie aufgetreten. Unter den Soul- und Rock-SängerInnen wären zu nennen: Patti La Belle &amp;amp; The Bluebelles, Gladys Knight &amp;amp; The Pips, The Temptations und – in jüngerer Zeit – Queen Latifah. Frank Sinatra hatte dort in den 1940ern einen seiner ersten größeren Auftritte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folgende Daten aus der Konzertgeschichte der Newark Mosque sind erwähnenswert:&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1948: Konzert des NBC Symphony Orchestra unter A. Toscanini.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1951: Klassische Konzerte unter Leitung von Leonard Bernstein.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1953: Shaw Artists-Revue, u.a. mit Fats Domino, Amos Milburn und Margie Day.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;1964: Dave Clark Five, einer der letzten Konzerte dort in den 60ern.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Und Bob Dylan war natürlich auch mal da, im Jahr 1963:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7S_4rv-MiLY/TbztZ8sLwrI/AAAAAAAAAP0/BQIxrB6OqOw/s1600/richmond+1963+concert+ad1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-7S_4rv-MiLY/TbztZ8sLwrI/AAAAAAAAAP0/BQIxrB6OqOw/s320/richmond+1963+concert+ad1.jpg" width="217" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eine interessante Zusammenstellung von Memoiren einstiger Konzertbesucher der Newark Mosque gibt es &lt;a href="http://www.newarksymphonyhall.org/memories.php" target="_blank"&gt;auf dieser Webseite&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(d)&lt;/b&gt; Springfield, Missouri: &lt;b&gt;Die »Shrine Mosque« bzw. »Springfield Mosque«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gebäude wurde 1923 als »&lt;a href="http://www.theshrinemosqueonline.com/history" target="_blank"&gt;Abou Ben Adhem Shrine Mosque&lt;/a&gt;« errichtet, in neo-maurischem Stil bzw., wie es oft heißt, in »arabesque design«. Es gehört bis heute dem Ancient Arabic Order of the Nobles of the Mystic Shrine und ist Veranstaltungsort des jährlichen Shrine Circus. Der Bau wird, bis heute, auch als Konzerthaus genutzt, konnte sich aber nie zu einer »erste Adresse« im Musik-Business aufschwingen, weder im Bereich der klassischen noch im Bereich der Jazz- und Unterhaltungsmusik.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-hmiWfGso0xY/TbzvFU3E7dI/AAAAAAAAAP4/Lqm-Ckr8twI/s1600/Springfield+Missouri_Shrine_Mosqueold.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="204" src="http://3.bp.blogspot.com/-hmiWfGso0xY/TbzvFU3E7dI/AAAAAAAAAP4/Lqm-Ckr8twI/s320/Springfield+Missouri_Shrine_Mosqueold.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-t5V2RO2yBWA/TbzvOfdj-uI/AAAAAAAAAP8/K4851M_eFzw/s1600/Springfield+Missouri_Shrine_MosqueoINT.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-t5V2RO2yBWA/TbzvOfdj-uI/AAAAAAAAAP8/K4851M_eFzw/s320/Springfield+Missouri_Shrine_MosqueoINT.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-8Zi9IWxfqmw/TbzviRNBFOI/AAAAAAAAAQA/iMW6tRodUj4/s1600/Springfield+Missouri_Shrine_Mosque.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="221" src="http://3.bp.blogspot.com/-8Zi9IWxfqmw/TbzviRNBFOI/AAAAAAAAAQA/iMW6tRodUj4/s320/Springfield+Missouri_Shrine_Mosque.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Weitere »Shrines«, die als »Mosques« bezeichnet werden, finden sich noch in Macon, Georgia, sowie in Peoria, Illinois. Die »Shrine Mosque in Peoria« wurde ursprünglich 1909 erbaut, gehörte also zu den ältesten ihrer Art, fiel aber im Jahr 1936 einem Feuer zum Opfer. Sie wurde 1938 als Auditorium wieder aufgebaut und bietet 2.000 Besuchern Platz. Über die allenfalls bescheidene Rolle der »Peoria Mosque« in der Entertainment- und Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts konnte ich nichts Nennenswertes in Erfahrung bringen.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Aiz9dYnyzBM/TbzxJ81olfI/AAAAAAAAAQE/Do9ht1t-cwE/s1600/peoria+mosque+shrineOLD.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="205" src="http://3.bp.blogspot.com/-Aiz9dYnyzBM/TbzxJ81olfI/AAAAAAAAAQE/Do9ht1t-cwE/s320/peoria+mosque+shrineOLD.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-cF7PmYm5Qws/TbzxR7vfhHI/AAAAAAAAAQI/_BBxARgj2dc/s1600/peoria+shrine2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-cF7PmYm5Qws/TbzxR7vfhHI/AAAAAAAAAQI/_BBxARgj2dc/s320/peoria+shrine2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-11qniQ98zb0/TbzxXVW4EEI/AAAAAAAAAQM/TFNYZeL7qvE/s1600/peoria+shrine3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="217" src="http://3.bp.blogspot.com/-11qniQ98zb0/TbzxXVW4EEI/AAAAAAAAAQM/TFNYZeL7qvE/s320/peoria+shrine3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4143366275091523775?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4143366275091523775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/live-at-mosque.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4143366275091523775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4143366275091523775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/05/live-at-mosque.html' title='»Live At The Mosque«'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-LCG81Ue33ac/TbzDr6-5V2I/AAAAAAAAAOA/DnWk8EgbwIE/s72-c/Officers+of+the+New+York+Mecca+Temple.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-6635742791641375953</id><published>2011-04-28T02:38:00.005+02:00</published><updated>2011-05-31T19:31:55.658+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Literatur'/><title type='text'>Wir sind das Volk: Dichtung im Wandel der Zeit</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Ein Brückenschlag von Abu Nuwas bis Ahmad Fouad Negm&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 16pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von Daniel Roters&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-4JyGpblrDvo/Tbi1EEfuvmI/AAAAAAAAAN8/oDiarbDpROI/s1600/negm1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="131" src="http://1.bp.blogspot.com/-4JyGpblrDvo/Tbi1EEfuvmI/AAAAAAAAAN8/oDiarbDpROI/s200/negm1.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Ahmad Fouad Negm, ein betagter &lt;br /&gt;Volksdichter und Revolutionär im &lt;br /&gt;Vorruhestand.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dichtung hat in der arabischen Welt schon immer eine sehrgroße Rolle gespielt. In der vorislamischen Zeit waren es Dichter, die mitihren Worten Kämpfe entscheiden konnten. Sie säten Liebe und Zwietracht und alsChronisten brachten sie die Erlebnisse der nomadischen Gesellschaft in eineangenehme Wortform. Wir wissen zum Beispiel durch den KirchenhistorikerSozmenos, wie Anhänger ihre Krieger-Königin Mawiyya nach dem Sieg über denrömischen Kaiser Valens Flavius preisten.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Funktion des Dichters war innerhalb derStammesgesellschaft vielseitig. Er war nicht nur Chronist. Manche sahen gar dasSchicksal des Stammes in den Händen des Dichters. Abu Tamâm, ein großer Dichterder abbassidischen Zeit, sagte im 9. Jahrhundert, dass ein Stamm mit einemguten Dichter andere Stämme ohne weiteres dominieren könne.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die vorislamische Dichtung drückt das aus, was man alskollektives Bewusstsein einer Stammesgesellschaft bezeichnen könnte. Sichtbarwird dies, wenn wir kein lyrisches Ich, sondern ein lyrisches Wir vorfinden.Der große arabische Dichter Adonis aus unserer Gegenwart sagte dazu, dass diesevorislamische Dichtung dadurch nicht weniger persönlich oder emotional sei.Hier habe nur das lyrische Wir (der Stamm )&amp;nbsp;das lyrische Ich (also das Individuum) überlagert.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Beziehung zwischen Religion und Dichtung ist im Falleder arabischen Dichtung eine ganz besondere Beziehung. Die arabisch-islamischeWelt hat großartige Dichter wie Al-Mutanabbi&amp;nbsp;(915-965 n. Chr.)&amp;nbsp; oder Abu Nuwâs(757-815 n. Chr.) hervorgebracht. Lebten diese Dichter in einerundogmatischeren Zeit als wir? Jedenfalls nutzten die frühen Dichter sexuelleAnspielungen im einleitenden Teil der Kaside, dem nasîb. Oder sie nutzten diegrafische Beschaffenheit arabischer Buchstaben, um sexuelle Inhalte zuvermitteln. Auch vor der literarischen Behandlung von Homosexualität oder derPreisung des Weines scheuten sich die Dichter nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In der Umayyaden-Zeit (661-750 n. Chr.) stellten die Dichterihr Können oft der Aristokratie zur Verfügung. In einer sich urbanisierendenGesellschaft fungierten sie oft als Mittler zwischen der städtischen und dertribalen Gesellschaft. In der Dynastie der Abbassiden (zwischen dem 8. und 13.Jahrhundert) kam dann der Repräsentation und der Unterhaltung eine immergrößere Rolle zu. Hiervon zeugt beispielsweise das Kitâb al-Qiyân von Al-Jâhiz(776-869), in dem beschrieben wird, wie Sängerinnen mehr als &amp;nbsp;4000 Lieder mit mehr als 10.000 Versen demHerrscher und seinen Gästen darbieten konnten.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Dichtung und dieSuche nach kultureller Identität&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In der Zeit der Mamluken-Herrschaft zerbrachen die Grenzenzwischen Hochkultur und Popkultur. Mit der in der Mitte des 19. Jahrhundertseinsetzenden Nahda – die Renaissance der arabischen Literatur und des Diskursesder Gelehrten unter westlichem Einfluss &amp;nbsp;–&amp;nbsp;begann die Suche nach Identität in derBegegnung mit den Kolonialmächten.&amp;nbsp; Denkerwie Jurji Zaydan (1861-1914) sahen die Invasion durch Napoleon Bonaparte alsden Beginn der Nahda. Eine neue Generation von Dichtern wie Nasif al-Yazigi undSami al-Barudi versuchten das Genre der Kaside wiederzubeleben, in der sie dasErbe das literarisch-arabische Kulturerbe verkörpert sahen. Die WissenschaftlerinNadia Tomiche beschreibt die Nahda als eine Befreiung und Ablehnung der Fesselnder Vergangenheit und als eine Annäherung an einen Modernismus, repräsentiertdurch westliche Vorbilder.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Entwicklung der arabischen Literatur im 19. Jahrhundertist eines der Symptome der Suche nachnationaler Identität in der arabischen Welt. Die literarische Suche nachIdentität und die politische Suche nach Identität äußern sich in dieser Zeit inder Gründung wissenschaftlicher Gesellschaften, deren Mitglieder – meistSchriftsteller und Journalisten – über Nationalismus und Identität in derarabischen Welt stritten.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der Dichter wurde in der arabischen Welt mehr und mehrSprecher politischer Ideen, zumindest durchsetzten dringende gesellschaftlicheund politische Fragen sein Werk. Er sprach dabei nicht mehr für die Herrscher,wie es die alten Dichter taten. Er war frei für sich selbst zu sprechen, abersicher umso glücklicher, wenn er anderen Menschen aus der Seele sprach.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mahmoud Darwish (1941-2008) verkörperte die literarischeStimme in der Palästina-Frage. In Gedichten wie zum Beispiel „Indentitätskarte“(Bitaqat&amp;nbsp; Hawwiya) von 1967 steht daslyrische Ich stellvertretend für das Leiden durch die Besetzer. Sinan Antoonhat in seinem Artikel anlässlich des Todes des Dichters geschrieben, dassdieses Gedicht „den Widerstand gegen die existenzielle und kulturelleAuslöschung, betrieben durch einen kolonialistischen Staat der Apartheid“symbolisiere.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nizar Qabbani (1923-1998) thematisierte die Stellung derFrau in den arabischen Gesellschaften. Oft geschieht dies in seinen Gedichtendurch eine Frau, die als lyrisches Ich zum Leser spricht. Gleichzeitigbeschreiben seine Texte den sozialen Druck, dem Männer in der arabischen Weltdurch ein archaisches Rollenverständnis ausgesetzt sind.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Dichtung gegen denKolonialismus&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und auch Dichter, die hauptsächlich in einem Dialekt desArabischen schrieben, wurden zu Identitätsstiftern. Dies war eine Reaktion aufdie sich rasch verändernde politische und sozio-ökonomische Umwelt. Im FallÄgypten formierte sich eine Gruppe von Literaten und Journalisten, darunterYaqub Sanu (1839-1912), Abdallah Nadîm (1844-1896), Bayram al-Tunisi (1893-1961)und Ahmad Fouad Negm (geb. 1929), die die breite Masse des Volkes nun imDialekt ansprachen. Zuvor war Dichtung im Dialekt in Form des Zajalgebräuchlich, aber eher beschränkt auf die mündliche Präsentation, begleitetdurch Musik.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Einbindung von mehr und mehr Wörtern des Dialekts ingeschriebene Dichtung kann auch als eine Reaktion auf den französischen undbritischen Einfluss in Ägypten gesehen werden. Yaqub Sanu nutzte den Dialekt inpropagandistischen Kampagnen gegen die desaströse Finanzpolitik des Khediven Ismailund den Ausverkauf Ägyptens an die Kolonialmächte ein. Für Sanu war dabei dergeschriebene Zajal „die Waffe im Arsenal des Humors gegen die europäischePräsenz in Ägypten“. Die wöchentlichen Zeitschriften, die Sanu seit&amp;nbsp; 1877 von Paris aus veröffentlichte, fandeneine breite ägyptische Anhängerschaft und auch die Franzosen waren amüsiertüber die Art und Weise, in der Sanu Frankreich in seiner Dichtung und seinenArtikeln lobte, während er die Briten stets angriff.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Bayram al-Tunisi veröffentlichte seine ersten Gedichte aufHocharabisch und wechselte dann in den Zajal. Seine Zajal-Dichtung zirkulierte zuerstmündlich, später veröffentlichte er seine Gedichte in seiner Zeitschrift &lt;i&gt;Al-Misalla&lt;/i&gt;. Von Anfang an stand seine Zeitschriftunter Beobachtung der britischen Polizei. Die Behörden wurden aufmerksam, alser Persönlichkeiten angriff, die mit den Briten sympathisierten. Eines seinerliterarischen Angriffsziele war dabei der Großmufti von Ägypten, SheikhMuhammad Bakhit, der eine Fatwa gegen den Bolschewismus erlassen hatte. Erhatte sich dabei von den Briten benutzen lassen: Die Briten hatten argumentiert,dass die sich gegen sie auflehnende Nationalbewegung ihre Wurzel imextremistisch-linken politischen Spektrum hatte.&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Während des Jahres der ägyptischen Revolutionvon 1919 veröffentlichte Al-Tunîsî verschiedene Gedichte, die den nationalenAufstand gegen die britische Besatzung propagierten. Auch griff er in satirischerForm die Familie des Sultan Fuad und den Gouverneur Kairos an, der sich seinerMeinung nach anti-nationalistisch verhielt. Al-Tunîsî wurde daraufhin ausÄgypten verbannt und veröffentlichte in den 1920er und 1930er Jahren immer mehrGedichte, die sich mit aktuellen Problemen der ägyptischen Gesellschaftbefassten. Themen waren die britische Präsenz in Ägypten, das Verhältnis zumModernismus und zu Reformen und im weitesten Sinne auch der ägyptischeNationalismus.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sein Gedicht „Der ägyptische Arbeiter“&amp;nbsp; ("Al-Amil al-misri“) kann dabei als einliterarisches Manifest der jungen ägyptischen Arbeiterbewegung gesehen werden.Das lyrische Ich ist in diesem Gedicht im vollen Bewusstsein darüber, dass erund seine Kameraden den Reichtum erzeugen, den die Arbeiter selbst nie imStande sind zu genießen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Dichter, die al-Tunisi folgten waren nicht unbedingtArbeiter, doch standen sie in ihren Werken gegen Armut und Korruption ein. Dabeisympathisierten sie mit linkspolitischen Gruppen und den ägyptischen Arbeiternim Allgemeinen. Dichter wie Ahmed Fouad Negm, Fouad Haddad, Salah Jaheen undAbd al-Rahman al-Abnoudi folgten ihnen und sprachen literarisch für diejenigenein, die keine Stimme im politischen Diskurs zu haben schienen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Ahmad Fouad Negm –Volksheld und Gewissen einer Nation&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ahmad Fouad Negm wurde 1929 in Sharqiya, Ägypten geboren. Erentstammt einer armen Fellachen-Familie und hatte sechzehn Geschwister. Nachdem Tod seines Vaters kam er zuerst in die Obhut seines Onkels und lebte inZagazig. Danach lebte er in einem Waisenhaus, in dem er auf den damals nochunbekannten Sänger Abdel Halim Hafez traf. In seiner Jugend beteiligte er sichan Arbeiterstreiks und agitierte im Untergrund gegen britische Interessen inÄgypten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Insgesamt verbrachte Negm 18 Jahre seines Lebens in ägyptischenGefängnissen, meist weil er unangenehme Wahrheiten in Form von Dichtungaussprach. Während seiner ersten Haftzeit entstanden seine ersten Gedichte.Noch in der Haftzeit wurde er für seine Dichtung ausgezeichnet undveröffentlichte seine Gedichtsammlung mit dem Titel „Bilder aus dem Leben undaus dem Gefängnis“.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In den sechziger Jahren dichtet Negm spontan in Radio- undFernsehsendungen und kommentierte scharfzüngig das aktuelle Tagesgeschehen. Indieser Zeit arbeitete er zusammen mit dem blinden Sänger Sheikh Imam Isa(1918-1995), der mit seiner Musik und seinen&amp;nbsp;Texten ebenfalls aktuelle Ereignisse in Ägypten kommentierte, unteranderem &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=bh4fiRgD38s"&gt;den Besuch des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon im Jahre 1974&lt;/a&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-0gBnoZ3NJMk/Tbi0di2dq5I/AAAAAAAAAN4/bvYTYOjuchE/s1600/negm2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="133" src="http://4.bp.blogspot.com/-0gBnoZ3NJMk/Tbi0di2dq5I/AAAAAAAAAN4/bvYTYOjuchE/s200/negm2.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;Ahmad Fouad Negm besänftigt einen &lt;br /&gt;Polizisten während einer Demonstration &lt;br /&gt;in der Kairoer Innenstadt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ahmad Fouad Negm begleitet nun seit mehr als 50 Jahren diepolitischen, ökonomischen und sozialen Wandlungen des modernen Ägypten.Bezeichnend dabei ist, dass er alle Präsidenten der Republik, von Gamal AbdelNasser bis Hosni Mubarak, scharf kritisiert hat und jedes Mal Gefängnisstrafenzu verbüßen hatte.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Seine Stimme hat der alte Mann hingegen nie verloren. Immerwieder meldet er sich zu Wort. 2006 dichtete er einige Verse für den ehemaligen„Kronprinzen“ Gamal Mubarak, der sich damals mit der fast zwanzig Jahrejüngeren Khadiga verlobt hatte: „Du Mann des Reichtums und der Berühmtheit fürden wir alle nur Teil der Erbschaft sind / Werde glücklich, sei zu allem bereit/ Uns ist das völlig egal!“&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;In Liebe zu Ägypten&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mit seinem Gedicht „Azza“ lässt uns Negm ein wenig teilhabenan seiner Geschichte und den Personen, die sie prägten: Sheikh Imam Isa undAzza Balbaa, seine Ex-Frau, die immer noch die Gedichte ihres Ex-Mannes inmusikalischer Form präsentiert. Das Gedicht „Azza“ ist zuerst eineLiebeserklärung und dann ein Dokument, das zeigt wie unfrei der Einzelne ineinem Polizeistaat ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der „Imam“ im Gedicht ist Sheikh Imam Isa, der selbstals alter Mann verfolgt wurde, weil er die Oud spielend sang, was das Volkbeschäftigte. Letztendlich ist das Gedicht eine Liebeserklärung an Ägypten. Esist hierbei nicht so sehr Nation gemeint, die sich nun im revolutionären Wandelbefindet. Es ist ein Gefühl, eine Gemeinschaft. Der Mann, der Wasserpfeiferauchend in einem Café sitzt. Der Junge, der ihm die heißen Kohlen auf den Kopfder Wasserpfeife legt und spät nachts ein wenig Englisch lernt. Die Frau, dieihre Hand zum Mund hebt, um vor Freude über die Hochzeit ihrer Tochter zutrillern. Der Student, der hart arbeitet, um nach seinem Studium einen Job zufinden und seine Familie zu ernähren. Die junge Familie, die auf den Wiesen amTahrir-Platz ein Picknick macht und der alten Frau, die dort auf eine Spendehofft, Limonen abkauft.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Eine Rezitation des&amp;nbsp;Gedichtes „Azza“ von Negm finden Sie unter &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=VEMv09BdA-k"&gt;folgendem Link&lt;/a&gt;:&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=VEMv09BdA-k"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Es folgt eine Übersetzung ins Deutsche und im Anschluss derOriginaltext.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 16pt; line-height: 115%;"&gt;Azza, Liebe meiner Träume (AhmadFouad Negm)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Übersetzung aus dem Ägyptischen von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;1&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das Verlangen strömt durch das Blut&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und die Liebe ist blühende Güte&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sodass die Sehnsucht nah' zu sein groß ist,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sodass mein tiefstes Inneres schmerzt&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;2&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Azza, du Lächeln eines beginnenden Tages&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Es hat meine traurige Nacht vergessen gemacht&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Du Morgentau, der tröpfelt über meine trock'nen Wangen,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der wässert ihr Verlangen,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Er lässt die Farbenpracht der Blumen auf ihnen erwachen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Jede Wange ist ein Bildnis dieser Blumen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer schmeckt sie&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer außer du&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Leben&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Engel&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Azza, du Brise von Liebe, die sobald sie stürmt&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Herz einem Beben gleich erzittern lässt&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Oh, Liebe meiner Träume oh Azza&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;3&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In dieser Nacht kamen sie, mein Engel, und nahmen mich mit&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zwei Taugenichtse und ein halbes Dutzend Bullen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dabei träumte ich, träumte von dir&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Du und ich, sitzend in einem Garten&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Umgebend von Orangen, Libellen und Nelken&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich laufe auf dich zu und du läufst mir schneller entgegen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich umarme dich&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Trinke den Duft von deinen Lippen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und die Zweige stehen aufrecht, wachend über uns&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Aber sie sind in Furcht vor den Augen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und diese Augen sagen Worte,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Worte fliegend wie eine Taube,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die uns ruft mit Liedern,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Uns Frieden schenkend&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;4&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich träumte mein Liebes&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ich träumte von dir&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ja von dir&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Von wem außer von dir?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Leben&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Engel&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Du Brise von Liebe, die sobald sie stürmt&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mein Herz einem Beben gleich erzittern lässt&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Oh Liebe meiner Träume, oh Azza&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;5&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Plötzlich, mein Liebes,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Fuhr eine Stimme schlagartig durch die Luft&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Eine Stimme, die das Blut gefrieren lässt:&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wach' auf Ahmad!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wach' auf Ahmad!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und so endete der schöne Traum&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und die Probleme begannen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Wo ist Imam?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Wer seid ihr?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Wir wurden geschickt, komm' mit uns, leiste keinenWiderstand und dir wird&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;nichts geschehen... wir können nicht anders...&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Ihr seid Erdwürmer, eine schreckliche Pest&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ihr Staubkörner in den Augen des Kalifen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ihr Peitschenhiebe von Ungerechtigkeit&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und mein Verderben,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Eine Krankheit im Körper meines Landes,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;verrottendes Aas&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Halt die Klappe, du Hundesohn, friss' Staub &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;6&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie durchsuchten jeden Winkel&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie nahmen die Bretter aus dem Schrank&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie maskierten mich, mein Liebes&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie fesselten mich, mein Liebes&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie rissen mich hoch und stießen mich nieder&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie fuhren mit ihren Augen durch jedes Haar meines Körpers&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sie zerfetzten in ihrer Verrücktheit die Kissen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dann beendeten sie die Untersuchung&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Da war nichts!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Glaub mir!&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Hab' keine Angst&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ist da etwas Verbotenes an mir, Azza?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Außer&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Menchen zu lieben, &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Außer das Schweigen zu hassen? &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;7&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Einer von den Taugenichtsen schaute in meine Augen,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und du weißt, dass diese Augen klar und gütig sind&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wie all' die Augen unseres Landes&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;So wie zwei Fenster, die direkt zum Herzen führen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Er wünschte sich ein Zeichen der Furcht zu erkennen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;– Gut, woher soll die Furcht herrühren, du Sohn einerdämlichen Mutter&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer von uns ist der Feigling?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer von uns der Verräter?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Derjenige, dessen Herz erfüllt ist mit Liebe und Frieden(Redlichkeit),&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mit einem Frühling von blühendem Grün und Liedern?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Oder der Jagdhund und die Herrscher der Tyrannei,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die menschlisches Fleisch fressen,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Serviert auf einem Tablett?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer von uns ist der Feigling?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wer von uns der Verräter?&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Er blickte in meine Augen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Er zitterte und es verschlug ihm die Sprache,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Er neigte sich zur Seite,&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zwei unverständliche Sätze von sich gebend&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Weil er zwei wunderschöne Bilder in den Augen der gutenMenschen sah&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ägypten im linken Augen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Und dich, meine Geliebte im rechten...&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: normal;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 24pt;"&gt;عزة لأحمد فؤاد نجم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-size: 13.5pt;"&gt;عزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;الغرامفي الدم سارح&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والهوى&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;طارحمعزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والحنينللقرب بارح&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والنوىجارح&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياعزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياابتسامةفجر هلت&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بددتليلي الحزين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياندىالصبح الللي سأسأ&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فوقخدودي الدبلانين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بلشوقهم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;صحىلون الورد فوقهم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كلخد&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وشمورده&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;مينيدوقهم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;غيركانتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ومينسواكي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياحياتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياملاكي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;يانسيمالحب لما هب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هزالقلب هزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياهوىالاحلام ياعزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;...&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;الليلاديجم خدوني ياملاكي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;جوزتنابله&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ونصدسته&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;منالتيران&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كنتباحلم ياحبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كنتباحلم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بيكيانتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كناقال&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;اناوانتي قال&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فجنينه خضرا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ومحاوطهاالبرتقان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والسيسبان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانتيجوا قرنفلايه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بالعبيربتستحمي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;اجرييمك ياهوايا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;تسبقينيوتجري يمي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;أحضنك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واشربعبيرك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;منشفايفك&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والغصون&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واقفهوشايفه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بتراعينا&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بسخايفه م العيون&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والعيونبتقول كلام&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والكلام&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;طايرحمام&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بينادينابالاغاني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ويهادينابالسلام&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كنتبحلم ياحبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كنتباحلم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بيكيانتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ايوهانتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ومينسواكي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياحياتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياملاكي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;يانسيمالحب لما هب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هزالقلب هزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياهوىالاحلام ياعزه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانطلقفي الجو فجأه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ياحبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;صوتمفاجأه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;صوتيخلي الدم يجمد&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;اصحىيا احمد&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;اصحىيااحمد&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانتهىالحلم الجميل&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وابتداالهم التقيل&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;_&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فينامام&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-size: 13.5pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;_ &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتوامين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-size: 13.5pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;_ &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;احناناس مكلفين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;تيجيسالك مش ح تتعب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واحناطبعا معذورين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;_&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتودود الارض&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واللآفهالمخيفه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتوذرة رمل&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فيعيون الخليفه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتوكرباج المظالم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والمآسي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتوعله ف جسم بلدي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;انتوجيفه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;_&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;سكتوهابن الكلاب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;سففوهمن التراب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فتشواكل الاماكن&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;طلعوارفوف الدولاب&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;...&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كممونييا حبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كتفونييا حبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;قوموني..قعدوني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كلشعره في جسمي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بالعينفتشوها&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;المخدهمن جنانهم&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;شرحوها&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانتهىالتفتيش&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;مافيش&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;صدقيني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ماتخافيش&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هوفيه ياعزه عندي ممنوعات&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;غيرباحب الناس&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وباكرهالسكات؟&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-size: 13.5pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;... &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;بصواحد من التنابله&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;جواعيني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانتيعارفه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;عنيهصافيه وطيبين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;زيكل عيون بلدنا يا حبيبتي&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;شباكين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;عالقلب دوغري موصلين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;كانمناه يلمح علامة خوف بسيطه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;طبحييجي الخوف منين ابن&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;العبيطه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هومين فينا الجبان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ولامينفينا الللي خان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;الليقلبه بالمحبه و بالاماني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وبالربيعلاخضر مزهر&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;والاغاني&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ولاكلبالصيد&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واسيادهالاباطره&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;أكالينلحم البشر&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فوقالصواني؟&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هومين فينا الجبان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ولامينفينا اللي خان&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;هوبص في عيني بصه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;ارتجفوف حلقه غصه&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;واتعوجومال وقال&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;جملتينمش مفهومين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;أصلهشاف صورتين جمال&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;فيالعيون الطيبين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;مصرفي العين الشمال&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="color: black; font-family: &amp;quot;Arabic Transparent&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 13.5pt;"&gt;وانتيفي العين اليمين&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-6635742791641375953?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/6635742791641375953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/wir-sind-das-volk-die-rolle-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6635742791641375953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6635742791641375953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/wir-sind-das-volk-die-rolle-der.html' title='Wir sind das Volk: Dichtung im Wandel der Zeit'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-4JyGpblrDvo/Tbi1EEfuvmI/AAAAAAAAAN8/oDiarbDpROI/s72-c/negm1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-6095927420624014807</id><published>2011-04-23T22:50:00.002+02:00</published><updated>2011-04-24T00:56:25.462+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Islam'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Tunesien'/><title type='text'>Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 5</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Šuqrân und der Weltentsager aus Ägypten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Von Marco Schöller&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-r2DbVTuhI08/TbM32IH-ZYI/AAAAAAAAAN0/Brdp3eOfmjM/s1600/letternun.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-r2DbVTuhI08/TbM32IH-ZYI/AAAAAAAAAN0/Brdp3eOfmjM/s200/letternun.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;Abû `Alî Šuqrân&lt;/b&gt; (gest. 802) lebte in Kairouan und war ein Freund von Buhlûl ibn Râšid (st. 799). Buhlûl war ein kauziger »Gottesmann«, dessen Bittgebete, wie fast jedermann glaubte, von Gott erhört wurden. Ein späterer Biograph charakterisierte Šuqrân wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Er betete und fastete viel. Er lebte in ständiger Trauer und war von Furcht erfüllt. Sein Herz war leicht erregbar, seine Tränen flossen oft und reichlich. Von Kindheit an sprach er Worte der Weisheit und brachte die Menschen zum Dienst an ihrem Herrn zurück, indem er sie mit guten Worten ermahnte. Ein Gefährte Šuqrâns erzählte später, ein grünliches Licht habe über seinem Kopf geleuchtet, wann immer ihm eine Bitte, die er Gott vorgetragen hatte, erfüllt worden war.«&lt;/blockquote&gt;Der nachmals berühmte Weltentsager &lt;b&gt;Dhû n-Nûn al-Misrî&lt;/b&gt; (st. 859) soll einst den weiten Weg von Ägypten nach Kairouan auf sich genommen haben, um Šuqrân zu sehen und von ihm zu hören. Über das Zusammentreffen Dhû n-Nûns mit Abû `Alî Šuqrân gibt es zahlreiche, teils legendenhafte Berichte in den historischen Quellen.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Bericht von Abû l-`Abbâs al-Ibyânî war Dhû n-Nûn zu Abû `Alî Šuqrân nach Kairouan gereist, um von ihm zu hören. Šuqran verließ jedoch sein Haus nur zum Freitagsgebet, und als er wieder einmal aus der Tür getreten war, sprach Dhû n-Nûn zu ihm:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Ich bin aus einem fernen Land gekommen, um dich um eine Gabe zu bitten.«&lt;br /&gt;Da hob Šuqrân ein paar Kieselsteinchen von der Erde auf und gab sie Dhû n-Nûn in die Hand. Als Dhû n-Nûn in seine Hand blickte, sah er, daß sich die Kiesel in Diamanten verwandelt hatten.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Nicht deshalb bin ich gekommen!« protestierte Dhû n-Nûn.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Weshalb sonst?« fragte Šuqrân.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Damit du mir eine Ermahnung gibst!« sprach Dhû n-Nûn.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Da sagte Šuqrân zu ihm:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Iß nur von dem, was deine Rechte erarbeitet und wofür deine Stirn geschwitzt hat!&lt;br /&gt;Iß jedoch nicht von dem, wofür du bei anderen Schulden machtest!&lt;br /&gt;Sobald deine Glaubensgewißheit an Stärke verliert, suche Hilfe bei Gott, deinem Helfer!&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer Bericht erzählt, Dhû n-Nûn sei zu Ohren gekommen, daß es im Maghreb einen Gottesdiener namens Šuqrân gebe, der sich nur jeden vierzigsten Tag den Leuten zeige. Als Dhû n-Nûn in den Maghreb (also nach Ifrîqiyah) gereist und in Šuqrâns Wohnort angekommen war, fragte er nach ihm und erhielt die Auskunft: »Gerade hat er sich wieder zurückgezogen. Er wird erst in vierzig Tagen wieder erscheinen.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dhû n-Nûn wartete vierzig Tage lang vor seiner Tür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die vierzig Tage um waren, kam Šuqrân heraus, erblickte Dhû n-Nûn und sprach zu ihm:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Du kommst aus dem Osten?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dhû n-Nûn bejahte, und Šuqrân fragte weiter:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Was hat dich veranlaßt, hierher zu kommen?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dhû n-Nûn sagte: »Man hat mir von dir erzählt, also machte ich mich auf, dich zu besuchen, damit du mir eine Ermahnung gibst. Gott wird dann vielleicht dafür sorgen, daß mir deine Worte nützlich sind!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Da sprach Šuqrân:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Mein Junge! Wandere über die Erde und bediene dich dabei der Kräuter, sie zu essen, um der Pflicht (dich am Leben zu erhalten) zu genügen!&lt;br /&gt;Nimm von niemandem ein Geschenk oder eine Leihgabe an!&lt;br /&gt;Wenn du aber fürchtest, doch etwas borgen zu müssen, dann suche Hilfe bei dem, dem man jede Bitte vortragen kann (= Gott)!&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Dann ging er wieder hinein, und Dhû n-Nûn saß für weitere vierzig Tage vor seiner Tür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Ablauf der vierzig Tage kam Šuqrân wieder heraus und sagte zu Dhû n-Nûn:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Hat dir meine Ermahnung denn gar nichts genützt?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dhû n-Nûn erwiderte: »Ich will noch mehr hören!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Da sprach Šuqrân: »Du bist nicht einer derer, die mehr vertragen, und so wird dich, was ich zu sagen habe, nicht mehren, sondern mindern! Gleichwohl:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Mein Junge! Iß von dem, was deine Rechte erarbeitet und wofür deine Stirn geschwitzt hat!&lt;br /&gt;Iß jedoch nicht von dem, wofür du bei anderen Schulden machtest!&lt;br /&gt;Wenn du fürchtest, daß deine Glaubensgewißheit schwindet, dann suche Hilfe bei Gott, deinem Helfer!&lt;br /&gt;Wisse, daß du und ich morgen vor dem Angesicht Gottes, des Erhabenen, stehen werden, also fürchte Gott und beschwere dich nicht über den, der Sich deiner erbarmt (= Gott), bei dem, der sich deiner nicht erbarmt!&lt;/i&gt;«&lt;/blockquote&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dann ging er wieder hinein, und Dhû n-Nûn saß für weitere vierzig Tage vor seiner Tür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Šuqrân wieder herauskam, sagte er zu Dhû n-Nûn:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Hat dir meine Ermahnung nichts genützt?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dhû n-Nûn erwiderte: »Ich will noch mehr hören!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Da sprach Šuqrân: »Du bist nicht einer derer, die mehr vertragen, und so wird dich, was ich zu sagen habe, nicht mehren, sondern mindern! Gleichwohl:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Mein Junge! Wenn du dich mit dem zufrieden gibst, was Gott dir zugeteilt hat, so wirst du der enthaltsamste aller Menschen sein!&lt;br /&gt;Wenn du befolgst, was Gott dir befohlen hat, so wirst du der beste Seiner Diener sein!&lt;br /&gt;Wenn du unterläßt, was Gott, der Erhabene, dir untersagt hat, dann wirst du der gewissenhafteste aller Frommen sein!«&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Als Šuqrân Anstalten machte, ein weiteres Mal hineinzugehen, packte ihn Dhû n-Nûn am Gewand und sagte:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Gib mir von deinem Proviant (für die Reise ins Jenseits) etwas ab, das mir Gott, der Erhabene, von Nutzen sein läßt!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Da steckte Šuqrân dem Dhû n-Nûn etwas in die Hand, das die Form eines Dinars (einer Goldmünze) oder eines Dirhams (einer Silbermünze) hatte. Als Dhû n-Nûn darauf blickte, sah er, daß einer der Namen Gottes, des Erhabenen, darauf stand. Später sagte er: »Immer, wenn ich in diesem Namen etwas von Gott erbat, hat Er es mir gewährt!«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach anderen soll Šuqrân dem Dhû n-Nûn einen Zettel gegeben haben, auf dem geschrieben stand:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »O Immerwährend-Beständiger! O Hervorbringer aller Pflanzen! O Hörer aller Stimmen! O Erfüller aller Bitten!« &lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Erzählung vom Zusammentreffen Dhû n-Nûns mit Šuqrân berichtet uns folgendes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages wurden Dhû n-Nûn die weisen Worte eines Mannes aus dem Maghreb vorgetragen. Dhû n-Nûn war von ihnen so eingenommen, daß er beschloß, diesen Mann aufzusuchen. Er reiste also in den Maghreb und ließ sich für vierzig Tage vor der Tür seines Hauses nieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Der Mann – es handelt sich um Šuqrân – ging jeden Tag fünf Mal zum Gebet in die Moschee und kehrte dann mit sorgenvollem Gesicht nach Hause zurück. Doch sprach er weder zu Dhû n-Nûn noch zu jemandem sonst ein einziges Wort. Dhû n-Nûn verlor deshalb die Zuversicht und wußte nicht mehr, was er machen sollte. In seiner Not sprach er Šuqrân schließlich an:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »O du! Ich sitze hier seit vierzig Morgen, doch sagtest du nie ein Wort zu mir!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Šuqrân entgegnete: »Du mußt wissen, meine Zunge ist ein reißendes Tier: Wenn ich sie losließe, würde sie mich auffressen!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Doch Dhû n-Nûn insistierte: »Gott möge Sich deiner erbarmen! Gib mir eine mahnende Unterweisung, die ich von dir mitnehmen und im Gedächtnis bewahren kann!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Wirst du denn danach handeln?« fragte Šuqrân.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Ja, so Gott, der Erhabene, will!« antwortete Dhû n-Nûn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Šuqrân hob also an und sprach:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Liebe nicht das Diesseits!&lt;br /&gt;Halte die Armut für Reichtum!&lt;br /&gt;Halte die Prüfung, die dir Gott, der Erhabene, schickt, für eine Gnade!&lt;br /&gt;Halte den Verzicht, den Gott dir auferlegt, für eine Bereicherung, die Einsamkeit mit Gott für Geselligkeit!&lt;br /&gt;Halte die Erniedrigung für Erhöhung, das hohe Ansehen für eine Verfehlung!&lt;br /&gt;Halte die Verzweiflung für eine Tugend, den Gehorsam (gegenüber Gott) für einen Beruf!&lt;br /&gt;Halte das Gottvertrauen für dein täglich Brot!&lt;br /&gt;Und halte Gott, den Erhabenen, für einen Ausweg in jeder Lage!&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Danach sprach Šuqrân einen ganzen Monat lang kein Wort mehr zu Dhû n-Nûn. Dieser sagte schließlich zu ihm:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Gott möge Sich deiner erbarmen! Ich möchte in mein Land zurückkehren. Wenn du mir also eine weitere Ermahnung geben willst, dann tu es jetzt!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Šuqrân sprach: »Hast du nicht bereits genug gehört?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Doch Dhû n-Nûn erwiderte: »Gott, der Erhabene, möge Sich deiner erbarmen! Ich bin ein Mann, der ganz am Anfang steht, und besitze noch kein Wissen!«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Ist das so?« fragte Šuqrân.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Ja, das ist so« sagte Dhû n-Nûn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Šuqrân also sprach:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Wisse, daß dem Weltentsager im Diesseits das Nahrung ist, was er gerade findet! &lt;br /&gt;Seine Wohnung ist dort, wo er sich gerade aufhält, und seine Kleidung das, was ihn eben bedeckt!&lt;br /&gt;Das Alleinsein ist seine gesellige Runde, der Koran sein Zwiegespräch!&lt;br /&gt;Gott, der mächtige Zwingherr, ist sein Vertrauter, das Gott-Gedenken sein Gefährte!&lt;br /&gt;Der Weltverzicht ist sein innerster Begleiter, das Schweigen sein Schutzschild!&lt;br /&gt;Die Furcht ist sein Weg, die Liebe sein Reittier!&lt;br /&gt;Der aufrichtige Rat ist seine größte Begierde, das Reflektieren über den Tod sein einziger Gedanke!&lt;br /&gt;Das geduldige Ertragen ist sein Ruhekissen, die Erde seine Bettstatt!&lt;br /&gt;Die Hochwahrhaftigen sind seine Brüder!&lt;br /&gt;Die Weisheit ist seine Rede, der Verstand sein Führer!&lt;br /&gt;Die Milde ist sein bester Freund, das Gottvertrauen sein größter Gewinn!&lt;br /&gt;Stets hungert und stets weint er!&lt;br /&gt;Und Gott ist sein Beistand!&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Dhû n-Nûn fragte noch nach und sagte:&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; »Gott möge Sich deiner erbarmen! Wie aber weiß ich in diesen Dingen, daß ich übertreibe, und wie, daß ich zuwenig tue?«&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Šuqrân erwiderte: »Dadurch, daß du dir in deiner Seele Rechenschaft über dich selbst gibst und mit ihr in ständiger Zwiesprache stehst. Doch Schluß jetzt! Du hast genug gehört!« &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;u&gt;Anmerkung&lt;/u&gt;:&lt;br /&gt;Über die wahrscheinliche Legendenhaftigkeit des Berichteten ist kein endgültiger Aufschluß zu erhalten. Die genannten Personen sind aber historisch mehr (im Fall von Dhû n-Nûn) oder weniger (im Fall Šuqrâns) gut bezeugt.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Die Passagen sind aus folgenden Werken übersetzt: al-Mâlikî, &lt;i&gt;Kitâb Riyâd an-nufûs&lt;/i&gt;, Band I; Ibn ad-Dabbâgh, &lt;i&gt;Ma'âlim al-îmân fî ma'rifat ahl al-Qairawân&lt;/i&gt;, Band I.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-6095927420624014807?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/6095927420624014807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien_23.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6095927420624014807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6095927420624014807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien_23.html' title='Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 5'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-r2DbVTuhI08/TbM32IH-ZYI/AAAAAAAAAN0/Brdp3eOfmjM/s72-c/letternun.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-1077552748500033407</id><published>2011-04-12T19:35:00.003+02:00</published><updated>2011-04-12T19:46:45.495+02:00</updated><title type='text'>Tahrir-Demonstranten: Jetzt befinden wir uns im Krieg gegen die Armee</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Ein Beitrag von Kristin Jankowski und Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kristin hat die Revolution begleitet. Sie hat sie kommentiert und sie gefühlt. Die Angst, den Schrecken, die Hoffnung. Momente der Gemeinschaft und der Ausgelassenheit wechselten sich ab mit Momenten, in denen nicht deutlich war: Kommen wir hier lebend heraus? Eigentlich ist sie Journalistin, doch in diesen Momenten läuft alles wie in einer Zeitlupe. Zuletzt war sie noch in Österreich und hatte mit Medienvertretern über Journalismus und die Rolle der Medien in der ägyptischen Revolution gesprochen. Sie sprach auch über Journalismus in einer Situation, in der sie nicht nur Beobachterin, sondern auch Freundin, Seelentrösterin, Unterstützerin und Kämpferin für eine gerechte Sache ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erinnern uns: Der Ausgang der langen Tage der Demonstrationen in Kairo wurde gefeiert. Der deutsche Außenminister und damalige FDP-Vorsitzende Westerwelle ließ sich mit seinem Kollegen Dirk Niebel auf dem Tahrir-Platz in Kairo ablichten. Das Signal: Deutschland ist bei euch! Hosni weg - alles gut? Die Medien haben von Ägypten abgelassen. Es ist Krieg in Libyen. Das drängt, das interessiert die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Tagen erlebt Ägypten aber wieder bzw. immer noch Tage der Trauer und des Zweifels. Die Demonstranten fragen sich: Wie lange halten wir noch durch? Jetzt werden sie von der Armee getötet. Von der Instanz, die noch während des Umsturzes des Diktators als Ordnungsmacht gepriesen wurde. Nun veröffentlicht Kristin ein Foto auf Facebook: Ich sehe eine Blutlache in der Straße vor dem Haus, in dem ich lebte.Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;b&gt;Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Es folgt ein Gastbeitrag von Kristin Jankowski aus Kairo. Sie lebt nur wenige Meter vom Tahrir-Platz enfernt und erlebte den Kugelhagel, den die Armee auf die Demonstranten niedergehen ließ...&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich kann nicht verstehen, warum sie Patronen gegen uns einsetzen", sagte ein Demonstrant. Die Sonne war gerade aufgegangen und lukte zwischen den Häusern hervor. Er sah müde aus, seine Augen waren gerötet. "Die Armee kam wie Adler von allen Seiten und hat uns&amp;nbsp; angegriffen. Ich habe mit meinen Freunden auf dem Tahrir-Platz gesessen. Und dann kamen sie von überall". Er schüttelt den Kopf, griff in seine Jackentasche und zuendete sich eine Zigarette an. "Wir haben friedlich demonstriert", fügte er hinzu. Sein Freund stand neben ihm. Er schaute sich um. Es war Samstag, der 9. April 2011, kurz nach 7 Uhr morgens.&amp;nbsp; Ein Bus stand in Flammen. Dunkler Rauch zog ueber den Tahrir-Platz. Ich war müde, ich konnte nachts kaum schlafen - zu viele Schüsse waren zu hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9LBcWfCLDOY/TaSK4C-RZFI/AAAAAAAAANs/EGGCZ0qzGkM/s1600/kristin+hend.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="150" src="http://4.bp.blogspot.com/-9LBcWfCLDOY/TaSK4C-RZFI/AAAAAAAAANs/EGGCZ0qzGkM/s200/kristin+hend.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: left;"&gt;Kristin Jankowksi und ihre Freundin &lt;br /&gt;Hend Khattab bei einem Besuch &lt;br /&gt;in Alexandria.&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es war gegen 2 Uhr morgens als mich die Nachricht eines Freundes weckte. "Die Armee wird uns gleich angreifen. Kann ich notfalls zu dir kommen ?" Ich hatte rund eine Stunde geschlafen. Am Tag zuvor hatten tausende Demonstranten auf dem Tahrir-Platz demonstiert. Es war der größte Protest nachdem Hosni Mubarak am 11. Februar 2011 zurueckgetreten war. Die Demonstranten forderten unter anderem Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten und seinen Gefolgsleuten. Der Protest richtete sich auch gegen die herrschende Armee. Ich stand auf, öffnete die Zimmertuer. Im Wohnzimmer lag Hend auf dem Sofa, sie hörte Musik und schaute auf den Bildschirm ihres Laptops. Ich setzte mich neben sie und erzählte ihr von der Nachricht, die ich erhalten hatte. Nur einige Minuten später zogen wir unsere Schuhe an und verließen die Wohnung. Wir wollten sehen, was vor sich ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir mussten nur um zwei Strassenecken gehen bis wir entdeckten, dass sich auf dem Tahrir-Platz immer noch zahlreiche Demonstranten versammelt hatten. Es war ein lautes Klopfen zu hören. Es kam mir bekannte vor. Ich erinnerte mich daran, dass ich das schon einmal gehoert hatte. Am 2. Februar 2011, als es zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und angeheuerten Banden des Mubarak-Regimes gab. Ich schaute mich um und sah einen jungen Mann, der mit einem Stock immer und immer wieder gegen eine Absperrung haute. Tack, tack, tack, tack. Wir gingen in Richtung Museum und sahen, wie Leute aufgebracht Steine sammelten und uns darauf hinwiesen, dass es gefährlich sei und wir lieber verschwinden sollten. Wollten wir aber nicht. Wir gingen weiter. An der Menschenmasse vorbei, die eine Reihe vor dem Museum bildeten. Sie hatten bereits eine Barrikade gebaut. Hend und ich machten noch einige Schritte bis wir die Militärpolizei sahen. "Da sind sie", sagte Hend. Sie hielt meine Hand. Wir blieben für einen Moment stehen, bis uns ein Bekannter bat, einige Schritte zurück zu gehen. Wir beschlossen uns zurück zum Tahrir-Platz zu machen. "Das ist nicht gut, das ist nicht gut", wiederholte Hend und schüttelte ihren Kopf. Wir sahen, wie einige Demonstranten auf eine Kreuzung liefen. Aufgebracht. Einige von ihnen hatten Stöcke in ihren Händen. Dann sahen wir graue Gestalten auf die Leute zurannten. Es war zu dunkel um im ersten Moment zu erkennen, um wen es sich bei diesen grauen Gestalten handeln würde. Als sie nach einigen Sekunden unter einer Strassenlaterne entlang liefen, war es deutlich zu sehen: Soldaten. "Lass uns schnell abhauen", rief Hend und zog mich durch die Menschenmasse. Die meisten Leute rannten hastig hin und her. "Lass uns schnell nach Hause. Hier wird es gefährlich", sie zog weiter an mir.&amp;nbsp; Hinter uns hörten wir Schreie.&amp;nbsp; In unserer Wohnung angekommen, griffen wir nach unseren Ausweisen, legten sie in die Taschen. Dann liefen wir die Treppen wieder runter. Wir kamen nicht weit. Ein Militaerpolizist hielt uns an einem Checkpoint an der Strassenkreuzung auf. "Wo wollt ihr hin ?" fragte er. Die Ausgangssperre hatte seit rund einer Stunde begonnen. "Wir wohnen hier", antwortete Hend. "Warum dürfen wir nicht weitergehen ?" hakte sie nach. "Notfall", lautete seine knappe Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir nahmen einen anderen Weg um zum Tahrir-Platz zu gelangen. Die Straßen waren dunkel und leer. Ein Auto hielt neben uns. Drei junge Männer sassen darin und schauten uns an: "Geht nicht weiter. Es ist gefährlich." sagte einer von ihnen. "Ach...wir machen was wir wollen. Haut ab und passt selbst auf euch auf", fauchte Hend sie an. Ich musste lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gingen einige Schritte bis wir von Weitem eine Menschenmasse in der Nähe des ägyptischen Museums sahen. Und dann fielen Schüsse. Immer und immer wieder. Hend griff nach meiner Hand. Zahlreiche Leute rannten auf uns zu. "Schnell", rief Hend. "Sie schießen auf uns." Wir liefen davon. Die Schüsse zischten durch die Luft. "Oh mein Gott, die Armee tötet Menschen", rief Hend. Ihre Stimme zitterte während wir auf der Straße rannten. Einige Männer ueberholten uns beim Laufen. "Schnell, schnell, haut ab" riefen sie uns zu. "Spring auf den Bürgersteig. Dort ist es dunkel", sagte ich zu Hend. "Okay" hörte ich sie antworten. An einer Kreuzung hielt Hend an. Sie zitterte :"Denkst du, dass die Armee Menschen tötet ? Denkst Du, dass sie gerade Leute erschossen haben ?" Ich hielt Hend in meinem Arm. "Nein, das waren nur Schüsse in den Himmel." Ich war mir ziemlich sicher, dass ich sie angelogen hatte. "Wir gehen jetzt nach Hause". Diesmal zog ich an ihrem Arm. Sie konnte kaum atmen. "Ich habe Angst, ich habe Angst" wiederholte Hend. Ich stütze sie. "Ich bringe dich schnell nach Hause". Sie nickte und holte tief Luft.&lt;br /&gt;Schuesse. Von ueberall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war 3:24 Uhr am morgen als ich auf die Uhr schaute. Ich schloss unsere Haustür auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stellten uns auf den Balkon und schauten auf die Straße. Wir sahen Menschen hektisch hin und herlaufen. Es war kühl. "Hosni und die Armee sind eine Hand" hörten wir einige von ihnen rufen. Es bildete sich eine Gruppe von Leuten, die sich bückten. "Da liegt jemand am Boden", sagte Hend. Es war an der Straßenecke. Es war dunkel. "Oh mein Gott", sagte Hend. Sie griff nach meiner Schulter. Und klammerte sich an mir fest. "Jemand hat gerade gesagt, dass eine Ambulanz gerufen werden soll. Und ein anderer antwortete: Das macht keinen Sinn, er ist doch schon längst tot."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag werden wir ein Foto mit einer grossen Blutlache sehen. Dort, wo jemand auf dem Boden lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schüße zischten weiterhin durch die Luft. Es schien, als ob sie von allen Seiten kommen wuerden. So nah. "Warum machen sie das ? Warum schießt die Armee ?" fragte Hend. "Das hört sich so an wie in einem Action-Film. Warum hören sie nicht auf ?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der anderen Strassenecke rannten Menschen davon. Soldaten liefen hinter ihnen her. Ich sah wie ein Soldat stehen blieb, seine Maschinenpistole richtete und schoss. Funken sprühten. Er schoss in die Richtung der Demonstranten. Immer und immer wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das ist unfassbar", sagte Hend. "Lass uns versuchen zu schlafen, ich ertrage das nicht mehr".&lt;br /&gt;Es war bereits früh am morgen. Ich schloss die Balkontür. Wir konnten nicht schlafen. Die Schüsse waren zu laut. "Es reicht", schimpfte Hend. "Stell dir einfach vor, dass es ein grosses Feuerwerk ist. Vielleicht hilft das. Oder fokussiere dich auf die zwitschernden Vögel", riet ich ihr. Sie musste lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder schreckten wir von den Schüssen auf und gingen zurück auf den Balkon. Es machte gar keinen Sinn zu probieren, ob wir bei dem Lärm schlafen können. Außerdem waren wir viel zu aufgebracht. Wir entschieden uns Kaffee zu machen und das Haus zu verlassen, wenn die Schüsse abgeklungen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 6: 45 Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Tahrir-Platz. Eine große Barrikade aus Stacheldrahtzaun, einer Tür und Eisenstaeben war&amp;nbsp; vor dem Zugang zum Platz aufgebaut. Steine lagen auf der Straße. Glassplitter. Wir sahen den brennenden Bus von Weitem. "Das sieht aus wie in einem Kampfgebiet", stellte Hend fest. Die Gesichter der Demonstranten, die noch auf dem Platz waren, sahen müde und geschockt aus. Einige von ihnen saßen auf Kartons oder Teppichen. Sie rauchten Zigaretten, schwiegen oder starrten ins Nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere diskutierten heftig, fuchtelten aufgebracht mit den Armen. Ich hatte das Gefühl, als ob der Kampf um Ägypten in eine neue Phase eingetreten sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir haben drei Soldaten festgehalten und ihnen ihre Kleidung abgenommen", sagte ein Demonstrant. Auf der Verkehrsinsel baute einer seiner Freunde ein blaues Zelt wieder auf. "Das alte Regime herrscht immer noch. Jetzt befinden wir uns im Krieg gegen die Armee", stellte ein anderer Demonstrant fest. Er trug einen grauen Kapuzenpullover, er hatte Ringe unter den Augen. "Ich wurde in der letzten Zeit schon zweimal von der Armee festgenommen. Jedesmal haben sie mich geschlagen. Das kann ich akzeptieren. Aber ich kann es nicht akzpetieren, dass sie auf uns geschossen haben", sagte er weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine ältere Frau kam auf uns zu. Sie trug ein Notizbuch in ihrer Hand. Sie weinte und wischte sich die Tränen mit dem Aermel vom Gesicht. Ich schaute auf das Buch. Verschmiertes Blut. Etwas Rotes klebte zwischen dem Blut. Vielleicht war es ein Stueck Haut. "Das ist das Blut meiner Kinder", rief die Frau. Sie ging schlurchzend an uns vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein junger Mann drehte sich zur Seite und lehnte sich mit dem Gesicht an eine Häuserwand. Er weinte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Armee wollte doch sicherlich nur die Offiziere festnehmen, die auf dem Tahrir-Platz waren. Warum haben sie uns so brutal angegriffen ?" fragte Demonstrant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hatten sich zahlreiche Angehörige des Militärs unter den Protest am Freitag gemischt und ein Zelt aufgebaut. Sie forderten den Militärrat unter anderem auf, zügiger gegen die Korruptionsvorwürfe gegen Hosni Mubarak vorzugegehen. Eine Menschenkette, bestehend aus zahlreichen Demonstranten, sollte die Soldaten vor Angriffen schützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Doch als die Armee kam, mussten wir alle weglaufen. Ich habe geweint und ich habe gesehen, wie einige der Offiziere, die wir vorher bewacht hatten, auch geweint hatten. Das war schrecklich. Momentan habe ich das Gefühl, als ob ich den Boden unter den Füßen verlieren würde. Ich will schweigen. Ich bin sehr traurig", sagte der Demonstrant. Er wischte sich Traenen vom Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=G793yhiMA5k"&gt;In einem Video&lt;/a&gt; ist der Angriff auf den Tahrir-Platz zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dem Morgen des 9. April 2011 wurden laut Militärrat 42 Personen festgenommen. Acht von ihnen waren angeblich Leute, die Armee-Uniformen trugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei&amp;nbsp; Ausländer sollen unter den Festgenommen gewesen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeitung "Al Masry al Youm" schreibt, dass Mediziner behaupten, zwei Männer seien getötet worden. Und 15 seien von Schüssen verletzt worden. Die Armee bestreitet das. Das Militär sagt, sie hätten mit Platzpatronen geschossen und es sei niemand davon umgekommen. Das staatliche Fernsehen behauptet, eine Person sei gestorben und 71 seien verletzt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitdem ist der Tahrir-Platz wieder besetzt. "Es hat noch keine Revolution in Ägypten gegeben", kommentiere eine junge Demonstrantin. "Ich habe viel geweint", fuegte sie hinzu. Tränen steigen in ihren Augen auf. "Es wird alles gut, es wird alles gut."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, sie weiß, dass sie sich irrt. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-1077552748500033407?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/1077552748500033407/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/tahrir-demonstranten-jetzt-befinden-wir.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1077552748500033407'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1077552748500033407'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/tahrir-demonstranten-jetzt-befinden-wir.html' title='Tahrir-Demonstranten: Jetzt befinden wir uns im Krieg gegen die Armee'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-9LBcWfCLDOY/TaSK4C-RZFI/AAAAAAAAANs/EGGCZ0qzGkM/s72-c/kristin+hend.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-297371441413905747</id><published>2011-04-09T14:30:00.003+02:00</published><updated>2011-04-23T22:23:26.544+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Serie: Tâhir al-Haddâd'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Tunesien'/><title type='text'>Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 4</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Tâhir al-Haddâd (1899-1935): Tunesiens verkannter Reformer, Tunesiens nationales Symbol&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dritter und letzter Teil&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Iman Hajji&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß der Islam unschuldig ist, wenn es um den Vorwurf geht, er verhindere Reformen. Dies ist der Grund, der mich zum Verfassen dieser meiner Schrift über die Frau in Gesetz und Gesellschaft veranlasste, damit wir sehen, wer der Rechtleitende ist und wer nicht nur selbst in die Irre geht, sondern auch die anderen irreleitet. Ich hoffe, damit einer mir auferlegten Pflicht nachzukommen, in der ich eine Schuld sehe, die ich gegenüber dem Volk, dem ich angehöre, und einer Nation, von der ich ein Teil bin, habe.«&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-t_0C3MSIj8s/TaBNyZWF-AI/AAAAAAAAANo/7FMswKmT84w/s1600/Karikatur+TaHadd.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-t_0C3MSIj8s/TaBNyZWF-AI/AAAAAAAAANo/7FMswKmT84w/s320/Karikatur+TaHadd.jpg" width="204" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Tâhir al-Haddâd veröffentlichte sein Werk &lt;i&gt;Imra'atunâ fî š-šarî'a wa-l-mujtama'&lt;/i&gt; im Oktober des Jahres 1930. In einer Zeit, in der in Tunesien eine nicht zu unterschätzende Frauenfeindlichkeit herrschte, widmete al-Haddâd seine Schrift eben diesen Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden bzw. denen es, al-Haddâd zufolge, nicht möglich war, überhaupt ein Teil der Gesellschaft zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauendiskriminierung stellte für al-Haddâd eine große Malaise dar, die gesellschaftlichen Fortschritt hemmt und der aus diesem Grund entgegengewirkt werden muß. Es war für al-Haddâd eine nationale Pflicht, das Buch zu verfassen, und er hoffte, damit einen Beitrag zur Umgestaltung der tunesischen Gesellschaft zu leisten. Dabei versuchte er vor allem zu verdeutlichen, daß die Frauenunterdrückung nicht im Islam verwurzelt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die historische Entwicklung der Stellung der orientalischen Frau wird an verschiedenen Vergleichspunkten skizziert: Die beklagenswerte Situation der Frau in vorislamischer Zeit (&lt;i&gt;jâhilîya&lt;/i&gt;) wurde vom Islam verbessert, ihr sozialer Status durch den Islam angehoben. Jedoch entwickelte er sich nach al-Haddâd dann wieder zurück, bedingt durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise veraltete lokale Traditionen, was mit einer erneuten Entrechtung der Frauen einherging. Da dies weder im Sinne des Islam ist noch gesellschaftsfördernd wirkt, müsse dieser Zustand geändert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al-Haddâd bezieht sich auf Koran und Sunna und spricht sich gegen das Prinzip des&lt;i&gt; insidâd bâb al-ijtihâd&lt;/i&gt; aus, also gegen die »Verriegelung« oder auch »Zumauerung« des »Tors des Ijtihâds«. Damit steht al-Haddâd in der Tradition des Reformers Jamâl ad-Dîn al-Afghânî (1839-97) und dessen Schülers Muhammad 'Abduh (1849-1905), für die »das Tor des Ijtihâd« ebenfalls keineswegs verschlossen war. Auch der jemenitische Gelehrte aš-Šawkânî hatte schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts vehement bestritten, daß »das Tor des Ijtihâds« zu schließen, ja daß es überhaupt jemals geschlossen worden sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al-Haddâd argumentiert, daß einzelne Gesetze im Islam häufig die Antwort auf ganz spezifische historische Ereignisse oder gesellschaftliche Begebenheiten gewesen und somit nicht selten kontextgebunden seien. Darüber hinaus gebe es jedoch Grundprinzipien, die unabhängig von jeglichen Faktoren von allgemeiner Gültigkeit sind. Dazu zählen der Monotheismus wie auch moralgeleitetes Handeln oder die Achtung von Gerechtigkeit, Würde und Gleichheit aller Menschen. Ferner existierten im Islam Phänomene fort, die bereits in vorislamischer Zeit im Gebrauch waren, die jedoch im Laufe der weiteren historischen Entwicklung hätten aufgehoben werden können. Er nennt als Beispiele Sklaverei und Polygamie und betont, daß diese Phänomene zwar im Islam weiterbestehen, jedoch nicht zu seiner Essenz gehören. Das Aufheben dieser Traditionen würde ihm zufolge dem Islam nicht schaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es können an dieser Stelle nicht alle Punkte behandelt werden, die al-Haddâd bezüglich der rechtlichen Stellung der Frau diskutiert. Ich beschränke mich daher auf die Thematik des Schleiers. (Andere Themen, die in seinem Werk diskutiert werden sind u.a. Ehe bzw. das Recht auf freie Partnerwahl, Polygamie, Scheidung und Erbrecht.)&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * * &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Al-Haddâd widmet &lt;b&gt;der Frage des Ganzkörperschleiers&lt;/b&gt;, der zu seiner Zeit die übliche Kleidervorschrift für Frauen in Tunesien war, besondere Aufmerksamkeit und unterstreicht, daß der Schleier in der genannten Form in den koranischen Bekleidungsvorschriften nicht belegt sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Vers »Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihren Blick senken und ihre Scham wahren, ihren Schmuck nicht offen legen, außer dem, was davon sichtbar ist. […]« (Koran 24:31) legt al-Haddâd unorthodox aus: Die Vorschrift, die Augen niederzuschlagen, führe demnach zu der Schlußfolgerung, daß Blicke zwischen Männern und Frauen nicht durch einen Schleier getrennt sein könnten, denn andernfalls wäre die Vorschrift ja gegenstandslos. Durch die Aussage »soweit er (sc. der Schmuck) nicht normalerweise sichtbar ist« (&lt;i&gt;illâ mâ zahara minhâ&lt;/i&gt;), lege der Koran nicht wörtlich fest, was von der Frau sichtbar sein darf und was bedeckt sein muß, damit die Auslegung keine »statische« sei, sondern an die Entwicklungen und die Bräuche der jeweiligen Zeit angepaßt werden könne. Und al-Haddâd geht noch einen Schritt weiter:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Dies verdeutlicht, daß der Schleier, den wir der Frau als eine Grundlage des Islam auftragen – sei es indem wir sie im Hause verweilen lassen oder indem wir ihr den Gesichtsschleier überziehen – keine Angelegenheit ist, die sich ohne weiteres als eine islamische bestimmen läßt. Vielmehr verdeutlicht der Wortsinn des Verses die Ablehnung des Schleiers aufgrund der (Auslegungs)schwierigkeiten, die mit ihm verbunden sind. Was uns sicher sein läßt, daß der Schleier nicht auf dem Islam basiert, ist die Tatsache, daß, wenn er etwas "Eindeutiges" gewesen wäre, das der Prophet befürwortet hätte, wie es seine (sc. des Schleiers) Anhänger behaupten, doch dann wäre es nicht möglich, dass die geistigen Führer des Islam darüber uneins waren; dazu gehören doch die Gefährten des Propheten und die Gelehrten, die deren Zeit erlebten.«&lt;/blockquote&gt;Es wird ersichtlich, daß al-Haddâd den Schleier bzw. die komplette Verhüllung der Frau, einschließlich ihres Gesichts, zu den Elementen zählt, die zwar im Islam existieren, jedoch nicht zu seinem »Fundament« gehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Diskussion wird ein weiterer entscheidender Vers hinzugefügt: »Prophet, sag deinen Frauen, deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herabziehen. So werden sie am ehesten erkannt und nicht gekränkt. Gott ist voller Vergebung und barmherzig.« (Koran 33:59). Al-Haddâd schließt aus diesem Vers ein Verbot der Zurschaustellung weiblicher Reize (&lt;i&gt;tabarruj&lt;/i&gt;), um unzüchtige Gedanken bei Männern zu vermeiden. Man müsse außerdem dabei berücksichtigen, daß die Frauen der vorislamischen &lt;i&gt;jâhilîya&lt;/i&gt; ihr Dekolleté, ihren Nacken sowie ihre Beine nicht zu bedecken pflegten. Die in dem Vers enthaltene Bekleidungsvorschrift diene dazu, die muslimische Frau von der Nichtmuslimin zu unterscheiden und sie vor »boshaftem Gerede« (&lt;i&gt;sû' al-qawl&lt;/i&gt;) zu schützen. Nach der Darstellung al-Haddâds werden damit gleichzeitig islamische Werte geschützt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er betont darüberhinaus, daß man das Gebot des &lt;i&gt;hijâb&lt;/i&gt; (Gesichtsschleiers) fälschlicherweise dahingehend interpretiere, die Frau zu Hause abzuschirmen und soziale Kontakte zwischen den beiden Geschlechtern zu unterbinden. Al-Haddâd widerlegt diese Annahme durch den folgenden Koranvers: »Keine Beschwernis sollen haben der Blinde, der Krüppel, der Kranke und ihr selbst, wenn ihr in eurem Haus esst, in dem eures Vaters oder eurer Mutter, eurer Brüder oder Schwestern, eurer Onkel und Tanten väterlicherseits, eurer Onkel und Tanten mütterlicherseits, in einem, dessen Schlüssel ihr beseitzt, oder dem eines Freundes. Es ist für euch kein Vergehen, gemeinsam oder getrennt zu essen. Doch wenn ihr in Häuser geht, dann grüßt einander mit gesegnetem, gutem Gruß von Gott! So macht Gott euch die Zeichen klar. Vielleicht versteht ihr!« (Koran 24:61). Dieser Vers zeigt laut al-Haddâd, daß der Islam seine Anhänger ermutigt, freundschaftliche Beziehungen zueinander zu pflegen. Daran sei nichts Verwerfliches, solange man keine »verdorbenen« Absichten verfolge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt seien die zitierten Verse Vorsichtsmaßnahmen, die die Gesellschaft vor Verderbtheit schützen, die jedoch nicht zu einem Hindernis im Alltagsleben der Menschen ausarten sollen. Dies sei zwar der Fall, allerdings sei nicht der Islam, sondern vielmehr die ignorante Auslegung seiner Gebote dafür verantwortlich:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Die Lehre, die wir aus diesen edlen Versen ziehen, ist, daß die Maßnahmen, die zur Vorbeugung vor Schandtaten dienen, nicht zu störenden Faktoren im Leben der Menschen und zu Behinderung ihrer Interessen werden sollten. (Dies steht) im Gegensatz zu unserer heutigen Auffassung des Islam, mit der wir die Frau und dadurch uns selbst vernichtet haben Dadurch wären wir muslimischer als der Islam (verlangt). Welch Unglück und welche Ignoranz.«&lt;/blockquote&gt;Was die Herkunft des Schleiers betrifft, so legt al-Haddâd dar, daß er ursprünglich ein über Jahrhunderte hinweg praktizierter Stammesbrauch sei. Einige Stämme gingen sogar so weit, das Tragen des Schleiers auch in Anwesenheit von engsten Familienangehörigen wie Vätern oder älteren Brüdern vorauszusetzen. Bei einigen Stämmen, den sogenannten &lt;i&gt;mulaththamûn&lt;/i&gt; (»die Verhüllten«) ist das Tragen des Schleiers selbst für Männer Pflicht; »Verhüllte« in diesem Sinn nennt man in Nordafrika insbesondere auch die Tuareg. Dennoch merkt al-Haddâd an, daß der Schleier zwar in Städten und Dörfern getragen wird, nicht jedoch in der Wüste, wo die Menschen »ihren Instinkten folgen«. In diesem Sinne schreibt er: »Jedes Mal, wenn ich über die Angelegenheit des Schleiers nachdenke, dann sehe ich darin unseren Egoismus, der sich hinter religiösen Gefühlen versteckt, als Festung, mit der er sich über Andersdenkende erhebt.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf gesellschaftlicher Ebene sei der Schleier besonders problematisch, wenn es um die Partnerwahl gehe. Al-Haddâd argumentiert, daß die Partnerwahl aufgrund des Schleiers stark eingeschränkt werde. Der Mann habe sich bei der Brautwahl an den Beschreibungen der Familie der Braut zu orientieren, welche nicht selten überschwenglich –&amp;nbsp; und wenig wirklichkeitsgetreu! – seien. Deshalb könne der Mann nie wirklich wissen, was er »bekomme«, und tatsächlich werde er nicht selten getäuscht. Das Ergebnis sind unglückliche Ehen und eine hohe Scheidungsrate. Das Ablegen des Schleiers sei deshalb mit Vorteilen für beide Geschlechter verbunden, und tatsächlich, so der Autor, legten immer mehr Frauen den Schleier ab, orientiert am Beispiel der Europäerinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Al-Haddâd betont jedoch, daß das Ablegen des Schleiers nicht mit der völligen Entblößung von Nacken, Brust und Gliedmaßen sowie dem Tragen von reizvollem Schmuck und Parfum einhergehen sollte. Mit anderen Worten: Das geforderte Ablegen des Schleiers soll nicht in ein blindes Nachahmen europäischer Bräuche ausarten, wie von Verfechtern des Schleiers bereits drohend vorhergesagt wurde. Entscheidend sei es, das richtige Maß der Dinge zu finden. Dabei sollten sich Frauen vor allem auf ihre Pflichten und ihre Verantwortung konzentrieren und sich nicht zu einem Objekt männlicher Begierde degradieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Quintessenz der Ausführungen al-Haddâds kann durchaus in der bereits erwähnten progressiven Rechtsprechung und der zeitgemäßen Auslegung islamischer Vorschriften gesehen werden. Al-Haddâd zeichnet sich vor anderen Reformern durch seinen energischen Modernisierungsdrang und die Erkenntnis aus, daß eine Umgestaltung der tunesischen Gesellschaft nur realisierbar ist, wenn vorher die Situation der tunesischen Frau geändert und ihre Emanzipation gewährleistet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der namhafte französische Islamwissenschaftler &lt;a href="http://www.bibliomonde.net/auteur/jacques-berque-1178.html" target="_blank"&gt;Jacques Berque&lt;/a&gt; bemerkte nicht zu Unrecht:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Les réformistes, qui de surcroît ont sur eux l’avantage de l’élocution, les ridiculisent. Mais, ce faisant, ils ne dépassent pas certaines limites. Eux-mêmes ne touchent qu’avec mille précautions à des questions comme celle de la femme. C’est ce qu’on voit bien au moment de la querelle soulevée par le livre de H’addâd (&lt;i&gt;sic!&lt;/i&gt;)« (J. Berque: &lt;i&gt;Le maghreb entre deux guerres&lt;/i&gt;, Band 2, S. 639 f.)&lt;/blockquote&gt;Das erklärt vielleicht auch die Reaktionen, die al-Haddâds Werk in Tunesien hervorrief. Die kolonisierten Muslime, die wesentlich darauf bedacht waren, ihre kulturelle Identität zu verteidigen, mußten nun zusehen, wie al-Haddâd aus ihren eigenen Reihen an ihrem kulturellen Gerüst rüttelte und sich gegen ihre Traditionen wandte. Die Annahme, daß al-Haddâd mit seinen Gedanken seinem Land und seiner Zeit voraus war, ist somit nicht unbegründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß einige Autoren al-Haddâd als Feministen bezeichnen. Inwieweit es sich bei al-Haddâds Diskurs jedoch tatsächlich um einen »feministischen« handelt, muß ebenso dahingestellt bleiben wie die Frage, ob sich al-Haddâd selbst als Feminist verstanden hat. Seine frauenfreundliche Haltung kann ihm freilich keiner aberkennen. Davon zeugt nicht nur sein Werk &lt;i&gt;Imra'atunâ fî š-šarî'a wa-l-mujtama'&lt;/i&gt;, denn in seinen &lt;i&gt;Gedanken&lt;/i&gt; liest man u.a.:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Wir lieben die Frau – und wir hassen sie. Wir lieben sie als Beute zwischen unseren Händen, auch wenn sie unsere Existenz zerstört – und wir hassen sie als Freie und Vernünftige neben uns, weil wir wissen, wie wir Lust durch die Reizung unserer Sinne erfahren können. Wir wissen jedoch nicht, wie wir Lust durch die Reizung unserer Seelen und Gedanken erfahren können.«&lt;/blockquote&gt;Trotzdem stellt sich die Frage, ob al-Haddâd wirklich die Befreiung der tunesischen Frau um der Frauen willen fordert. Ob er ihre vollständige Gleichberechtigung im Sinne des Feminismus fordert, ist ebenfalls zweifelhaft. Seine Motivation geht eher von seinem persönlichen Islamverständnis aus und dem Willen, den »wahren« Geist des Islam zu verwirklichen, von dem seiner Meinung nach die tunesische Gesellschaft »abgefallen« ist. Tatsächlich hat er erkannt, daß eine gesellschaftliche Reform nur erreicht werden kann, wenn vorher die Situation der Frau geändert wird. Die Emanzipation der Frau sollte demnach schon aus gesellschaftlichem Interesse verwirklicht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Literatur:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Iman Hajji: &lt;i&gt;Ein Mann spricht für die Frauen. at-Tahir al-Haddad und seine Schrift ›Die tunesische Frau in Gesetz und Gesellschaft‹&lt;/i&gt;, Berlin 2009 (&lt;a href="http://www.klaus-schwarz-verlag.com/index.php?title=Iman+Hajji+Ein+Mann+spricht+f%FCr+die&amp;amp;art_no=IU291" target="_blank"&gt;Islamkundliche Untersuchungen 291&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Quellen und moderne Studien:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-C0b50gukNEU/TbM0xBXTOGI/AAAAAAAAANw/Tj27MqrleCc/s1600/haddad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;" target="_blank"&gt;&lt;img border="0" height="123" src="http://2.bp.blogspot.com/-C0b50gukNEU/TbM0xBXTOGI/AAAAAAAAANw/Tj27MqrleCc/s400/haddad.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Click to enlarge&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Anmerkung der Redaktion:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iman Hajjis Buch wurde auf &lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_softlink.php/_c-300/i.html" target="_blank"&gt;&lt;u&gt;Qantara.de&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; von &lt;b&gt;Martina Sabra&lt;/b&gt; rezensiert:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-1288/i.html" target="_blank"&gt;»Der tunesische Islamgelehrte und Aktivist Tahar Haddad. Ein korantreuer Rebell«&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus aktuellem Anlaß sei hier auch auf den am 5. April 2011 ebenfalls auf &lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_softlink.php/_c-300/i.html" target="_blank"&gt;&lt;u&gt;Qantara.de&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; erschienenen Beitrag von &lt;b&gt;Lamya Kaddor&lt;/b&gt; hingewiesen:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-1339/i.html" target="_blank"&gt;»Koran-Auslegung: Warum ich als Muslima kein Kopftuch trage«&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu dem im Beitrag erwähnten französischen Islamwissenschaftler &lt;b&gt;Jacques Berque&lt;/b&gt; siehe &lt;a href="http://www.frenda.org/jbhaut.htm" target="_blank"&gt;&lt;u&gt;hier&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Rezensionen seines Buches »&lt;i&gt;&lt;i&gt;Le maghreb entre deux guerres&lt;/i&gt;&lt;/i&gt;«:&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;Le Tourneau, Roger, in &lt;a href="http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/ahess_0395-2649_1962_num_17_6_420936_t1_1220_0000_1" target="_blank"&gt;&lt;i&gt;Annales&lt;/i&gt; 17 (1962), S. 1220-1226&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Charnay, Jean-Paul, in &lt;a href="http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/assr_0003-9659_1963_num_15_1_1734_t1_0160_0000_3" target="_blank"&gt;&lt;i&gt;Archives des sciences sociales des religions&lt;/i&gt; 15 (1963), S. 160-162.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Marthelot, P., in &lt;a href="http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/hom_0439-4216_1963_num_3_1_366541" target="_blank"&gt;&lt;i&gt;L'Homme&lt;/i&gt; 3 (1963), S. 131-134. &lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-297371441413905747?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/297371441413905747/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/297371441413905747'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/297371441413905747'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien.html' title='Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 4'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-t_0C3MSIj8s/TaBNyZWF-AI/AAAAAAAAANo/7FMswKmT84w/s72-c/Karikatur+TaHadd.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-1584962880879460536</id><published>2011-04-07T12:10:00.000+02:00</published><updated>2011-04-07T12:10:26.269+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Gazelle-Magazin</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SsgLFnbQFPk/TZ2NWWMlosI/AAAAAAAAANk/BWs0I6uwbTI/s1600/gazmgazin.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-SsgLFnbQFPk/TZ2NWWMlosI/AAAAAAAAANk/BWs0I6uwbTI/s1600/gazmgazin.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Das multikulturelle Frauenmagazin &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.gazelle-magazin.de/" target="_blank"&gt;Gazelle&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; steht vor dem Aus. 1000 Jahres-Abos würden reichen, damit die Chefredakteurin Sineb El Masrar und ihre Truppe weiterarbeiten können. Das Jahres-Abo kostet jährlich nur 18 €. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man zu tun hat, erfahrt ihr&lt;a href="http://www.gazelle-magazin.de/newsdetails/article/1/1297358495.html" target="_blank"&gt; hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiteres zur Aktion hier: &lt;a href="http://www.freitag.de/community/blogs/philibuster/rettung-des-gazelle-magazins-hall-of-fame"&gt;Rettung des Gazelle-Magazins: Hall of Fame&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigenbeschreibung des Gazelle-Magazins:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Gazelle ist ein eigenfinanziertes und unabhängiges Frauenmagazin, welches auf Grund seiner Themenschwerpunkte und seiner Zielgruppe einzigartig ist. Gazelle ist das erste und einzige multikulturelle Frauenmagazin in Deutschland. Gazelle beschäftigt sich mit spezifische Problemen, Bedürfnissen und Interessen der in der Bundesrepublik lebenden Migrantinnen und deutschen Bürgerinnen und bietet somit eine einzigartige Plattform zum Austausch. Gazelle fördert daher das interkulturelle Verständnis auf Augenhöhe&lt;/i&gt;. &lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-1584962880879460536?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/1584962880879460536/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/gazelle-magazin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1584962880879460536'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1584962880879460536'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/04/gazelle-magazin.html' title='Gazelle-Magazin'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-SsgLFnbQFPk/TZ2NWWMlosI/AAAAAAAAANk/BWs0I6uwbTI/s72-c/gazmgazin.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-6203823963567864313</id><published>2011-03-31T22:31:00.001+02:00</published><updated>2011-03-31T22:32:04.135+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Ägypten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Revolutionen in der arabischen Welt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Serie: Kinder der Revolution'/><title type='text'>Kinder der Revolution - Maikel Nabil aus Ägypten droht mehrjährige Haft</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-oP0Wg_Wb-d0/TZTjfQfD7FI/AAAAAAAAANg/tyDurTHOo7c/s1600/nabil.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-oP0Wg_Wb-d0/TZTjfQfD7FI/AAAAAAAAANg/tyDurTHOo7c/s320/nabil.jpg" width="227" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Maikel Nabil Sanad (25)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;b&gt;Über den jungen Friedensaktivisten Maikel Nabil und eine Revolution, die ihre eigenen Kinder frisst...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ein Gastbeitrag von Kristin Jankowski&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich bin sehr traurig und wütend", sagt Kirolos Nagy. Seine Stimme zittert. Er holt tief Luft : "Ich verstehe nicht, warum die Armee Maikel Nabil einsperrt. Nach welchem Gesetz hat das Militär gehandelt? Maikel ist seit vielen Jahren mein Freund. Ich weiss nicht, was mit ihm passieren wird. Das macht mir grosse Angst."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2011 hat das ägyptische Militaer den Blogger und Antimilitaristen Maikel Nabil festgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maikel Nabil saß oft mit seinen Freunden in einem Strassencafe in der Nähe der  Börse in Kairo. Es ist Cafe mit bunten Stühlen und Plastiktischdecken. Maikel hat seinen Tee immer mit einem  Löffel Zucker getrunken. Wenn er jemandem zur Begrüssung die Hand gereicht hat, lächelte er und seine grossen braunen Augen funkelten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Er war mit jedem befreundet. Ich habe viel mit ihm über  Gott und Frieden gesprochen. Unsere Unterhaltungen waren immer sehr  tief", erinnert sich Kirolos Nagy. "Und  jetzt  ist er weg. Zuerst haben wir dem Militär vertraut. Und nun haben sie unseren Freund festgenommen. Ich bin wirklich sehr enttäuscht", so der 21-jährige."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angeblich kam die Militärpolizei zwischen 3 Uhr und 4 Uhr morgens zu Maikels Wohnung. Er war alleine Zuhause. Ich weiß leider auch nicht, was genau passiert ist", sagt Amr Bakly. "Ich kenne Maikel seit vielen Jahren. Wir haben uns aufgrund unserer politischen Arbeit kennengelernt", erzählt er. "Ich denke, dass er festgenommen wurde, weil er über die Armee geschrieben hat. Er war immer gegen die Armee. Maikel ist ein Friedensaktivist", weiss der 29-jährige. "Ich bin wirklich sehr besorgt. Wir wissen, dass die Armee  viele Leute gefoltert hat. Ich habe Angst um meinen Freund und ich kann ihm nicht helfen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amr Bakly hat durch das soziale Netzwerk Facebook von der Festnahme Maikel Nabils erfahren. "In dem Moment war ich wirklich sehr wütend" erinnert er sich. "Maikel ist immer direkt, er ist immer klar in seinen Worten. Das mag ich an ihm. Maikel ist mutig, niemand kann ihn kontrollieren. Maikel ist ein Kämpfer", so Amr Bakly.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maikel Nabil ist am 1. Oktober 1985 in Assuit geboren. Dort hat er Tiermedizin studiert. Maikel Nabil war Mitglied in verschiedenen politischen Parteien und hat sich in zahlreichen Nichtregierungsorganisationen engagiert. Im Jahr 2006 begann er Texte &lt;a href="http://www.maikelnabil.com/"&gt;auf seinem Blog (http://www.maikelnabil.com)&lt;/a&gt; zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 9. April 2009 gründete er die Bewegung  "No for Compulsory Military Service".  Es ist die erste Organisation in Ägypten, die sich gegen die allgemeine Militärpflicht einsetzt. Maikel Nabil ist Kriegsdienstverweigerer. Im November 2010 wurde er von der Armee befreit. In einer Erklärung beschreibt er, warum er nicht von dem Militär eingezogen werden will. Er sieht sich selbst als Pazifisten,  er will keine Waffe in der  Hand halten. "Ich bin nicht bereit etwas gegen meinen Willen zu tun - ganz egal welcher Preis dafür zu bezahlen ist", schreibt er auf seiner Internetseite. Das Rekrutieren bezeichnet er als eine  Art Sklaverei und er sei ein freier Mensch. "Momentan bin ich nicht bereit meine Freheit aufzugeben und sie in die Hände von militärischen Gangs zu geben. Alles was sie tun können ist zu töten, zu schlachten und Blutbäder anzurichten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während des Aufstandes in Ägypten wurde Maikel Nabil am 4. Februar 2011 für zwei Tage festgenommen. Er war auf dem Weg zum Tahrir-Platz - zur Demonstration gegen das Mubarak Regime. Doch er wurde von der Militärpolizei aufgehalten und festgenommen. Maikel Nabil behauptet, er wurde während der Haft geschlagen. Mehrmals wurden seine Augen verbunden. Zudem gibt er an, er wäre sexuell genötigt worden."Es waren die schlimmsten Tage meines Lebens" beschreibt Maikel Nabil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Wochen später wurde Maikel Nabil wieder festgenommen. Einige seiner Freunde behaupten, die Militärpolizei sei am frühen morgen des 29. März 2011 zu seiner Wohnung gekommen und habe ihn von dort weggebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich habe am Abend des 29. März mit Maikels Bruder Mark und seinem Vater in einem  Cafe in Downtown gesessen", erzählt Sahar Mahar. Sie kennt Maikel Nabil seit rund 1,5 Jahren. "Maikel hatte Glück und konnte zwei Anrufe machen. Heimlich.  Angeblich war  es das Telefon eines Offiziers. Maikel hat seinen Bruder angerufen. Einmal um etwa 8 Uhr morgens und um ungefähr 12 Uhr.  Beim ersten Anruf hatte er Mark erzählt, was passiert sei. Beim zweiten Anruf sagte Maikel, dass er innerhalb der kommenden zwei Stunden vor ein Militärgericht gestellt  wird", so die 21-jährige. "Hätte er die Anrufe nicht machen dürfen, dann würden wir gar nicht wissen, wo er ist" sagt sie besorgt. "Als Maikel zum zweiten Mal bei seinem Bruder anrief, war er sehr verängstigt und erzählte, dass er wahrscheinlich für 18 Jahre ins Gefängnis kommen wird. Wir haben kurz danach mit einem Anwalt gesprochen und er sagte uns, dass sich Maikels Höchststrafe auf drei Jahre belaufen kann", erzählt Sahar Maher weiter. "Beschuldigt wird er angeblich wegen Verbreitung von Lügen ueber das Militär, Beleidigung der Armee und das Gefährden der Inneren Sicherheit."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 8. März 2011 hatte Maikel Nabil auf seinem Blog einen &lt;a href="http://www.maikelnabil.com/2011/03/army-and-people-wasnt-ever-one-hand.html"&gt;Artikel über das aegyptische Militär &lt;/a&gt;veroeffentlicht. Darin geht es um das brutales Vorgehen der Armee gegen friedliche Demonstranten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Vor einigen Tagen hatte Maikel während eines Treffens im Hisham Mubarak Center - einer  Rechtsanwaltskanzlei, die sich mit Menschenrechten beschaeftigt- erzählt, dass er bald den zweiten Teil seines Artikels über die Verbrechen der Armee veröffentlichen will", weiß Sahar Maher. "Wer weiss, wer ihm dabei zugehört hat".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derzeit befindet sich Maikel Nabil angeblich in dem Militärgefaengnis in dem Stadtteil Nasr City in Kairo. "Innerhalb der nächsten 14 Tage soll eine endgültige Entscheidung über Maikel gefaellt werden", sagt Sahar Maher. "Wir sind alle wirklich sehr besorgt um ihn."     &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-6203823963567864313?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/6203823963567864313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/kinder-der-revolution-maikel-nabil-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6203823963567864313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/6203823963567864313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/kinder-der-revolution-maikel-nabil-aus.html' title='Kinder der Revolution - Maikel Nabil aus Ägypten droht mehrjährige Haft'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-oP0Wg_Wb-d0/TZTjfQfD7FI/AAAAAAAAANg/tyDurTHOo7c/s72-c/nabil.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4905135227147819504</id><published>2011-03-28T12:45:00.005+02:00</published><updated>2011-03-28T12:51:40.565+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ausstellungstermine'/><title type='text'>»Orient«-Ausstellungen im ersten Halbjahr 2011 in Dtld. und Europa</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(a) Orientphotographie, Kunstphotographie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.tageblatt.lu/kultur/story/Im-Zeichen-von-Romantik-und-Orientalismus-22998362"&gt;»Erinnerung Ägypten«: Im Zeichen von Romantik und Orientalismus&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Musée national d’histoire et d’art&lt;/i&gt;, Marché-aux-Poissons, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Luxembourg&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, noch bis zum 28. August 2011 (Di.-So. 10-18 Uhr): Frühe Fotografien, Karten und Lithografien erlauben dem Besucher einen Einblick in die Zeit, als es noch keinen Massentourismus in dem Land am Nil gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.landesmuseum.at/event-details/land-am-nil-aegypten-in-historischen-fotografien-1/"&gt;&lt;b&gt;Land am Nil: Ägypten in historischen Fotografien&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Photomuseum&lt;/i&gt; &lt;b&gt;&lt;u&gt;Bad Ischl&lt;/u&gt;&lt;/b&gt; vom 9. April bis 17. Juli 2011: Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war Ägypten ein begehrtes Reiseziel. Das wohlhabende Bildungsbürgertum suchte auf der erweiterten „Grand Tour“ im östlichen Mittelmeerraum neben kulturellen Eindrücken immer auch die Erfahrung von »Orient und Exotik«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.paris-art.com/photo-art/captives/majida-khattari/12094.html"&gt;&lt;b&gt;Majida Khattari: »Captives«&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung vom 31. März bis zum 14. Mai 2011 in der &lt;i&gt;Artothèque de Caen&lt;/i&gt;,&lt;b&gt; &lt;u&gt;Caen&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;: »Depuis 1996, Majida Khattari crée des défilés-performances inspirés de la situation des femmes dans les sociétés arabes afin de bousculer les codes de représentations orientalistes.« – Ein zeitgenössischer Gegenentwurf zum Orientalismus des 19. Jahrhunderts: Die »Odalisken«-Photographien von Majida Khattari in einer Ausstellung in Caen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.uni-jena.de/Stuebelsammlung"&gt;&lt;b&gt;Friedrich-Schiller-Universität Jena: Alphons-Stübel-Sammlung früher Orient-Photographie&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine umfangreiche Sammlung früher Orientphotographien gehört zu den Schätzen des &lt;i&gt;Instituts für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients&lt;/i&gt; in &lt;b&gt;Jena&lt;/b&gt;: Ungefähr 500 großformatige Originalabzüge der berühmten Photostudios aus Konstantinopel, Beirut, Kairo, Alexandria und Port Said aus der Zeit zwischen 1850 und 1890 stellen eine der bedeutendsten Sammlungen ihrer Art dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://derstandard.at/1297818763725/Fotojuwelen-Ausstellung-zeigt-Fruehe-Orientphotographie"&gt;&lt;b&gt;»Bilderfund - Frühe Orientphotographie, gesammelt von Alphons Stübel (1835-1904)«&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung vom 3. März 2011 bis 8. Mai 2011 in der &lt;i&gt;Galerie Stadtspeicher&lt;/i&gt;, Am Markt 16,&lt;b&gt; &lt;u&gt;Jena&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kunst/Als-haette-man-die-Frauen-wieder-nach-Hause-geschickt/story/27061508"&gt;&lt;b&gt;Lalla Essaydi: Série «Les femmes du Maroc»&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Serie «Les femmes du Maroc» der 54-jährigen marokkanischen Künstlerin Lalla Essaydi ist in der Zürcher Galerie Edwynn Houk zu sehen: &lt;i&gt;Galerie Edwynn Houk&lt;/i&gt;, Stockerstrasse 33, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Zürich&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(b) Islamische / orientalische Kunst&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.khm.at/de/khm/ausstellungen/aktuell/al-fann/"&gt;&lt;b&gt;al-Fann: Kunst der islamischen Welt aus der Sammlung al-Sabah, Kuwait&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ausstellung vom 22. März 2011 bis 19. Juni 2011: »al-Fann: Kunst der islamischen Welt aus der Sammlungal-Sabah« mit Stücken aus der &lt;i&gt;al-Sabah Collection of IslamicArt &lt;/i&gt;im &lt;i&gt;Kunsthistorischen Museum&lt;/i&gt; (KHM), &lt;b&gt;&lt;u&gt;Wien&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://schmidt.antikenmuseumbasel.ch/"&gt;&lt;b&gt;Ägypten, Orient und die Schweizer Moderne. Die Sammlung Rudolf Schmidt (1900-1970)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Basel&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, vom 25. März bis 31. Juli 2011: Das Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig präsentiert zum ersten Mal die einzigartige Sammlung Rudolf Schmidt aus Solothurn: Die Ausstellung konfrontiert antike Kunstwerke mit der klassischen Schweizer Moderne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.smb.museum/smb/kalender/details.php?lang=de&amp;amp;objID=25247&amp;amp;type_id=10"&gt;&lt;b&gt;»Schahname. Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige«&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Pergamonmuseum&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Berlin&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, Veranstalter: &lt;i&gt;Museum für Islamische Kunst&lt;/i&gt;. Vom 19. März bis So 19. Juni 2011.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch hier: &lt;a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1414730/"&gt;Zur Ausstellung Schahname - Tausend Jahre persisches Buch der Könige&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(c) Europäische »Orientalismus-Malerei«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.iltitolo.it/giornale/notizie-puglia/incanti-e-scoperte.html"&gt;&lt;b&gt;L'Oriente nella pittura dell'Ottocento italiano&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung in &lt;b&gt;&lt;u&gt;Barletta&lt;/u&gt;&lt;/b&gt; (Apulien, Italien) vom 4. März bis zum 5. Juni 2011: A &lt;i&gt;Palazzo Marra&lt;/i&gt;, sede della &lt;i&gt;Pinacoteca de Nittis&lt;/i&gt;, dal 4 marzo al 5 giugno, un centinaio di selezionatissime opere raccontano l'Oriente nella pittura dell'Ottocento italiano nella più approfondita esposizione mai allestita sul tema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.orcca.asso.fr/fr/actu/696-exposition-orient-reve-orient-vecu-au-musee-saint-loup"&gt;&lt;b&gt;Œuvres orientalistes: »Orient rêvé, Orient vécu«&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Museum Saint-Loup&lt;/i&gt; in &lt;b&gt;&lt;u&gt;Troyes&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, vom 23. Januar 2011 bis 26. April 2011: Le &lt;i&gt;musée Saint-Loup&lt;/i&gt; présente les oeuvres orientalistes de ses collections. Une vingtaine d'oeuvres, peintures et sculptures, illustrent ce courant artistique du 19e siècle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.rmn.fr/francais/les-musees-et-leurs-expositions/autres-en-region/expositions-113/l-orientalisme-en-europe-de"&gt;&lt;b&gt;»L’orientalisme en Europe. De Delacroix à Matisse«&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung über Orientalismus-Malerei des 19. und 20. Jhs. im &lt;i&gt;Centre de la Vieille Charité&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Marseille&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, vom 27.Mai bis 28. August 2011. Es handelt sich um dieselbe Ausstellung, die bis zum 1. Mai in der Münchner Hypo-Kunsthalle zu sehen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hypo-kunsthalle.de/newweb/orientalismus.html"&gt;&lt;b&gt;Orientalismus in Europa&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung in der &lt;i&gt;Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;München&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, bis zum 1. Mai 2011.&lt;br /&gt;Zu dieser Ausstellung siehe auch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/heimfuehrung_des_orients_1.9909788.html"&gt;Heimführung des Orients&lt;/a&gt; (NZZ vom 16.03.2011, Mona Sarkis)&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Eine Münchner Werkschau huldigt dem orientalisierenden Europa des 19. Jahrhunderts und zeigt in über 150 Werken Orientalisten aus ganz Europa. Ihrem Exotismus sollen wir unbekümmert folgen, rät die Ausstellung und scheint dabei vorzuschlagen: War und ist es nicht doch schön, im Namen des «Anderen» zu sprechen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-888/i.html"&gt;Naiver Ästhetizismus&lt;/a&gt; (qantara.de vom 08.03.2011, Mona Sarkis)&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mit dem Kolonialismus im 18. und 19. Jahrhundert bekam auch der Orientalismus in der europäischen Kunst Auftrieb. Vielen Darstellungen ist eine kulturelle Arroganz eingeschrieben, die bis heute nicht überwunden ist – wie eine Ausstellung in München zeigt. Mona Sarkis war vor Ort.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.neues-paris-ile-de-france.de/events-paris/ausstellungen/kulturen-geschichte-und-wissenschaft/impressionen-aus-agypten.-emile-prisse-d-avennes-1807-1879-262049.html"&gt;&lt;b&gt;Impressionen aus Ägypten. Emile Prisse d’Avennes (1807-1879)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung vom 01. März bis 05. Juni 2011 in der &lt;i&gt;Bibliothèque nationale de France&lt;/i&gt;, site Richelieu, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Paris&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;: Die BNF enthüllt den unschätzbaren, z.T. unveröffentlichten ikonografischen Fundus dieses großen französischen Ägyptologen des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu siehe auch hier:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1400399/"&gt;Visionen von Ägypten - Beeindruckende Orientalistik-Ausstellung&lt;/a&gt;: Emile Prisse d'Avennes war einer der angesehensten Orientalisten des 19. Jahrhunderts. Seine Aufenthalte in Ägypten dokumentierte er in einer Vielzahl von Zeichnungen und Aquarellen. Die "Bibliothèque nationale de France" in Paris stellt diesen Fundus jetzt aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;(d) Anderes&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/default.asp?s=134"&gt;&lt;b&gt;Lawrence von Arabien&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Rautenstrauch-Joest-Museum&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Köln&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, vom 30.04.2011 bis 11.09.2011: Spätestens seit David Lean´s Kinofilm »Lawrence von Arabien« aus dem Jahre 1962 ist T. E. Lawrence in Europa und den USA eine der bekanntesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Dabei changiert das öffentliche Bild zwischen kollektiver Erinnerung und den Ergebnissen historischer Recherchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.quaibranly.fr/fr/programmation/expositions/a-l-affiche/"&gt;&lt;b&gt;L'Orient des femmes vu par Christian Lacroix&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausstellung im &lt;i&gt;Musée du quai Branly&lt;/i&gt;, &lt;b&gt;&lt;u&gt;Paris&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;, von 08.02. bis 15.05.2011: »Véritable hymne aux femmes orientales, l’exposition dévoile un autrevisage des femmes, du nord de la Syrie à la péninsule du Sinaï, enprésentant un ensemble exceptionnel de 150 costumes et parurestraditionnels du Proche-Orient, sélectionnés par le couturier ChristianLacroix, avec le concours de Hana Chidiac, responsable des collectionsAfrique du Nord et Proche-Orient du musée du quai Branly.«&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4905135227147819504?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4905135227147819504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/orient-ausstellungen-im-ersten-halbjahr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4905135227147819504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4905135227147819504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/orient-ausstellungen-im-ersten-halbjahr.html' title='»Orient«-Ausstellungen im ersten Halbjahr 2011 in Dtld. und Europa'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4669021368280545056</id><published>2011-03-24T23:42:00.002+01:00</published><updated>2011-03-24T23:45:55.793+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Serie: Der russische Blick auf den Orient'/><title type='text'>Poetik der Revolution – Der russische Blick auf den Orient, Folge 1</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Sergej Alexandrovic Esenin (1895-1925)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Alev Masarwa&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-DW0JJiiGHjk/TYvIoWzWSWI/AAAAAAAAANY/r5QnmWw1YLE/s1600/esninlv.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="https://lh3.googleusercontent.com/-DW0JJiiGHjk/TYvIoWzWSWI/AAAAAAAAANY/r5QnmWw1YLE/s200/esninlv.jpg" width="149" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;»Diesseits oder jenseits der Barrikaden« zu stehen, war vielleicht die einzige Alternative für die Literaten Rußlands 1917. Eine schwere Entscheidung für Dichter einer »intellektuellen Landschaft«, die in ihrer Diversität und Buntheit derjenigen in den Vierteln Bagdads in nichts nachstand: hier die Imaginisten, dort die Futuristen, daneben die Akmeisten, Konstruktivisten, Symbolisten, Rayonisten, Realisten ... alle mit ihren eigenen Visionen für das neue Rußland und überhaupt für das Neue in der Kunst. Hinter diesen geistigen und intellektuellen Gruppierungen standen die herausragenden Dichter der Zeit. Ein Großteil rettete sich vor dem bolschewistischen Vorgehen ins westliche Ausland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sergej Esenin blieb. Er hatte sich bereits vor der Revolution einen Namen als wilder »Bauerndichter« gemacht und war bekannt für seine Alkoholexzesse und seine Schlagfertigkeit. Als Halbwüchsiger mit unbändigen blonden Locken war er aus dem Rjasaner Dorf Konstantinova ausgezogen, um von Bely und Blok zu lernen und der Welt seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Dabei war er stets gut gekleidet aber laut und betrunken. Die Menschen liebten ihn für seine ungekünstelten Verse, für sie verkörperte er das »echt Russische«, er besang die Birkenwälder und die weiten, gesunden Steppen. Er vereinte in seiner Lyrik (wie auch &lt;i&gt;in persona&lt;/i&gt;) Düster-Derbes und Sanft-Schwermütiges auf eine für typisch russisch gehaltene Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mit Gedichten wie&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; »Нивы жаты, рощи голы«, »die Felder gemäht, die Wälder nackt« (1917), sowie »товарищ«, »&lt;/span&gt;der Genosse« (1917) galt Esenin für seine Anhänger als der erste Revolutionsdichter. Sein großer, populärer Gegner war kein Geringerer als der »andere« Revolutionsdichter und Futurist Wladimir Majakowskij (1893-1930). In ihren spektakulären öffentlichen Dichterduellen in Fabrikhallen und Kasernen legten beide ihre leidenschaftliche Virtuosität zur Schau und kämpften um die Gunst des Publikums. Majakowskij galt als der Dichter der Massen, des Proletariats. Für Esenin war eine neue Welt nur dann vorstellbar, wenn die alte Dorfgemeinschaft, die unberührte Steppe und der Auerhahn in ihm aufgehoben waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage, was das zu konservierende, das »eigentlich Russische« war, scheint auch Esenin gespalten zu haben. Obwohl seine Gedichte trotz der steten Weiterentwicklung seiner poetischen Sprache eine konstante Antwort darauf geben, war sein Leben geprägt von Zerrissenheit und Extremen – Majakowskij bemerkte abfällig, daß Esenin zu dieser Zeit mehr in Polizeiberichten zitiert wurde als in Büchern. Seine Eskapaden – Gedichtbände Esenins hierzu hießen »Verse eines Skandalisten«, »Beichte eines Hooligans« sowie »Das Moskau der Kneipen« – nahmen zu und bewegten Esenin dazu, sein »Urlager« aus lyrischer und physischer Distanz neu zu betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Juli bis September 1921 bereiste er Taschkent, Baku und Tiflis, dann unternahm er mit seiner Frau Isadora Duncan eine Europa- und USA-Reise, nur um dann enttäuscht nach Moskau zurückzukehren. Im Winter 1924/25, bereits geschieden, erhoffte er sich Heilung von seinem Alkoholismus im Kaukasus. In dieser »Verortungs- und Heilungsphase«, die &lt;i&gt;de facto&lt;/i&gt; eine Entzugsphase war, nahmen neue Farbeindrücke, ihre Helligkeitsstufen, der Alkohol, »die verschleierte Schöne«, persische Dichter sowie zentrale Motive der Diwan-Literatur Einzug in seine Gedichte. Es entstanden die Gedichtzyklen mit »Persischen Motiven« (in den Jahren 1924 und 1925; zu einigen Beispielen siehe unten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als die Ethnographie des Fremden, wie sie V&lt;span style="font-size: small;"&gt;iktor Šklovsk&lt;/span&gt;ij wenige Jahre zuvor in seiner »Sentimentalen Reise« (nach Persien) beschrieben hatte, setzte sich Esenin ernsthaft mit dem kulturellen Gut des »Fremden« auseinander. In Batumi, wo er sich ausgiebig mit der 1916 erschienenen russischen Übersetzung persischer Dichtung beschäftigte, schrieb er: »Ich habe begriffen, was Poesie ist.« Die Zeit zwischen 1924 und 1925 gehört wohl zu den besten Zeiten des Dichters und zu den produktivsten. Paradoxerweise, zugleich konsequenterweise nähert er sich in dem Maß, wie er mit orientalischer Dichtung in Berührung kommt, seinem Puschkin-Ideal und wird klarer und souveräner im Reim. Dabei verläßt Esenin nie sein eigentliches »heimatliches Lager«. Während er in Moskau und Petrograd versuchte, Widersprüche in Exzessen zu übertünchen, scheint für ihn im Kaukasus die Möglichkeit einer Synthese und Weiterentwicklung gekommen zu sein, um die physische Trennung von seinem »Urlager« Rjasan endlich geistig und lyrisch zu überwinden. Der Orient diente ihm dazu, das Seinige neu zu »sprechen« und die notwendigen Metamorphosen seines Geistes durchzustehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später, am 27. Dezember 1925, beging Sergej Esenin Selbstmord in einem Leningrader Hotelzimmer. Seinem einzig treuen Freund hatte er mit eigenem Blut folgendes Abschiedsgedicht geschrieben: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Auf Wiedersehen, mein Freund, auf Wiedersehen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mein liebster, du bleibst in meiner Brust.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Das Gehen war vorherbestimmt,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;es verspricht eine Wiederbegegnung&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Auf Wiedersehen, mein Freund, ohne Hand und Wort,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Verzage nicht, und sei nicht traurig.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sterben ist auf dieser Welt nichts Neues,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;doch wohl auch das Leben nicht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Literatur&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;Esenin, Sergej: &lt;i&gt;Stichotvoreniya i poemy&lt;/i&gt;./Y. A. Andreev. Leningrad 1990.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Esenin, Sergej: &lt;i&gt;Socineniya&lt;/i&gt;. Moskva 1991.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zelinsky, Bodo (Hrsg.): &lt;i&gt;Die russische Lyrik&lt;/i&gt;. Köln u.a. 2002. (Russische Literatur in Einzelinterpretationen; 1).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Lauer, Reinhard: &lt;i&gt;Geschichte der russischen Literatur: von 1700 bis zur Gegenwart&lt;/i&gt;. München 2009 (2. Aufl.).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kissel, Wolfgang S. (Hrsg.): &lt;i&gt;Flüchtige Blicke: Relektüren russischer Reisetexte des 20. Jahrhunderts&lt;/i&gt;. Bielefeld 2009.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Esenin: Aus den »Persischen Motiven«&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;»Ich bin nie am Bosporus gewesen«:*&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Никогда я не был на Босфоре,&lt;br /&gt;Ты меня не спрашивай о нем.&lt;br /&gt;Я в твоих глазах увидел море,&lt;br /&gt;Полыхающее голубым огнем.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Не ходил в Багдад я с караваном,&lt;br /&gt;Не возил я шелк туда и хну.&lt;br /&gt;Наклонись своим красивым станом,&lt;br /&gt;На коленях дай мне отдохнуть.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Или снова, сколько ни проси я,&lt;br /&gt;Для тебя навеки дела нет,&lt;br /&gt;Что в далеком имени — Россия —&lt;br /&gt;Я известный, признанный поэт.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;У меня в душе звенит тальянка,&lt;br /&gt;При луне собачий слышу лай.&lt;br /&gt;Разве ты не хочешь, персиянка,&lt;br /&gt;Увидать далекий, синий край?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Я сюда приехал не от скуки —&lt;br /&gt;Ты меня, незримая, звала.&lt;br /&gt;И меня твои лебяжьи руки&lt;br /&gt;Обвивали, словно два крыла.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Я давно ищу в судьбе покоя,&lt;br /&gt;И хоть прошлой жизни не кляну,&lt;br /&gt;Расскажи мне что-нибудь такое&lt;br /&gt;Про твою веселую страну.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Заглуши в душе тоску тальянки,&lt;br /&gt;Напои дыханьем свежих чар,&lt;br /&gt;Чтобы я о дальней северянке&lt;br /&gt;Не вздыхал, не думал, не скучал.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;И хотя я не был на Босфоре —&lt;br /&gt;Я тебе придумаю о нем.&lt;br /&gt;Все равно — глаза твои, как море,&lt;br /&gt;Голубым колышутся огнем.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21 декабря 1924&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ich bin nie am Bosporus gewesen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Darum frage mich nicht danach.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Erst in deinen Augen habe ich das Meer gesehen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Lodernd wie ein blauer Feuerschein.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ich zog nie nach Bagdad mit Karawanen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Brachte Seide nicht, noch Henna hin.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Beug dich etwas vor, du schöne Pflanze,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Gönn mir etwas Ruhe auf den Knien.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ich sag dir, und hoff auf eine Kusshand,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ist's für dich auch gar nicht int'ressant,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dass ich Dichter bin im fernen Russland,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Noch dazu bekannt und anerkannt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Taljanka klingt in meiner Seele,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mondschein – und ich hör nur Hunde belln;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Würdest du nicht, Perserin, gern sehen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mein tiefblaues Land, so weit und fern?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ich kam nicht hierher aus Langeweile,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Du riefst mich, noch Unsichtbare, her.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mich umarmen zarte Schwanenhände, deine,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die zwei Schwingen leicht vergleichbar wärn.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Lang schon wünsch ich mir vom Schicksal Ruhe,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hätt mein altes Leben fast verflucht,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Gib mir doch von frohen Dingen Kunde,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die dein Land erfülln im Überfluss.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dämpf in mir die Schwermut der Taljanka,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Heb den Lebensgeist mit frischem Wein,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dass ich an des fernen Nordes Pflanze&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nicht mehr denken muss, seufzen und sehnen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Obwohl ich nie am Bosporus gewesen –&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Für dich denke ich mir einen aus.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Deine Augen gleichen ganz dem Meere,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zeigen flackerblauen Feuerschein.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21. Dezember 1924&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;[* Geringfügig veränderte Fassung von Alev Masarwa auf Grundlage der &lt;a href="http://home.arcor.de/berick/illeguan/esenin1.htm"&gt;Übersetzung von Eric Boerner&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Auszüge aus weiteren Gedichten der »Persischen Motive«:**&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Голубая родина Фирдуси,&lt;br /&gt;Ты не можешь, памятью простыв,&lt;br /&gt;Позабыть о ласковом урусе&lt;br /&gt;И глазах, задумчиво простых,&lt;br /&gt;Голубая родина Фирдуси.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Хороша ты, Персия, я знаю,&lt;br /&gt;Розы, как светильники, горят&lt;br /&gt;И опять мне о далеком крае&lt;br /&gt;Свежестью упругой говорят.&lt;br /&gt;Хороша ты, Персия, я знаю.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Firdausis blaues Heimatland,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Kannst doch nicht so kalt, gedankenschwach,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ganz vergessen jenen Russenmann&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und die Augen, einfach und bedacht,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ach Firdausis blaues Heimatland.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Persien, ich weiß, bist wunderschön,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Rosen, die wie Kerzenleuchter strahlen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und vom fernen Landstrich mir erzählen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wenn sie frisch und biegsam vor mir stehn.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Persien, ich weiß, bist wunderschön.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(März 1925)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;У всего своя походка есть:&lt;br /&gt;Что приятно уху, что – для глаза.&lt;br /&gt;Если перс слагает плохо песнь,&lt;br /&gt;Значит, он вовек не из Шираза.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Про меня же и за эти песни&lt;br /&gt;Говорите так среди людей:&lt;br /&gt;Он бы пел нежнее и чудесней,&lt;br /&gt;Да сгубила пара лебедей.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Geschmäcker sind nun mal verschieden:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der eine hört, ins Aug der andre fasst.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wenn ein Perser schlechte Lieder schmiedet,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Heißt das, er stammt niemals aus Schiras.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sagt den Leuten, hab ich ausbedungen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wenn man meine Lieder spielt und hört:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zarter hätt er, herrlicher gesungen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hätt ein Schwanenpaar ihn nicht zerstört&lt;/i&gt; ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(August 1925)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Улеглась моя былая рана –&lt;br /&gt;Пьяный бред не гложет сердце мне.&lt;br /&gt;Синими цветами Тегерана&lt;br /&gt;Я лечу их нынче в чайхане.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Сам чайханщик с круглыми плечами,&lt;br /&gt;Чтобы славилась пред русским чайхана,&lt;br /&gt;Угощает меня красным чаем&lt;br /&gt;Вместо крепкой водки и вина.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Угощай, хозяин, да не очень.&lt;br /&gt;Много роз цветет в твоем саду.&lt;br /&gt;Незадаром мне мигнули очи,&lt;br /&gt;Приоткинув черную чадру.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Es verheilte meine alte Wunde –&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der Säuferwahn zernagt mir nicht das Herz.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mit den blauen teheraner Blumen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Heil ich heut im Teehaus meinen Schmerz.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Selbst der Teehauswirt mit runden Schultern,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dass sein Haus dem Russen besser scheint,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dient dem Gast mit rotem Tee geduldig&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Anstelle starken Wodkas oder Weins.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Übertreibe, Wirt, nicht die Bedienung,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;In deinem Garten viele Blumen blühn.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nicht vergeblich seh ich Augen blinzeln,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die unterm Tschador zu sehen sind.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1924)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ты сказала, что Саади&lt;br /&gt;Целовал лишь только в грудь.&lt;br /&gt;Подожди ты, бога ради,&lt;br /&gt;Обучусь когда-нибудь!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ты пропела: «За Евфратом&lt;br /&gt;Розы лучше смертных дев».&lt;br /&gt;Если бы я был богатым,&lt;br /&gt;То другой сложил напев.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Я б порезал розы эти,&lt;br /&gt;Ведь одна отрада мне –&lt;br /&gt;Чтобы не было на свете&lt;br /&gt;Лучше милой Шаганэ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;И не мучь меня заветом,&lt;br /&gt;У меня заветов нет.&lt;br /&gt;Коль родился я поэтом,&lt;br /&gt;То целуюсь, как поэт.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Du erzähltest, dass Saadi&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Immer nur die Brüste küsste.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Warte, diese Gottesgabe&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Üb auch ich schon bald beflissen!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und du sangst: »Hinter dem Euphrat&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Rosen blühn schöner als Mädchen«.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wär ich reich und auch begabt,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Andre Verse würd ich geben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Solche Rosen zu beschneiden,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wär mein einzig Glück im Leben –&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dass auf Erden hier nicht eine&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Schöner wär als Schagané.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Quäl mich nicht mit Geboten,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nie warn mir Gebote wichtig.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Da als Dichter ich geboren,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Küsse ich auch wie ein Dichter&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1924)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;В Хороссане есть такие двери,&lt;br /&gt;Где обсыпан розами порог.&lt;br /&gt;Там живет задумчивая пери.&lt;br /&gt;В Хороссане есть такие двери,&lt;br /&gt;Но открыть те двери я не мог.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;У меня в руках довольно силы,&lt;br /&gt;В волосах есть золото и медь.&lt;br /&gt;Голос пери нежный и красивый.&lt;br /&gt;У меня в руках довольно силы,&lt;br /&gt;Но дверей не смог я отпереть.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dort in Chorasan sind solche Türen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wo der Rosenstock auf Schwellen rankt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dort lebt eine, die bedacht sich zierte.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dort in Chorasan sind solche Türen,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die mir aufzustoßen nicht gelang.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Meine Arme sind gewöhnlich kräftig,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Und mein Haar hat Gold und Kupfer auch.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ihre Stimme war so schön und zärtlich.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Meine Arme sind gewöhnlich kräftig,&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Doch die Türen schlossen sie nicht auf.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ... ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(März 1925)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;[** Nach der &lt;a href="http://home.arcor.de/berick/illeguan/esenin1.htm"&gt;Übersetzung von Eric Boerner&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4669021368280545056?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4669021368280545056/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/poetik-der-revolution-der-russische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4669021368280545056'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4669021368280545056'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/poetik-der-revolution-der-russische.html' title='Poetik der Revolution – Der russische Blick auf den Orient, Folge 1'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-DW0JJiiGHjk/TYvIoWzWSWI/AAAAAAAAANY/r5QnmWw1YLE/s72-c/esninlv.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-8226637326714694042</id><published>2011-03-22T13:07:00.007+01:00</published><updated>2011-03-23T23:08:17.087+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Libyen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Presseschau für den 22. März: Stimmen und Kommentare zum Krieg in Libyen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-L-j_pzk5Cfo/TUw_v5qpSlI/AAAAAAAAAEs/W1aVQR7Z7eA/s1600/zeitnews.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="133" src="https://lh5.googleusercontent.com/-L-j_pzk5Cfo/TUw_v5qpSlI/AAAAAAAAAEs/W1aVQR7Z7eA/s200/zeitnews.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: #38761d;"&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;b&gt;Aktualisiert um 21.30 Uhr&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/03/20113227357222118.html"&gt;&lt;b&gt;Libya intervention threatens the Arab spring&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Phyllis Bennis, aljazeera.net / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Despite its official UN-granted legality, the credibility of Western military action in Libya is rapidly dwindling.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/goog_396745953"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.corriere.it/esteri/11_marzo_22/francia-libia-nato_0756675e-5488-11e0-a5ef-46c31ce287ee.shtml"&gt;Obama, Sarkozy e Cameron: «Accordo sul ruolo della Nato»&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: black;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Corriere della Sera / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Intesa sulla guida della coalizione: «Per l'Alleanza un ruolo chiave nella struttura di comando»&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="color: #274e13;"&gt;&lt;a href="http://www3.lastampa.it/esteri/sezioni/articolo/lstp/394557/"&gt;&lt;b&gt;Libia: cosa rischia davvero l'Italia?&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(ANTONINO CAFFO, lastampa.it / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Il sito americano Global Security pubblica un report sullle armi in mano agli uomini di Gheddafi.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="color: #274e13;"&gt;&lt;a href="http://www.lexpress.fr/actualites/2/monde/confusion-sur-l-evolution-de-la-coalition-intervenant-en-libye_975116.html"&gt;&lt;b&gt;Confusion sur l'évolution de la coalition intervenant en Libye&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(lexpress.fr / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Les pays membres de l'Otan s'employaient toujours mardi à surmonter leurs désaccords et à déterminer qui prendra la direction des opérations anti-Kadhafi lorsque les Etats-Unis se mettront en retrait.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="color: #274e13;"&gt;&lt;a href="http://www.lepoint.fr/fil-info-reuters/quasi-unanimite-sur-la-libye-a-l-assemblee-nationale-22-03-2011-1310059_240.php"&gt;&lt;b&gt;Quasi-unanimité sur la Libye à l'Assemblée nationale&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Elizabeth Pineau, lepoint.fr / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Malgré quelques bémols et mises en garde, une quasi-unanimité a prévalu mardi au Parlement dans le débat sur l'intervention militaire en Libye, où la France parle déjà d'organiser la paix. A l'exception du Parti communiste, l'ensemble de la classe politique a approuvé les opérations armées lancées samedi pour empêcher le colonel Mouammar Kadhafi d'attaquer sa population.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="color: #274e13;"&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc%7EEAD3B61DF91664BECB969EC0528E0F0C5%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;&lt;b&gt;Türkei und Libyen: Erste Liga, mit Doppelmoral&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Michael Martens, FAZ.net / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Ankara ist in der Libyen-Frage in einer schwierigen Position: Einerseits will es gefragt werden, dabei sein und gestalten - dann aber erschrickt es vor den Zumutungen der Wirklichkeit. Mittlerweile lehnt Ministerpräsident Erdogan einen Einsatz gegen Gaddafi aber nicht mehr kategorisch ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="color: #274e13;"&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/nato-libyen-krise"&gt;&lt;b&gt;Die Nato, der gefesselte Riese&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Hauke Friederichs, ZEIT.de / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Die Allianz zeigt sich seit Tagen handlungsunfähig. Auch die EU-Staaten können sich nicht auf eine Außenpolitik einigen. Libyen wird zur Krise der westlichen Bündnisse. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12914692/Nato-in-der-Sackgasse.html"&gt;&lt;b&gt;Nato in der Sackgasse&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Stefanie Bolzen, welt.de / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Stundenlange Sitzungen im Brüsseler Hauptquartier brachten keine Bewegung: Auch am vierten Tag nach Verabschiedung der UN-Resolution haben die 28 Nato-Mitglieder weiter um das Kommando beim Libyen-Einsatz gerungen. Statt Einigkeit herrscht Chaos, verursacht durch das britische und französische Vorpreschen und die damit einhergehenden sehr unterschiedlichen Positionen einzelner Mitglieder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6032"&gt;&lt;b&gt;"Der Westen hat keine gemeinsame Strategie": Interview mit Otfried Nassauer&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(cicero.de / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Die Intervention der Alliierten in Libyen geht weiter und wirft die Frage nach der Legitimität eines solchen Einsatzes auf. Welche Ziele werden eigentlich verfolgt und auf welcher rechtlichen Grundlage? Ein Interview mit dem Friedensforscher und Militärexperten Otfried Nassauer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.juancole.com/2011/03/top-ten-ways-that-libya-2011-is-not-iraq-2003.html?utm_source=twitterfeed&amp;amp;utm_medium=twitter&amp;amp;utm_campaign=Feed%3A+juancole%2Fymbn+%28Informed+Comment%29"&gt;&lt;b&gt;Top Ten Ways that Libya 2011 is Not Iraq 2003&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Juan Cole, www.juancole.com / 22. 03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;The differences between George W. Bush’s invasion of Iraq in 2003 and the current United Nations action in Libya.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752447,00.html"&gt;&lt;b&gt;Libyen: Die flüchtige Macht der Rebellen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Jonathan Stock, SPIEGEL-Online / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Sie wollen die Macht in Libyen übernehmen - doch die Regierung der Rebellen in Bengasi ist ein flüchtiges Gremium: Der Chef hält sich versteckt, gemeinsame Treffen gibt es nicht, selbst viele Namen sind geheim. Im Interview erklärt der Generalsekretär, wie seine Leute die Zukunft des Landes organisieren wollen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752598,00.html"&gt;&lt;b&gt;Nato-Strategie in Libyen: Getrennt bombardieren, gemeinsam streiten&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Carsten Volkery, SPIEGEL-Online, 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Zank lähmt das westliche Militärbündnis wie selten zuvor in seiner Geschichte. Seit Tagen debattiert die Nato, wer das Kommando im Libyen-Einsatz übernehmen soll - doch selbst wenn bald ein Kompromiss steht: Es fehlt die politische Strategie für den Angriff.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1524/i.html"&gt;&lt;b&gt;Luftangriffe auf Libyen: Gefangen in Gaddafis kleiner Welt&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Tomas Avenarius, sueddeutsche.de/qantara.de / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Werden Europa und die USA in die Wirren eines neuen Konflikts in der islamischen Welt verwickelt? In Libyen droht ein Bürgerkrieg, der die Region auf Jahre destabilisiert. Der Angriff der Alliierten könnte das Blatt wenden – und der Westen am Ende bei den Arabern an Glaubwürdigkeit gewinnen. Ein Kommentar von Tomas Avenarius&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/%20http://www.huffingtonpost.com/2011/03/22/john-mccain-libya_n_838914.html"&gt;&lt;b&gt;John McCain: U.S. Military Strikes In Libya Averted 'Horrible Blood Bath'&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(huffingtonpost.com / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Sen. John McCain says the military strikes against Libya were necessary because there would have been "a horrible blood bath" under besieged strongman Moammar Gadhafi without international intervention.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://temi.repubblica.it/micromega-online/un-mondo-vecchio-in-guerra/"&gt;&lt;b&gt;Dibattito: Pro o contro l'intervento militare in Libia? Un mondo vecchio in guerra&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Gianni Vattimo, micromega-online / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;In ogni caso, la questione si pone con urgenza. Le tecnologie invecchiano, come Fukushima insegna. Tutto il nostro mondo è troppo vecchio: è vecchio l’Fmi, è vecchia l’Europa, è vecchia l’Onu. E, alla prossima crisi, i Bric non staranno a guardare.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hintergrund.de/201103211450/globales/kriege/bomben-treffen-zivilisten-internationale-kritik-an-westlicher-militaerintervention-in-libyen-waechst.html"&gt;&lt;b&gt;Bomben treffen Zivilisten: Internationale Kritik an westlicher Militärintervention in Libyen wächst&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(hintergrund.de / 21.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=472016"&gt;&lt;b&gt;Libyen: „Keine Bombe bringt Frieden“&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Radio Vatikan / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Deraus Italien stammende Bischof in Tripolis, Giovanni InnocenzoMartinelli, hält der internationalen Staatengemeinschaft zudemmangelnde diplomatische Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts inLibyen vor.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.erzbistum-hamburg.de/?lb#"&gt;&lt;b&gt;Lybien: Eingreifen oder nicht? - Wozu drängt oder rät der christliche Glaube?&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Heinz-Gerhard Justenhoven, Erzbistum Hamburg / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Video-Interview mit Prof. Justenhoven vom Institutes für Theologie und Frieden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aktualisiert um 13.00 Uhr&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.presseportal.de/pm/66865/2012038/neue_presse_hannover"&gt;&lt;b&gt;Steinbach kritisiert Militäreinsatz gegen Libyen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Neue Presse Hannover / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Nahostexperte Udo Steinbach kritisiert den internationalen Militäreinsatz gegen Libyen scharf. "Dieser Militäreinsatz ist in höchstem Maße fragwürdig, die Folgen sind unkalkulierbar", sagte Steinbach der "Neuen Presse" (Dienstagsausgabe) aus Hannover.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc%7EED1054B1A2C78441F8F32CC4486887553%7EATpl%7EEcommon%7ESspezial.html"&gt;&lt;b&gt;Völkerrecht contra Bürgerkrieg: Die Militärintervention gegen Gaddafi ist illegitim&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Reinhard Merkel, FAZ.net / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrats vom 17. März, die den Weg zur militärischen Intervention in Libyen freigab, und Maß und Ziel dieser Intervention selbst überschreiten die Grenzen des Rechts. Nicht einfach nur die Grenzen positiver Normen – das geschieht im Völkerrecht oft und gehört zum Motor seiner Entwicklung. Sondern die seiner Fundamente: der Prinzipien, auf denen jedes Recht zwischen den Staaten beruht. Die Entscheidung der Bundesregierung, der Resolution nicht zuzustimmen, war richtig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/politik/spezials/aufruhr-in-arabien/die-staerke-der-schwachen/-/7151782/8254098/-/view/asFirstTeaser/-/index.html"&gt;&lt;b&gt;Nato und Libyen: Die Stärke der Schwachen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Steffen Hebestreit, fr-online / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die Nato preist sich selbst gern als mächtigstes Militärbündnis. Gegenseitige Unterstützung versichern sich die Mitglieder der Allianz, die auf 28 Mitglieder angewachsen ist. Doch die Militäraktion gegen Gaddafi sorgt für Streit – und lähmt das Engagement der Nato.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.europarl.europa.eu/news/public/story_page/030-115992-080-03-13-903-20110321STO15968-2011-21-03-2011/default_de.htm"&gt;&lt;b&gt;Gabriele Albertini im Gespräch zu Libyen: "Die Menschenrechte der Zivilbevölkerung schützen"&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Europäisches Parlemant, Pressemitteilung / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Seit dem Wochenende wird die Flugverbotszone über Libyen militärisch durchgesetzt, um Zivilisten zu schützen. Davor konnten sich die Rebellen nur schwer gegen Gaddafis Gegenoffensive verteidigen, die internationale Gemeinschaft fürchtete eine humanitäre Katastrophe. Am 10. März machten sich die Abgeordneten des EU-Parlaments für ein Flugverbot stark. Wir sprachen darüber mit dem italienischen EU-Abgeordneten Gabriele Albertini (EPP), Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.france-info.com/chroniques-tout-info-tout-eco-2011-03-22-guerre-en-libye-le-cout-pour-la-france-523551-81-149.html"&gt;&lt;b&gt;Guerre en Libye, le coût pour la France&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Emmanuel Cugny, france-info.com / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;La guerre en Libye … la France est engagée aux côtés de la Grande-Bretagne et des Etats-Unis. La guerre a toujours un coût … que peut-on dire à ce sujet pour la France? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.francesoir.fr/actualite/international/libye-une-guerre-pour-quoi-84242.html"&gt;&lt;b&gt;Libye: Une guerre pour quoi?&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(francesoir.fr / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Les première dissensions se font entendre au niveau de la coalition internationale. Le Congrès américain a dénoncé l'engagement des États-Unis. Dans d'autre pays, de plus en plus de voix s'élèvent.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.cyberpresse.ca/international/dossiers/crise-dans-le-monde-arabe/201103/22/01-4381754-pour-ou-contre-lintervention-en-libye.php"&gt;&lt;b&gt;Pour ou contre l'intervention en Libye?&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Isabelle Hachey &amp;amp; Laura-Julie Perreault, cyberpresse.ca / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Les pays de l'OTAN ont eu droit à de vigoureux débats hier. Des chefs politiques, dont le premier ministre russe, Vladimir Poutine, ont durement critiqué les premières frappes aériennes. Et le mécontentement est en train de gagner le Québec. Pour ou contre l'intervention? Voici deux points de vue.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/streitfall-libyen-einsatz-deutsche-aussenpolitik-eine-farce-1.1075362"&gt;&lt;b&gt;Streitfall Libyen-Einsatz Deutsche Außenpolitik - eine Farce&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Joschka Fischer, sueddeutsche.de / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Was hat sich der deutsche Außenminister dabei gedacht? Erst schlug er sich auf die Seite der arabischen Freiheitsrevolutionen, ließ sich auf dem Tahrir-Platz in Kairo feiern, dann forderte er den Sturz Gaddafis - nur um schließlich im Sicherheitsrat den Schwanz einzuziehen. Mit einer an Werte gebundenen Außenpolitik hat das nicht viel zu tun gehabt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752288,00.html"&gt;&lt;b&gt;Cohn-Bendit zu Libyen-Debatte: "Ich verstehe meine eigene Partei nicht"&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(SPIEGEL-Online / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;In der Libyen-Frage waren die Grünen erst für die deutsche Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat - nun sind sie dagegen. Auch andere Parteien lavieren. Daniel Cohn-Bendit, Grünen-Fraktionschef im Europa-Parlament, kritisiert im Interview seine Partei und attackiert Kanzlerin Merkel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dailymail.co.uk/debate/article-1368583/More-unanswered-questions-Libya.html"&gt;&lt;b&gt;More unanswered questions over Libya&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(dailymail.co.uk / 22.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.observer.ug/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=12631&amp;amp;catid=75&amp;amp;Itemid=59"&gt;&lt;b&gt;Libyan operation hampered by confusion, dispute&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Ewen MacAskill &amp;amp; Nick Hopkins, observer.ug / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Lack of resolution over who will take control of military operation tests patience of US. The US has showed signs of exasperation with its European partners amid confusion over who will take control of the Libyan operation from America.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/22/libyan-conflict-unconstitutional-obama-warned"&gt;&lt;b&gt;Libyan bombing 'unconstitutional', Republicans warn Obama&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Ewen MacAskill, guardian.co.uk / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;US public opinion split as Republicans claim Obama's use of military force in Libya is 'an affront to our constitution'&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.theatlantic.com/international/archive/2011/03/the-shoals-of-tripoli/72789/"&gt;&lt;b&gt;The Shoals of Tripoli&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Dominic Tierney, theatlantic.com / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Obama must navigate rival agendas from the international coalition flying through Libyan skies. Is the mission to stop Qaddafi from harming civilians or to compel his surrender? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://blogs.independent.co.uk/2011/03/22/war-is-peace-a-reply/"&gt;&lt;b&gt;War is peace: A Reply&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Oliver Duggan, independent.co.uk / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Here we go again. As military operations wind down in Iraq and the consistent trickle of casualties in Afghanistan are over-shadowed by the thousands drowned in Japan and the hundreds battered in Northern Africa,&amp;nbsp; the anti-war protesters need a new hook from which to hang their banner. So, in the name of shouting loudest, reasoned consideration has given way to hysterical reactions. The argument goes like this; our dark screens of the Libyan night-sky are being light up by the dull glow of cruise missiles therefore we are at war, we must be, and it’s for oil, it must be.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-8226637326714694042?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/8226637326714694042/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/presseschau-fur-den-22-marz-stimmen-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/8226637326714694042'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/8226637326714694042'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/presseschau-fur-den-22-marz-stimmen-und.html' title='Presseschau für den 22. März: Stimmen und Kommentare zum Krieg in Libyen'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-L-j_pzk5Cfo/TUw_v5qpSlI/AAAAAAAAAEs/W1aVQR7Z7eA/s72-c/zeitnews.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-1220393196085989409</id><published>2011-03-21T18:44:00.010+01:00</published><updated>2011-03-22T12:48:06.435+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Libyen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><title type='text'>Aktuelle Presseschau: Stimmen und Kommentare zum Krieg in Libyen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;In den westlichen Staaten, nicht nur in Deutschland, wird zur Zeit eine Debatte über Berechtigung, Sinn, Zweck und Risiken der westlichen Militärintervention in Libyen geführt. Deutschland hatte sich bei der Abstimmung über die zugrundeliegende UN-Resolution (&lt;a href="http://nachrichten.rp-online.de/politik/auszuege-der-un-resolution-1.579210"&gt;Auszüge hier&lt;/a&gt;) enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktualisiert um 22.38 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=14266"&gt;&lt;b&gt;Warten auf Wunder in der Wüste: Die Briten und der Krieg&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Alexei Makartsev, blog.rhein-zeitung.de / 21.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein schwieriger Krieg. Natürlich hat der Despot in Tripolis aus Bosnien, dem Irak, Afghanistan und anderen Konflikten gelernt. Es gibt genügend Fanatiker um ihn herum. „Odyssey Dawn“ wird uns noch lange beschäftigen. Die angebliche arabische Einheit gegen Gaddafi ist eine Fata Morgana. Die Ressourcen der Koalition sind begrenzt. Es ist unmöglich, mit Raketen die Regierungstruppen zu bekämpfen, die sich in Misurate, Sirte und anderen Städten verschanzt haben. Es wird kein Wunder in der Wüste geben. Oder doch? Ich würde mich so gerne täuschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/politik/spezials/aufruhr-in-arabien/-libyen-wird-gespalten-sein-/-/7151782/8252392/-/index.html"&gt;&lt;b&gt;FR-Interview mit dem Politikwissenschaftler Volker Perthes: „Libyen wird gespalten sein“&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Michael Hesse, fr-online / 21.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Man kann nur davor warnen, sich in einen Bürgerkrieg zu involvieren. Nicht nur, weil dies militärisch schwierig ist, sondern auch, weil es in Bürgerkriegen häufig wechselnde Frontverläufe und Parteien gibt, die vergleichsweise opportunistisch sind und mit der Herstellung einer rechtsstaatlich-demokratischen Ordnung wenig zu tun haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.la-croix.com/article/index.jsp?docId=2459304&amp;amp;rubId=4077"&gt;&lt;b&gt;Questions autour de l'intervention en Libye&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Pierre COCHEZ et Agnès ROTIVEL, la-croix.fr / 21.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/mar/21/muammar-gaddafi-david-cameron-libya"&gt;&lt;b&gt;Is Muammar Gaddafi a target? PM and military split over war aims&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Patrick Wintour and Ewen MacAskill, guardian.co.uk / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;David Cameron says Libyan leader may be a legitimate target while Chief of the Defence Staff said he was 'absolutely not'.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.presseportal.de/pm/58964/2012021/neue_osnabruecker_zeitung"&gt;&lt;b&gt;Kommentar zu Libyen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Neue Osnabrücker Zeitung / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://derstandard.at/1297821061020/Entscheid-Die-arabische-Rolle-bleibt-symbolisch"&gt;Die arabische Rolle bleibt symbolisch&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Astrid Frefel, standard.at / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Der schwammige Entscheid der Arabischen Liga zur Flugverbotszone über Libyen macht jetzt Probleme bei der Umsetzung - Noch macht man mit, aber der Präzedenzfall beunruhigt viele arabische Staatschefs.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.slate.fr/story/35867/libye-declaration-guerre-resolution-onu"&gt;Libye: Doit-on déclarer la guerre pour pouvoir la faire?&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Cécile Dehesdin, slate.fr / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;La France avait-elle besoin de déclarer la guerre avant de pouvoir participer aux opérations militaires en Libye, mandatées par le Conseil de sécurité des Nations unies? Et la résolution de l’ONU est-elle une déclaration de guerre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc%7EE1055ACE11CD04A8089BEED78C1C8BA63%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Die SPD, Westerwelle und der Libyen-Krieg: Kakophone Führung im Willy-Brandt-Haus&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Majid Sattar, FAZ.net / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Die SPD-Spitze ist nicht in der Lage, ihre Abgeordneten auf eine einheitliche Linie zu Libyen einzuschwören. Die Absicht, das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten, weicht der Kalkulation, dass Schwarz-Gelb auf allen Feldern attackiert werden müsse.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://derstandard.at/1297821064584/Diese-Intervention-ist-durch-nichts-zu-rechtfertigen"&gt;&lt;b&gt;Diese Intervention ist durch nichts zu rechtfertigen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Michael Walzer, standard.at / 21.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;An der Intervention in Libyen stimmt so vieles nicht, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/politik/meinung/mit-leichter-hand-gestrichen/-/1472602/8252152/-/index.html"&gt;Analyse zu Deutschlands Verzicht auf einen Militäreinsatz in Libyen: Mit leichter Hand gestrichen&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Holger Schmale, fr-online / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Kanzlerin Merkel imitiert in Libyen, was sie Schröder im Fall Irak vorwarf. Sie sucht den Sonderweg und scheut den Militäreinsatz – mit Blick auf die Wähler.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/wieder-nicht-ueberzeugt/3974742.html"&gt;Wieder nicht überzeugt&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Hans Monath, tagesspiegel.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Manchmal scheint sich Geschichte doch zu wiederholen. Mit ihrer Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zur Libyen-Resolution hätten Angela Merkel und Guido Westerwelle Deutschland außenpolitisch isoliert, werfen SPD und Grüne der Kanzlerin und dem Außenminister nun vor. Es ist nur wenige Jahre her, dass die nun Kritisierten den Umgang eines SPD-Kanzlers mit dem UN-Gremium mit den gleichen Worten scharf verurteilten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.liberation.fr/monde/1602102-reaction-sur-pour-ou-contre-l-intervention-en-libyesortBy-LastCommented:page-1:target-3556196"&gt;Pour ou contre l'intervention en Libye?&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Meinungsforum auf libération.fr&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/libyen-verloren-in-der-wueste-1.1075295"&gt;Libyen: Strategie der Aufständischen Verloren in der Wüste&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Tomas Avenarius, sueddeutsche.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Die libyschen Rebellen sind nicht militärisch trainiert, haben keine Kommandostruktur und nur leichte Waffen. An Motivation mangelt es ihnen hingegen nicht. Der Bürgerkrieg könnte lang und hässlich werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.washingtonpost.com/opinions/obamas-disastrous-un-resolution/2011/03/21/ABGyW16_story.html"&gt;Obama’s disastrous U.N. resolution&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Marc A. Thiessen, washingtonpost.com / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;It tells you everything you need to know about Barack Obama’s worldview that he sought authorization from the United Nations, and not from Congress, before launching military action in Libya. (The fact is, as commander in chief, he required neither.) But putting aside the president’s obeisance to an international body over one representing the American people, the U.N. resolution he secured could prove to be a disaster for the Libyan people and American national security.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.actualitte.com/actualite/25029-kepel-rougier-libye-egypte-revolutions.htm"&gt;Libye: Gilles Kepel et Bernard Rougier décodent la situation&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(ActuaLitté / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Face à la complexité de ce qui se produit actuellement sur le pourtour méditerranéen jusqu’au Moyen-Orient, il faut se refuser à toute simplification. Rien ne doit être analysé avec un regard occidental. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.domradio.de/aktuell/72252/suende-oder-pflicht.html"&gt;Sünde oder Pflicht?&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(domradio.de, 20.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Richtig oder falsch? Zu spät oder zu früh? Sünde oder Pflicht? Der Militäreinsatz der Vereinten Nationen in Libyen spaltet auch Kirchenvertreter weltweit. domradio.de dokumentiert die wichtigsten Stimmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://weblogs.baltimoresun.com/news/opinion/2011/03/in_libya_an_unstated_mission.html"&gt;Opinion: In Libya, an unstated mission&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Andy Green, baltimoresun.com / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;The allied military strikes in Libya may well be, in British Prime Minister David Cameron’s formulation, “necessary, legal and right.” It is clear that Libya’s rebel movement would soon have collapsed without foreign help. The resolution authorizing force by the United Nations provides a legal basis for the action, and the mercilessness with which Libyan leader Moammar Gadhafi was training his military forces against his own people made it right. But that leaves other crucial questions, primarily: What is our objective, and can we achieve it through airstrikes alone?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,752279,00.html"&gt;Presseschau zur Libyen-Position: "Wir wissen nicht, wofür Deutschland steht"&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Oliver Sallet, SPIEGEL-Online, 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.stern.de/politik/ausland/angriffe-auf-libyen-planlos-in-die-daemmerung-1666122.html"&gt;Angriffe auf Libyen: Planlos in die Dämmerung&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Florian Güßgen, stern.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Die Kampfjets fliegen, die Bomben explodieren. Der Westen hilft den libyschen Rebellen und attackiert Diktator Gaddafi. Nur: Wie kommen die Angreifer da wieder raus? Drei Szenarien.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.rp-online.de/politik/ausland/Ein-Krieg-ohne-klare-Erfolgsgarantie_aid_978080.html"&gt;Fragen und Antworten zu Libyen: Ein Krieg ohne klare Erfolgsgarantie&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(GODEHARD UHLEMANN, rp-online.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Der Weltsicherheitsrat hat angeordnet, eine Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Libyen einzurichten und Machthaber Gaddafi davon abzuhalten, die eigene Bevölkerung zu bombardieren. Der Einsatz läuft auf Hochtouren. Er ist mit einer Fülle an militärischen und politischen Risiken behaftet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg-in-libyen-allianz-der-unterschiedlichen-motive-1.1074919-2"&gt;Krieg in Libyen: Allianz der unterschiedlichen Motive&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(sueddeutsche.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.freitag.de/politik/1111-wer-a-sagt-.."&gt;Wer A sagt ...&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Otfried Nassauer, freitag.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Frankreich übernimmt die Führung eines Angriffs auf Libyen, dessen Fortgang ungewiss ist: Werden am Ende doch Bodentruppen gebraucht, um Gaddafis Macht zu brechen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/KOMMENTAR-LIBYEN-Deutscher-Eiertanz;art4306,888705"&gt;Kommentar: Libyen - Deutscher Eiertanz&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Elisabeth Zoll, Südwest Presse / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", unter dieses Motto lässt sich derzeit die deutsche Außenpolitik stellen. Es ist noch nicht lange her, da tönte Außenminister Guido Westerwelle (FDP), man stehe an der Seite der Freiheitsbewegungen in der arabischen Welt. Ganz so, wie es sich für die von ihm proklamierte "werteorientierte Außenpolitik" gehörte. Was folgte, war ein Eiertanz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.suedkurier.de/news/kommentare/leitartikel/Bomben-fuer-die-Demokratie;art411643,4786039"&gt;Leitartikel: Bomben für die Demokratie&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(suedkurier.de / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Als die ersten Bomben auf Libyen fielen, saß die Nato noch beim Tee. Als die ersten Besatzungen an Bord der französischen, britischen und amerikanischen Militär-Jets auf den Auslöser drückten, eierte die Allianz noch rum, weil man bis dahin keinen Konsens gefunden hatte.Das größte und wichtigste Militärbündnis der Welt zeigte sich – zahnlos?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/193648.krieg-schafft-keinen-frieden.html"&gt;Krieg schafft keinen Frieden: Friedensbewegung protestiert gegen Bombardierungen&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Neues Deutschland / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;An verschiedenen Orten Deutschlands wurde am Wochenende Protest gegen die Bombardierung libyscher Städte durch westliche Staaten deutlich. Es gab Mahnwachen und Protesterklärungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc%7EE3B92AAC54C7E472A904E2BF6204EF6E8%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Libyen-Krise: Obamas Morgendämmerung&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Klaus-Dieter Frankenberger, FAZ.net / 21.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Der amerikanische Präsident wollte diesen Krieg gegen das Gaddafi-Regime nicht. Doch ein Abschlachten der Aufständischen in Libyen konnte er nicht zulassen. Mit rhetorischen Kunstgriffen versucht Obama nun den Vergleich mit dem Vorgehen Bushs im Irak zu vermeiden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.nytimes.com/2011/03/21/world/africa/21assess.html?ref=africa"&gt;Target in Libya Is Clear; Intent Is Not&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(HELENE COOPER and DAVID E. SANGER, nytimes.com / 20.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;All the deliberations over what military action to take against Col. Muammar el-Qaddafi of Libya have failed to answer the most fundamental question: Is it merely to protect the Libyan population from the government, or is it intended to fulfill President Obama’s objective declared two weeks ago that Colonel Qaddafi “must leave”?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Berlin-verliert-die-Fuehrungsrolle-von-T-Wels-id4444446.html"&gt;Kommentar: Berlin verliert die Führungsrolle&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Thomas Wels, derwesten.de / 20.03.2011)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Es ist atemberaubend, mit welcher Geschwindigkeit Schwarz-Gelb jahrzehntelang geltende Werte beiseitefegt. Der Beschluss, sich in der Libyen-Frage nicht an die Seite der westlichen Allianz und arabischen Staaten, sondern an die Chinas und Russlands zu stellen, ist eine verstörende Volte der Berliner Regierung – aber mitnichten ihre erste. &lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.lefigaro.fr/international/2011/03/20/01003-20110320ARTFIG00245-nicolas-sarkozy-en-chef-de-guerre.php"&gt;&lt;b&gt;Nicolas Sarkozy en «chef de guerre»&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Charles Jaigu, lefigaro.fr / 22.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Emporté par sa conviction, le président a mené l'offensive diplomatique avant de prendre la tête de la coalition.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.afrikanet.info/menu/diaspora/datum/2011/03/18/libyen-ist-nicht-gleich-tunesien-und-aegypten/?type=98&amp;amp;cHash=c5a96c35ac"&gt;&lt;b&gt;Libyen ist nicht gleich Tunesien und Ägypten&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;i&gt;(Umar Tall, afrikanet.info / 18.03.2011)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Im UNO-Sicherheitsrat wurde beschlossen, dass die „Weltgemeinschaft“ in Libyen Kriegspartei&amp;nbsp; werden darf und zugunsten den Rebellen in der Cyrenaika militärisch eingreifen wird. Dass ein Teil der Rebellen eine militärische Offensive starteten und als Lynchmob Jagd auf GastarbeiterInnen aus afrikanischen Nachbarländern machte, scheint das Bild nicht zu trüben. Die „Arabische Liga“ befand, dass die Ex-Kolonie Libyen von Ex-Kolonialmächten diszipliniert werden müsse. Selbst Saudi Arabien stimmte in der AL für ein Eingreifen, während es selber Truppen nach Bahrain schickte um die DemonstrantInnen in Schach zu halten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-1220393196085989409?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/1220393196085989409/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/aktuelle-presseschau-stimmen-und.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1220393196085989409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/1220393196085989409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/aktuelle-presseschau-stimmen-und.html' title='Aktuelle Presseschau: Stimmen und Kommentare zum Krieg in Libyen'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-4104662370427590646</id><published>2011-03-18T22:32:00.005+01:00</published><updated>2011-03-18T22:51:36.205+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Islam'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Tunesien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Christentum in der arabischen Welt'/><title type='text'>Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 3</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;b&gt;Historische Anekdoten über Muslime und Christen im 8. Jahrhundert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Marco Schöller&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh6.googleusercontent.com/-iraaA5WQu7o/TYPMSUPlUYI/AAAAAAAAANM/XSM8fUFpWVk/s1600/mackkair.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="94" src="https://lh6.googleusercontent.com/-iraaA5WQu7o/TYPMSUPlUYI/AAAAAAAAANM/XSM8fUFpWVk/s200/mackkair.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;Die Meuterei der Leibwache&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der neu eingesetzte umaiyadische Kalif Yazîd ibn 'Abd-al-Malik (reg. 720–724) hatte schon wenige Wochen nach seinem Herrschaftsantritt den Anhänger seines Vorgängers und amtierenden Gouverneur Ifrîqiyahs, Ibn Abî l-Muhâjir, abberufen und durch seinen Günstling Yazîd ibn Abî Muslim ersetzen lassen. Yazîd ibn Abî Muslim war ein Klient des für seine Grausamkeit berüchtigten al-Hajjâj ibn Yûsuf, der im Irak ein Schreckensregiment errichtet hatte. Yazîd war aus dem gleichen Holz geschnitzt, doch formierte sich im tunesischen Kairoaun bald der Widerstand gegen ihn und er wurde bereits nach wenigen Monaten ermordet. Folgende Episode wird uns als Anlaß für seine Ermordung berichtet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yazîd hatte sich mit einer Leibwache aus Berbern umgeben, da er den arabischen und persischen Truppen nicht recht traute. Eines Tages soll er von der Kanzel der Großen Moschee Kairouans gesagt haben: »Ich habe beschlossen, die Hände meiner Leibwächter zu tätowieren, wie es die byzantinischen Könige zu tun pflegen. Auf die rechte Hand soll der Name des jeweiligen Leibwächters, auf die linke sollen die Worte ›Meine Leibwache‹ tätowiert werden, damit sie daran unter allen Leuten erkannt werden!« Als die Männer der Leibwache dies hörten, waren sie nicht einverstanden und sprachen unter sich: »Er will uns wie Christen behandeln!« Sie kamen deshalb überein, Yazîd zu ermorden. Als dieser auf dem Weg von seinem Amtssitz in die Moschee war, fielen sie über ihn her. Man hieb ihn an der Gebets- stätte in Stücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Aus Ibn 'Idhârî al-Marrâkushî, &lt;i&gt;al-Bayân al-muhgrib fî akhbâr al-Andalus wa-l-Maghrib&lt;/i&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;i&gt;Ein Richter in christlicher Gefangenschaft&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Richter 'Abd ar-Rahmân ibn Ziyâd ibn An'um (gest. 778), der in Kairouan ansässig war, geriet während eines Kriegszugs in christliche Gefangenschaft. Das soll sich im Jahr 734 auf einer Expedition gegen Sizilien zugetragen haben. Sizilien gehörte zu dieser Zeit zum Herrschaftsbereich der Byzantiner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem christlichen Festtag wurden die muslimischen Gefangenen in Sizilien dem dortigen byzantinischen Gouverneur – in den Quellen »König« genannt – vorgeführt, und es wurde ihnen ein üppiges Mahl aufgetischt. Eine noble Dame, die von der guten Behandlung der Araber durch den König erfuhr, trat vor ihn hin, zerriss ihr Gewand, raufte sich die Haare aus und schwärzte ihr Gesicht. Der entsetzte König fragte sie nach dem Grund für ihr Verhalten, und sie entgegnete: »Die Araber töteten meinen Sohn, sie töteten meinen Mann, sie töteten meinen Vater und sie töteten meinen Bruder! Und dir fällt nichts besseres ein, als sie so gut zu behandeln?« Da verdüsterte sich das Gemüt des Königs und sein Herz verhärtete sich. Er befahl, die Araber zu ihm zu bringen, und ordnete an, daß sie alle zu köpfen seien, einer nach dem anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ibn An'um erzählte später, daß einige seiner Kameraden bereits hingerichtet waren, als die Reihe an ihn kam. Da bewegte er seine Lippen und sprach: »Gott, Gott, Gott! Mein Herr: ich geselle Gott nichts bei, und ich nehme nur Gott zum Freund und Beschützer!« Das sagte er dreimal. Der König hatte bemerkt, daß Ibn An'um etwas gesprochen hatte, und ließ deshalb einen Gelehrten rufen, um den Wortlaut zu erfahren. Als dem König dann mitgeteilt worden war, was Ibn An'um gesagt hatte, fragte er: »Woher hast du gelernt, solches zu sagen?« Ibn An'um antwortete: »Unser Prophet – Gott segne ihn und gebe ihm Heil! – hat es uns so befohlen.« Der König erwiderte, auch Jesus habe den Christen im Neuen Testament dasselbe befohlen. Daraufhin ließ er Ibn An'um und seine noch lebenden Gefährten frei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob diese Geschichte freilich der Wahrheit entspricht, wurde schon von einigen muslimischen Historikern angezweifelt, die berichten, daß auch erzählt werde, Ibn An'um sei tatsächlich von einem abbasidischen Kalifen aus der Gefangenschaft freigekauft worden. Nach anderen kehrte Ibn An'um bereits im Jahr 739 aus der Gefangenschaft nach Ifrîqiyah zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Aus Abû l-'Arab, &lt;i&gt;Tabaqât 'ulamâ' Ifrîqiyah wa-Tûnis&lt;/i&gt;; al-Mâlikî,&lt;i&gt; Kitâb Riyâd an-nufûs&lt;/i&gt;; Ibn ad-Dabbâgh, &lt;i&gt;Ma'âlim al-îmân fî ma'rifat ahl al-Qairawân&lt;/i&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;i&gt;Öl ist nicht gleich Öl&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Ahmad ibn Ibrâhîm erzählte, daß Buhlûl ibn Râšid (gest. 799) eines Tages einem Mann zwei Golddinar in die Hand drückte und ihn dann losschickte, damit er von diesem Geld Öl einkaufe. Besonders süß schmeckendes Öl von der Küste sollte es sein, das Buhlûl besonders gern mochte. Der Mann ging also auf den Markt und fragte, wo das süßeste Öl zu haben sei. Man schickte ihn zu einem Christen, der dafür bekannt war, das beste und süßeste Öl zu verkaufen. Der Mann ging also zu dem Christen und verlangte Öl im Wert von zwei Dinaren. Er sagte noch: »Ich kaufe es für Buhlûl ein!« Da sprach der Christ: »Wir sind dank Buhlûl Gott ebenso nahe, wie ihr dank ihm Gott, dem Erhabenen, nahe seid!« Er gab ihm also für zwei Dinar vom süßesten Öl, und zwar soviel, wie man sonst kaum vom schlechtesten Öl für vier Dinar zu kaufen bekam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann kehrte zu Buhlûl zurück, übergab ihm das Öl und erzählte, wie es ihm auf dem Markt mit dem Christen ergangen war und was dieser über Buhlûl Gutes gesagt hatte. Er erwähnte auch, daß ihm der christliche Händler viel mehr von dem süßen Öl gegeben hatte, als er für zwei Dinar eigentlich hätte kaufen können. Da sprach Buhlûl: »Gut! Eine Aufgabe hast du erledigt, und nun mußt du noch etwas anderes erledigen: Gib mir die zwei Dinar zurück!« Der Mann erwiderte entsetzt: »Warum in aller Welt, möge Gott es dir wohl ergehen lassen!?« Buhlûl sagte: »Es kam mir gerade in den Sinn, daß Gott, der Erhabene, spricht: &lt;i&gt;Du wirst keine Leute finden, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und zugleich diejenigen lieben, die sich Gott und Seinem Gesandten widersetzen! &lt;/i&gt;(Koran 58:22) Ich fürchte aber, daß ich in meinem Herzen Liebe zu diesem Christen entwickeln werde, wenn ich erst von seinem köstlichen Öl gegessen habe. Dann wäre ich selbst einer derjenigen, die die Widersacher Gottes und Seines Gesandten lieben – und das nur eines so banalen weltlichen Genusses wegen!« &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ibn Nâjî (gest. 1433/4) kommentierte zu dieser Geschichte, Buhlûl habe nur aus Frömmigkeit so gehandelt. Tatsächlich aber, so schreibt Ibn Nâjî, beziehe sich der zitierte Koranvers nur auf die Liebe oder Zuneigung im religiösen Sinn, nicht aber auf die Liebe, die das Zusammenleben im Diesseits mit sich bringe: Ein Beispiel dafür sei ja auch, daß es einem Muslim erlaubt sei, eine Christin zu heiraten, und es keinen Zweifel gebe, daß er sie dann, wenn er sie geheiratet habe, auch lieben werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Aus Abû l-'Arab, &lt;i&gt;Tabaqât 'ulamâ' Ifrîqiyah wa-Tûnis&lt;/i&gt;; al-Mâlikî, &lt;i&gt;Kitâb Riyâd an-nufûs&lt;/i&gt;; Ibn ad-Dabbâgh, &lt;i&gt;Ma'âlim al-îmân fî ma'rifat ahl al-Qairawân&lt;/i&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * * &lt;/div&gt;&lt;i&gt;Der freundliche Bischof&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Im April 793 zog der neue, vom abbasidischen Kalifen Hârûn ar-Rashîd ernannte Gouverneur von Ifrîqiyah, al-Fadl ibn Rauh ibn Hâtim, in Kairouan ein. Keinem Statthalter war zuvor ein so festlicher und freudiger Empfang bereitet worden wie eben diesem Fadl. Verschiedene Festzelte waren errichtet worden, und der Vertreter der christlichen Gemeinde – vermutlich der Bischof, aber in der Quelle einfach »Priester« genannt – hatte über dem Weg einen hölzernen Bogen aufstellen lassen, der mit Duftkräutern behängt war – wohl eine Anspielung auf den Paradiesesgarten. An dem Bogen hing ein Spruchband, auf dem in krakeligen arabischen Buchstaben geschrieben stand: &lt;i&gt;Wir haben dich einen offenkundigen Sieg erringen lassen, * Auf daß dir Gott dir deine vergangenen und künftigen Sünden vergeben möge!&lt;/i&gt; (Koran 48:1-2)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Fadl den Bogen passierte, fragte er, wer ihn errichten ließ. Man sagte ihm, es sei der Vertreter der Christen gewesen. Fadl sprach: »Bei Gott! Das hat der Christ sehr schön gemacht!« Dann gelangte er bei seinem Einritt in die Stadt zur Moschee von Abu Fihr. Dort erblickte er eine große, nach unten spitz zulaufende Vase aus Glas, die man aufgehängt hatte. Die Vase war mit Wasser gefüllt, und zwei Schlangen (?!) schwammen darin. Fadl erkundigte sich, wer dafür verantwortlich war, und man sagte ihm erneut, es sei der Vertreter der Christen gewesen. Da rief Fadl aus: »Bei Gott, das hat er gut gemacht!«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fadl hatte schon vor seinem Einzug einen seiner Sekretäre angewiesen, er möge alles aufschreiben, was für seinen Empfang vorbereitet und ausgerichtet werde, damit er sich dafür erkenntlich zeigen könne. Als nun Fadl im Palast des Gouverneurs angekommen war, ließ er sich von seinem Sekretär unterrichten. Da kam der Vertreter der Christen herein, und Fadl sprach sogleich zu ihm: »Wünsch dir etwas!« Da sagte der Christ: »Möge er mir gestatten, eine neue Kirche zu bauen!« Fadl gestattete ihm dies, und so wurde in Kairouan eine neue Kirche errichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Aus Raqîq al-Kâtib al-Qairawânî, &lt;i&gt;Târîkh Ifrîqiyah wa-l-Maghrib&lt;/i&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-4104662370427590646?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/4104662370427590646/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien_18.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4104662370427590646'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/4104662370427590646'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/zur-geschichte-des-islams-in-tunesien_18.html' title='Zur Geschichte des Islams in Tunesien, Folge 3'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh6.googleusercontent.com/-iraaA5WQu7o/TYPMSUPlUYI/AAAAAAAAANM/XSM8fUFpWVk/s72-c/mackkair.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-3398247895600653169</id><published>2011-03-15T18:37:00.004+01:00</published><updated>2012-01-04T11:54:45.985+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder/Regionen: Balkan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Film'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Türkei'/><title type='text'>Beim Gehen nach Üsküdar fragte ich mich: Wem gehört dieses Lied?</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;b&gt;Ein (Light-)Artikel über Musik, Nationalismus und Migration&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody style="text-align: left;"&gt;&lt;tr style="text-align: left;"&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-KzBJIcyafYk/TX8QXnBzxxI/AAAAAAAAANA/t3tlgRNMj0g/s1600/peeva.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="https://lh5.googleusercontent.com/-KzBJIcyafYk/TX8QXnBzxxI/AAAAAAAAANA/t3tlgRNMj0g/s320/peeva.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr style="text-align: left;"&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: left;"&gt;In einem Restaurant in Istanbul vernahm die bulgarische &lt;br /&gt;Musikerin und Dokumentarfilmerin Adela Peeva ihr &lt;br /&gt;vertraute Klänge und fragte sich: "Wem gehört dieses Lied?"&lt;/td&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;a href="http://www.balkan24.com/euro-balkan/friedensprojekte/2192-musik-heilt-die-wunden-in-ehemaligem-jugoslawien.html"&gt;„Musik heilt die Wunden im ehemaligen Jugoslawien“&lt;/a&gt;, sind sich viele serbische, bosnische, kroatische und mazedonische Musiker einig. Doch spätestens als die bulgarische Dokumentarfilmerin Adela Peeva fragte „Whose Is This Song?“, wurde offensichtlich: Die Hörer sehen dies ganz anders... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adela Peeva entlarvt in ihrem Dokumentarfilm "Whose Is This Song?" (Originaltitel: "Chia e tazi pesen?")  den Wahnsinn des Nationalismus, der nicht vor der Musik Halt gemacht hat. Sie reiste durch Bulgarien, die Türkei, Griechenland, Albanien, Serbien und Bosnien und hörte gemeinsam mit den Menschen „ihre“ Musik. Was wurden Welten zerstört, als Opa Branko in Serbien herausfand, dass „sein“ Lied eigentlich aus Bosnien stammt… oder vielleicht doch aus der Türkei? War es gar ein Song mit Islam-Bezug? Kann doch nicht wahr sein! Gar Feindseligkeiten wurden der Dokumentarfilmerin entgegen geschleudert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Legenden werden geschmiedet und alle proklamieren einen Song als den ihren, als ginge es um den heiligen Gral. Traurig, aber wahr ist, dass diese Entwicklung erst mit den Balkankriegen einsetzte. Die Kultur hatte einfach vor der Politik kapituliert! In den 60ern und 70ern konnte ein klassisches bosnisches Lied aus dem Genre &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sevdalinka"&gt;Sevdalinka&lt;/a&gt; Serben, Bosniaken und Kroaten in Bosnien Arm in Arm zum Heulen bringen, doch der Krieg änderte alles. Der Auftrittsort, die Duett-Partner, die Zusammensetzung eines Orchesters und gar die Auswahl der Instrumente konnte für viele paranoide Zeitgenossen ein Anzeichen der Gesinnung, der Herkunft und der Weltanschauung sein, um schnell Freund von Feind unterscheiden zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anhand eines Liedes hat Adela Peeva dargestellt was passiert, wenn Kultur von der Politik vereinnahmt wird, und sich dann schließlich Menschen verführen und vereinnahmen lassen. Ein Lied war vorher nur wunderschön, doch plötzlich hörte man genauer hin: Wurde das ein oder andere Wort ersetzt, dann war das ein Drama. Ging es nicht mehr um ein schönes anatolisches Mädchen, sondern um den mahnenden Ruf des Muezzins, dann war das eine Katastrophe. Ja und selbst wenn man sich zumindest auf ein Mädchen einigte, dann spekulierte man ob sie nun blond und blauäugig war oder, ob es Rehäuglein waren, die Männerherzen höherschlagen ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Song, um den es in „Whose Is This Song?“ geht, heißt „Üsküdar'a gider iken“ (Beim Gehen nach Üsküdar), zumindest ist dies der türkische Titel. In der heutigen Türkei liegt wohl auch der Ursprungsort des Liedes, das eine weite Reise antrat. Andere sagen wiederum das Lied sei gar älter als das Osmanische Reich,&amp;nbsp; könne gar asiatische Wurzeln haben. Jedenfalls erlangte die türkische Version des Liedes, in dem über die Liebe einer Frau zu einem Schreiber berichtet wird, durch eine Verfilmung mit Zeki Müren von 1968 mit dem Titel „Katip“ (Schreiber) eine gewisse Berühmtheit. In Adela Peevas Film begegnen wir diesem Lied in vielen Gestalten: Als Liebeslied, als religiöse Hymne, als Hymne von Revolutionen, als Militärmarsch oder als musikalisches Bildnis wunderschöner Landschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ein wenig Balkan der 90er Jahre steckt doch auch in deutschen Landen. In Deutschland wird der Migrationshintergrund langsam aber sicher zum Migrationsvordergrund. Wie deutsch ist Pizza und woher kommt eigentlich unser Kaffee? Funktioniert  Döner auch mit Schweinefleisch? Und wie islamisch ist Oma Lieschen Müller, wenn sie sich im Winter ein Kopftuch überzieht? Was ist Schein und was ist Sein? Wer hat welche Agenda? Wäre die Debatte über Deutschland und die Migrationshinter-, vorder-, unter- und -abgründe eine trockene Wüste, dann wäre so mancher Politiker,  so mancher nach Aufmerksamkeit lechzende "Islamkritiker"  oder abgesetzte Bundesbänker im Spähtrupp der Durstigen, die verzweifelnd nach Wasser suchen. Man kann doch nicht mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen!? Sie sagen, wir sollen uns auf unsere christlich-jüdischen Wurzeln besinnen, um nicht zu verdursten. Man sagt, sie wären sogar bereit, sich bis zur&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=eJFHiJbYjEY"&gt; „letzten Patrone“&lt;/a&gt; der Vernunft zu widersetzen. Irgendwie muss es doch einfacher gehen, ohne Verschwendung von Munition, ohne Kränkungen und Ausgrenzung. Ich sage: Grabt euch endlich einen Brunnen, damit wir entspannter miteinander diskutieren können! Und danach hören wir Weltmusik...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adela Peevas Film ist aus dem Jahr 2003, doch scheinen die Protagonisten noch im letzten Jahrhundert zu stecken, in pseudonationalen Erinnerungen schwelgend, als die Welt noch eine einfache war. Man könnte den Film nach dem Motto „selber Song, verschiedene Ohren“ kurz zusammenfassen, doch steckt mehr dahinter: Zum einen ist da die Schönheit der Melodie, ihre Vielfalt der Interpretation und eine offensichtlich gemeinsame Wurzel. Zum anderen sind die Menschen taub geworden, sind unter Umständen einfach taub gemacht worden durch die Wirren der Kriege, durch Stereotype und Vorurteile. Sie hören die gemeinsame Melodie nicht mehr, sondern nur noch das, was sie hören wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Welt des 21. Jahrhunderts sieht anders aus. Da passiert etwas vor unseren Augen. Die Melodie mag leise sein, doch immer mehr Menschen scheinen Sie zu hören, vernetzen sich und schaffen etwas Neues. Machen Sie mit: Hören Sie, sehen Sie, teilen Sie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ausschnitte aus Adela Peevas „Whose Song Is it?”:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/aeO-OO0otgE" title="YouTube video player" width="480"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inspiriert durch Adela Peeva wurde ein Projekt über „&lt;span id="goog_1899479921"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://draft.blogger.com/"&gt;Everybody’s Song&lt;span id="goog_1899479922"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;“ mit über 500 Musikern aus über 20 Nationen gestartet. Gefördert wurde das Projekt unter anderem von der Europäischen Union.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und im Folgenden finden Sie Links zu Videos mit einigen verschiedenen Versionen aus aller Welt. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Hierbei gibt es aus den jeweiligen Ländern noch andere Versionen. Oft würden Sie auch den Zusatz finden, dass das jeweilige Lied ein traditionelles Lied des jeweiligen Landes sei, ausgenommen der Beispiele aus den USA und Japan.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=SymcEAeYGOw&amp;amp;feature=related" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Türkei - "Üsküdar’a gider iken" (Katibim) &lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=jiIfhpPihB0" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Bosnien/Türkei - "Anadolka" von Cenk Bosnalı &lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;br /&gt;Ein türkischer Sänger mit bosnischen Wurzeln singt im Türkischen Fernsehen die bosnische Version “Anadolka“, in der es um ein anatolisches Mädchen geht.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=uaaHck3MWkM" target="_blank"&gt;Bosnien - "Anadolku"&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;br /&gt;Ein Ausschnitt aus Adela Peevas Station in Sarajevo. Hier wurde dem Text einfach "im Namen Muhammads" hinzugefügt.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=W8Ln5Z6Ecu0&amp;amp;feature=player_embedded#at=135" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Mazedonien – „More momce bre budalo bre“ (Oh, du dummer Junge) von Tose Proeski&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Diesmal geht es um einen Jungen, der die Schönheit eines Mädchens aus dem mazedonischen Tetovo nicht erkennt. Eine schöne Interpretation und mein Favorit.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&amp;nbsp;&lt;/ul&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;/ul&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hk19hF-4FXs"&gt;&lt;b&gt;Griechenland „ΑΠΟ ΞΕΝΟ ΤΟΠΟ“ (Apo Kseno Topo / „Von einem fernen, fremden Ort“)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Der zweite Teil wird auf Türkisch gesungen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Zjl_Mipkzg8&amp;amp;feature=related" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Arabisch von Ilham al-Madfai aus dem Irak&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Es geht um die Liebe und demjenigen, der zwischen den Liebenden steht.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=GAQSUNoQRxg"&gt;Ägypten - "Banât Iskanderiya" (Alexandrinische Mädchen) von Mohammed El-Bakkar &lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;/ul&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=odqMqE-UWWY&amp;amp;feature=related"&gt;Japan - "&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=odqMqE-UWWY&amp;amp;feature=related" target="_blank"&gt;ウスクダラ" ("Üsküdar") von Sizzle Ohtaka&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Unglaublich... aber wahr!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;br /&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=do-W2T8VVkw&amp;amp;feature=related"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;USA - "Uska Dara - A Turkish Tale" von &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=do-W2T8VVkw&amp;amp;feature=related" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;Eartha Kitt&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;ul style="text-align: left;"&gt;&lt;li&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=UFQkfHnVU7o" target="_blank"&gt;Deutschland - "Rasputin" von Boney M&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;br /&gt;Gestohlen oder inspiriert? Hier auf jeden Fall außer Konkurrenz. Wem immer dieses Lied nun gehört. Er möge der Gruppe verzeihen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="long-title" dir="ltr" id="eow-title" title="おおたか静流　ÜSKÜDAR'A GÍDERÍKEN／ウスクダラ"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-3398247895600653169?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/3398247895600653169/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/beim-gehen-nach-uskudar-fragte-ich-mich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3398247895600653169'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/3398247895600653169'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/beim-gehen-nach-uskudar-fragte-ich-mich.html' title='Beim Gehen nach Üsküdar fragte ich mich: Wem gehört dieses Lied?'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-KzBJIcyafYk/TX8QXnBzxxI/AAAAAAAAANA/t3tlgRNMj0g/s72-c/peeva.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-8078452727134109560</id><published>2011-03-14T17:21:00.010+01:00</published><updated>2011-03-14T20:09:02.709+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Länder: Israel/Palästina'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jerusalem'/><title type='text'>Wie Ost-Jerusalem »entarabisiert« wird</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;Von Marco Schöller&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem bereits in den letzten Jahren &lt;a href="http://www.poica.org/editor/case_studies/ej-settlements-08.jpg"&gt;mehrere Projekte&lt;/a&gt; zur Einbindung Ost-Jerusalems – namentlich südlich des Tempelbergs &lt;a href="http://www.nytimes.com/2009/05/10/world/middleeast/10jerusalem.html?_r=2&amp;amp;sq=&amp;amp;st=cse&amp;amp;%2334;=&amp;amp;scp=2&amp;amp;%2334;ir%20david="&gt;im arabischen Viertel Silwân&lt;/a&gt; – umgesetzt wurden, gibt es seit Jahresbeginn neue Aktivitäten zu einer weiteren »Entarabisierung« des arabischen Ostteils des Stadt. Die Aktionen, die die strategische Ansiedlung jüdischer Siedler in Ost-Jerusalem zum Ziel haben, treffen sowohl international als auch in Israel selbst auf Kritik. In deutschen Medien wird darüber allerdings nur am Rand berichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-_plutZPlCNk/TXzn_Sbte5I/AAAAAAAAAMo/WFF05rp5wwo/s1600/shkhjrrh.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="140" src="https://lh3.googleusercontent.com/-_plutZPlCNk/TXzn_Sbte5I/AAAAAAAAAMo/WFF05rp5wwo/s200/shkhjrrh.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Brennpunkt der Entwicklungen ist der arabische Stadtteil&amp;nbsp; &lt;b&gt;Shaikh Jarrah&lt;/b&gt;&amp;nbsp; westlich des Mount Scopus. Seit mehreren Jahren, genauer gesagt seit 1972, gibt es dort einen Rechtsstreit um die Besitzrechte zwischen den arabischen Anwohnern und jüdischen Israelis. Eine sehr lesenswerte Reportage über den Streit um das Viertel Sheikh Jarrah, der die Entwicklung bis Mai 2010 berücksichtigt, &lt;a href="http://jerusalemerleben.haz.de/2010/05/20/haus-um-haus/"&gt;findet sich hier&lt;/a&gt;; eine ausführliche Zusammenfassung der Entwicklung mit zahlreichen Fakten zur jüdischen Präsenz in Shaikh Jarrah gibt &lt;a href="http://www.jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DBID=1&amp;amp;LNGID=1&amp;amp;TMID=111&amp;amp;FID=442&amp;amp;PID=0&amp;amp;IID=3056"&gt;eine Webseite&lt;/a&gt; des &lt;i&gt;Jerusalem Center for Public Affairs&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;In den letzten Jahren, und noch einmal in den letzten Wochen, ist dieser Streit um Shaikh Jarrah eskaliert. Der größere Kontext dieses Streits ist der seit vielen Jahren zu beobachtende Versuch, die arabischen Stadtteile Jerusalems zu »entarabisieren«.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Israelische Menschenrechts- organisationen und die Zeitung Haaretz belegen regelmäßig die Absichten der Siedlerorganisation, in dem Bassin, das die Jerusalemer Altstadt im Osten umrundet und das zum arabischen Ostjerusalem gehört, eine starke jüdische Präsenz aufzubauen. »Judaisierung« ist der Begriff, den linke Aktivisten, Medien und Wissenschaftler dafür verwenden. (&lt;a href="http://jerusalemerleben.haz.de/2010/05/20/haus-um-haus/"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Im März 2010 wurde vom israelischen Innenministerium ein Plan genehmigt, der die Zerstörung von mehreren Häusern im Besitz von Arabern vorsah, &lt;a href="http://www.csmonitor.com/World/Middle-East/2010/0901/The-trickiest-issue-in-Israeli-Palestinian-peace-talks"&gt;um Platz für 200 neue Wohneinheiten zu machen&lt;/a&gt;. Zugleich ist vorgesehen und wurde inzwischen bereits genehmigt, an der Stelle des alten Shepherd Hotels ein »residential area« von 20 Wohneinheiten und ein Konferenzzentrum zu errichten. Alle Wohneinheiten sollen nach Fertigstellung von jüdischen Familien bezogen werden. Mitte Januar begann man in dem Viertel, nach einem vorübergehenden Stopp, mit &lt;a href="http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=204366"&gt;dem Abriß des Shepherd-Hotels&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfang Februar 2011 &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4025141,00.html"&gt;genehmigte die Stadt Jerusalem&lt;/a&gt; die Errichtung von 13 neuen Wohneinheiten für jüdische Familien in Shaikh Jarrah. Seitdem gibt es in diesem Viertel neue Proteste der arabischen Anwohner und Demonstrationen israelischer Friedensaktivisten und Menschenrechtler. Es kam in den letzten Wochen wiederholt zu Gewalt &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/leftist-israelis-face-masked-policemen-at-east-jerusalem-protest-1.347531"&gt;zwischen der Polizei&lt;/a&gt; und den jüdischen Bewohnern auf der einen und den Demonstranten auf der anderen Seite; auch kam es wiederholt &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4029550,00.html"&gt;zu Festnahmen&lt;/a&gt;. Zur Zeit lebt ein Dutzend jüdische Familien in zehn Häusern in dem Viertel, nachdem die arabischen Bewohner per Gerichtsbeschluß aus ihren Häusern ausgewiesen worden waren; der erste Räumungsbefehl wurde schon im November 2008 vollstreckt. Offzielle der Stadt Jerusalem verlautbarten, es lägen Pläne für mehrere hundert neue&amp;nbsp; Wohneinheiten in dem Viertel vor, die in den nächsten Jahren gebaut werden sollen. »I imagine that within 5-10 years some 200 homes for Jews will be built in this area« &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4025141,00.html"&gt;sagte Arieh King&lt;/a&gt;, Vorsitzender des &lt;i&gt;Israel Land Fund&lt;/i&gt;. Der Likud-Abgeordnete Elisha Peleg sagte: »I hope as many Jewish neighborhoods as possible are built in east Jerusalem«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterstützt wird der Kampf der arabischen Anwohner von Shaikh Jarrah vom &lt;a href="http://www.nif.org/"&gt;&lt;i&gt;New Israel Fund&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (NIF) sowie von Vertretern von &lt;a href="http://jstreet.org/"&gt;J-Street&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»NIF, alongside many intellectuals and public figures in Israel, recognizes the importance of the work of the Sheikh Jarrah Solidarity movement, which bravely acts against the injustice caused by the occupation and the undermining of basic human rights of Arabs in east Jerusalem and other places in Israel,« the NIF told &lt;i&gt;The Jerusalem Post&lt;/i&gt;. ... »In fighting the illegal and unjust dispossession of Arab families in east Jerusalem by the extreme settler movement, the Sheikh Jarrah protesters call attention to the struggle against discrimination, inequality and anti-democratic efforts in Israel,« it said. (&lt;a href="http://www.jpost.com/ArtsAndCulture/Entertainment/Article.aspx?id=210414"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * * &lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh4.googleusercontent.com/-rJR9boV6GIg/TXzrYAeTM9I/AAAAAAAAAMs/IVIxRpfIdVM/s1600/shphrdhotel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="180" src="https://lh4.googleusercontent.com/-rJR9boV6GIg/TXzrYAeTM9I/AAAAAAAAAMs/IVIxRpfIdVM/s320/shphrdhotel.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Abriß des Shepherd Hotels&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das altehrwürdige&lt;b&gt; Shepherd Hotel&lt;/b&gt;, das in den 1930er Jahren von Hâjj Amîn al-Husaynî erbaut worden war, wurde 1985 von dem jüdischen Geschäftmann Irving Moskowitz für 1 Mio. USD erworben. Der US-stämmige Moskowitz machte zuletzt mit Bingo-Spiel in Kalifornien ein Vermögen, das er an den Glücksspiel- und Steuerbehörden der USA zum größten Teil vorbeischleust, indem er den Bingo-Club als eine »&lt;a href="http://www.moskowitzfoundation.org/bio.html"&gt;non-profit organization&lt;/a&gt;« ausweist und die Einnahmen zum größten Teil nach Israel transferiert. Dort werden die Gelder verwendet, um jüdische Siedlungsprojekte in Ost-Jerusalem und an anderen Orten – darunter auch in &lt;a href="http://www.binamica.co.il/%7Ehfund/"&gt;Hebron&lt;/a&gt; – zu forcieren:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Each dollar spent on bingo by the mostly Latino residents of Hawaiian Gardens, on the outskirts of Los Angeles, helps fund Jewish settlements on Palestinian land in some of the most sensitive areas of occupied East Jerusalem, particularly the Muslim quarter of the old city, and West Bank towns such as Hebron where the Israeli military has forced Arabs out of their properties in their thousands. (&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/jul/19/us-bingo-funding-israeli-settlements"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Über diese Aktivitäten geben die offiziellen Webseiten der »Irving I. Moskowitz Foundation« keine Auskunft. Es ist aber unzweifelhaft, daß große Summen von Moskovitz zur Verfügung gestellt werden, um die jüdische Besiedlung, zugleich die »Entarabisierung«, Ost-Jerusalems voranzutreiben: &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»Over time, Moskowitz and other supporters of a far-right settler agenda developed a vision of "Judaising" East Jerusalem and its environs. ... The vision has gradually become more ambitious, seeking to dislodge Arab inhabitants from their traditional homes in villages like Silwan in order to transform Jerusalem into an exclusively Jewish city that can never be divided or shared with the Palestinians.« (&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2009/aug/06/irving-moskowitz-israel-obama-settlements"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;»Seit Jahrzehnten versucht er [= Irving Moskowitz] dazu beizutragen, Juden in arabischenStadtteilen anzusiedeln. Mithilfe von Tarnfirmen und Mittelsmännernkauft er Gebäude in arabischen Vierteln der Stadt und ermöglicht dannJuden den Einzug. Bis heute soll er auf diese Weise mehr als 20Millionen Dollar in Jerusalem investiert haben. Aufsehenerregend ist dabei nicht die eigentlich bescheidene Anzahlseiner Geschäfte, sondern vielmehr sein untrüglicher Instinkt fürbesonders umstrittene Orte.« (&lt;a href="http://www.welt.de/politik/article4171115/Bingo-Koenig-traeumt-vom-juedischen-Jerusalem.html"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;In den 1990er Jahren war Moskowitz in den &lt;a href="http://www.jweekly.com/article/full/6673/is-irving-moskowitz-a-hero-or-just-a-rogue/"&gt;Konflikt um Ra's 'Âmûd&lt;/a&gt; involviert, als in diesem arabischen Viertel in Ost-Jerusalem – unter anderem mit Fürsprache des damaligen Bürgermeisters von Jerusalem, Ehud Olmert – ein jüdisches Siedlungsprojekt verwirklicht werden sollte. Bis ins Jahr 2002 soll die Moskovitz-Foundation &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2009/aug/06/irving-moskowitz-israel-obama-settlements"&gt;70 Mio. USD für jüdische Siedlungsprojekte&lt;/a&gt; in den arabischen Gebieten Israels gegeben haben. Mindestens 5 Mio. USD gingen dabei an die »&lt;a href="http://www.jerusalemchai.org/"&gt;American Friends of Ateret Cohanim&lt;/a&gt;«. Die Organisation &lt;a href="http://www.ateret.org.il/english/"&gt;Yeshivat Ateret Cohanim&lt;/a&gt; unterstützt die jüdische Besiedlung des Ostteils von Jerusalem. Durch Ankauf von Häusern siedeln bislang etwa 1000 Anhänger der Yeshiva in der arabischen Altstadt, doch kam es auch zu&lt;a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g6p3Z0yoOqW03Ash5IhDRyw3H6Vg"&gt; illegalen Aktionen&lt;/a&gt;: Im April 2009 brachen Anhänger der Yeshiva in ein arabisches Haus in der Altstadt ein und nahmen es in Beschlag. Die Sache ist zur Zeit vor Gericht. Im Jahr 2010 lebten insgesamt etwa 4000 Juden in der Altstadt Jerusalems, 12% Prozent der Gesamtbevölkerung. 70 jüdische Familien und hunderte Yeshiva-Studenten &lt;a href="http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=169699"&gt;wohnen im arabischen Teil der Altstadt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den USA wird die Unterstützerorganisation »American Friends of Ateret Cohanim«, die sich der Entarabisierung Ost-Jerusalems verschrieben hat, als Organisation anerkannt, &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/u-s-group-invests-tax-free-millions-in-east-jerusalem-land-1.282112"&gt;die »educational institutes in Israel« finanziert&lt;/a&gt;. Aber:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;In reality, Ateret Cohanim in Israel focuses mainly on purchasing Arab property in East Jerusalem. Since its founding in the 1970s, it has bought dozens of Arab buildings for Jews to reside in. Just this April [2009], for instance, it moved Jewish families into an Arab house it purchased in the Muslim Quarter. (&lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/u-s-group-invests-tax-free-millions-in-east-jerusalem-land-1.282112"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Die Yeshivat Ateret Cohanim hat sich neben der »Judaization« von Ost-Jerusalem &lt;a href="http://oe1.orf.at/programm/267185"&gt;der Errichtung des »Dritten Tempels«&lt;/a&gt; verschrieben, und die Yeshiva bildet bereits die Priester aus, die an dem noch zu errichtenden Tempel die Tieropfer durchführen sollen. Geplant ist auch eine »&lt;a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1383633/"&gt;Akademie für den dritten Tempel&lt;/a&gt;«, die mitten in der Judäischen Wüste entstehen soll, im besetzten palästinensischen Westjordanland.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * * &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Maßgeblich an den Plänen, den Dritten Tempel zu errichten, beteiligt ist Dov Hikind, Mitglied der New York State Assembly, dessen Ehefrau wiederum die Organisation Ateret Cohanim verwaltet. Hikind ist aber auch eine treibende Kraft bei der jüdischen Besiedlung von Ost-Jerusalem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im November 2009 war Dov Hikind in Jerusalem, um dort der &lt;a href="http://www.richardsilverstein.com/tikun_olam/2009/11/18/dov-hikind-jewish-racist-advocates-religious-holy-war-building-third-temple/"&gt;Grundsteinlegung der Ausbauphase von &lt;b&gt;Nof Zion&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; beizuwohnen. &lt;a href="http://www.nytimes.com/2009/11/19/world/middleeast/19mideast.html?_r=1&amp;amp;hp"&gt;Diese jüdische Siedlung&lt;/a&gt; befindet sich in einem arabischen Stadtteil in Ost-Jerusalem. Einen Tag vor dieser Grundsteinlegung wurden für &lt;b&gt;Gilo&lt;/b&gt;, einem jüdischen Siedlungsprojekt nördlich von Bethlehem im Süden Jerusalems (auf Land, das nach 1967 besetzt wurde), weitere neue 900 Wohneinheiten genehmigt. Die genannten Baupläne wurden von Hikind mit einem zynischen Verweis auf die Rassentrennung verteidigt: »&lt;a href="http://www.nytimes.com/2009/11/19/world/middleeast/19mideast.html?_r=1&amp;amp;hp"&gt;Not allowing Jews to live in certain neighborhoods of the city is segregation&lt;/a&gt;«.(Anm.: Die wiederholte Instrumentalisierung von Begriffen der &lt;i&gt;Civil Rights&lt;/i&gt;-Bewegung durch pro-israelische US-Politiker ist beklagenswert. So &lt;a href="http://www.crownheights.info/index.php?itemid=217"&gt;sagte etwa State Senator John Sampson&lt;/a&gt; aus Brooklyn, der mit Dov Hikind Israel besuchte, der Abzug jüdischer Siedler aus dem Gaza-Streifen ähnele der Erfahrung der Schwarzen in den USA mit der Sklaverei: »This, in certain ways, is like slavery. It's the same general concept ... completely violating these Gaza residents' civil rights and kicking them out of their homes.«)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;i&gt;Jerusalem Post&lt;/i&gt; bezeichnet das Projekt &lt;b&gt;Nof Zion&lt;/b&gt; ausdrücklich als »&lt;a href="http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=210261"&gt;ideologically-driven&lt;/a&gt;«, nämlich als Teil der geplanten Entarabisierung Ost-Jerusalems. Wie auch das Siedlungsprojekt Har Homa, das außerhalb der Waffenstillstandslinie von 1949 in Ost-Jerusalem liegt und die Verbindung zwischen der Stadt Jerusalem und Bethlehem unterbricht, so liegt Nof Zion zwischen mehreren arabischen Vierteln und unterbricht die Verbindung zwischen diesen. Offensichtlich sollen die jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem, strategisch gelegen, die Unteilbarkeit Jerusalems festschreiben, ebenso wie die zahlreichen jüdischen Siedlungen im Westjordanland eine Zweistaatenlösung inzwischen &lt;i&gt;de facto so&lt;/i&gt; gut wie unmöglich gemacht haben: »All small settlements of Jews in the heart of Palestinian neighborhoods make it impossible to divide—it's an eyesore« &lt;a href="http://www.observer.com/2008/luxury-condos-american-jews-arab-east-jerusalem"&gt;sagt Efrat Cohen-Bar&lt;/a&gt;, ein Architekt bei &lt;a href="http://eng.bimkom.org/"&gt;&lt;i&gt;Bimkom&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, einer non-profit-organisation in Jerusalem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings geriet das Projekt Nof Zion in den letzten Monaten in finanzielle Schwierigkeiten, und bis Anfang März fanden sich keine israelischen Investoren. Die Offerte eines Supermarktmoguls, Rami Levy, war von der zuständigen Bank zunächst als unzureichend zurückgewiesen worden, und tatsächlich bestand für einen Moment die Möglichkeit, daß das Projekt von einem US-amerikanischem Geschäftsmann palästinensicher Abstammung erworben wird, der wiederum plante, die Wohnungen in dem Viertel &lt;a href="http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=210261"&gt;an arabische Familien zu vergeben&lt;/a&gt;. Nachdem aber der Bank Leumi von seiten jüdischer Siedler der Boykott angedroht wurde, weil sie das Angebot Levys abgelehnt hatte, &lt;a href="http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=210406"&gt;lenkte die Bank inzwischen ein&lt;/a&gt; und akzeptierte ein nachgebessertes Angebot Levys, an dessen Finanzierung sich auch der australische Geschäftsmann Kevin Bermeister (dem die Webfirma »Kazaa« für Musikdownloads gehört) beteiligt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist interessant, die Aussagen zu vergleichen, die Kevin Bermeister und Rami Levy über ihre Beteiligung an dem neuen Wohnprojekt machen: &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Bermeister: »We focus in our plan primarily on economics,« he explained. »&lt;i&gt;We don’t really care about Arab or Jew. It makes no difference&lt;/i&gt;. [Hervorhebung nicht im Original]. Our real issue is improving the prosperity for the people who live in Jerusalem and in Israel generally. We believe that the prosperity will be improved through the increases in tourism but also through the development of infrastructure that’s required to support such an increase in tourism.« (&lt;a href="http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/142315"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Levy: »This Palestinian came along, wanting to buy Digal, build a neighborhood there, and populate it with Arabs. This would naturally create conflict between Jews and Arabs. &lt;i&gt;Ultimately, this is a Jewish neighborhood&lt;/i&gt; [Hervorhebung nicht im Original], and naturally if someone came along and put 300 Arab families in a place where there are already 100 Jewish families, this would have been a provocation. I prevented it.« (&lt;a href="http://www.globes.co.il/serveen/globes/docview.asp?did=1000628589&amp;amp;fid=1725"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Nach Aussagen von Levy sind für das Nof Zion-Projekt 400 Wohnungen geplant, von denen 100 bereits gebaut und an 100 jüdische Familien vergeben worden sind. Die meisten Neuzuzügler stammen aus den USA, wie überhaupt das Projekt von vorneherein v.a. für den US-amerikanischen Markt bestimmt war: »&lt;a href="http://www.observer.com/2008/luxury-condos-american-jews-arab-east-jerusalem"&gt;a neighborhood of high-end condos geared to American Jewish buyers&lt;/a&gt;«. Auch hieran war Dov Hikind beteiligt, der jüdische US-Amerikaner dazu aufrief, eher in den arabischen Gebieten Israels Land zu kaufen als an den »traditionellen Ferienorten der USA« zu investieren. &lt;a href="http://af.reuters.com/article/worldNews/idAFTRE5AH5J720091118"&gt;Er sagte&lt;/a&gt;: »Rather than buying second homes in Florida, we want people to buy in Israel«.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den Aktivitäten US-amerikanischer Juden gibt es Widerstand sowohl &lt;a href="http://www.stopmoskowitz.org/ateret.html"&gt;in den USA&lt;/a&gt; (Vorwurf an die Moskowitz-Foundation: »a history of inciting violence and destroying                       Palestinian neighborhoods«) als auch in Israel. Linke Kreise in Israel und Friedensaktivisten sehen in der Einmischung jüdischer Politiker und Geschäftsleute aus den USA in die Politik Israels seit langem ein Problem. Speziell Moskowitz' Auftritte haben in Israel eine Debatte darüber ausgelöst,&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»wieweit amerikanische Juden überhaupt in der hiesigen Politik mitreden dürfen. "Spiel nicht Bingo mit unserem Leben" oder "Moskowitz, go home" stand auf den Plakaten der israelischen Demonstranten, die gemeinsam mit Palästinensern gegen die Siedler in Ras el-Amud protestierten. Die heutige Situation, daß ein Jude aus Miami über unsere politische Zukunft bestimmt, ist unakzeptabel«, empörte sich auch der ehemalige Bürgermeister Teddy Kollek. Carmi Gillon, der frühere Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Bet, schrieb: »Herr Moskowitz, Sie sind kein Zionist, sondern ein Provokateur. Als Bürger (Israels) habe ich ein Problem damit, daß unser Ministerpräsident überhaupt mit Ihnen verhandelt.« (&lt;a href="http://www.zeit.de/1997/40/Der_Fremde_aus_Miami"&gt;Quelle&lt;/a&gt;) &lt;/blockquote&gt;Und tatsächlich können die Auswirkungen von Moskowitz' Aktivitäten auf die Verhältnisse in Israel gar nicht unterschätzt werden: »Irving Moskowitz ist ein Zionist aus der Ferne. Ein Mitglied desStadtrates von Jerusalem hat deshalb vor Jahren einmal scherzhaftgefordert, dem Millionär die Ausreise zu verweigern, damit er mitansehen müsse, was er angerichtet habe. Denn Moskowitz zündelt an einemder entzündbarsten Orte des Heiligen Landes: in Jerusalem« &lt;a href="http://www.welt.de/politik/article4171115/Bingo-Koenig-traeumt-vom-juedischen-Jerusalem.html"&gt;schreibt die WELT&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;Die jüdischen Wohnprojekte in Ost-Jerusalem, die in den ersten Monaten dieses Jahres neu geplant, neu genehmigt oder neu in Angriff genommen worden sind, wurden weltweit mit Kritik aufgenommen. Sowohl die Maßnahmen in Shaikh Jarrah als auch das Nof Zion-Projekt sind von der Regierung der USA offiziell kritisiert worden. Insbesondere dieErrichtung von Wohnungen in Shaikh Jarrah war von Washington abgelehntworden. Außenministern &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4011225,00.html"&gt;Hillary Clinton ließ mitteilen&lt;/a&gt;: »&lt;span class="text14"&gt;This disturbing development undermines peace efforts to achieve the two-state solution&lt;/span&gt;«. Auch die EU wandte sich mit scharfen Worten gegen den Abriss desShepherd-Hotels in dem besagten Viertel. Die &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/israel-ostjerusalem-abriss-hotel"&gt;Außenbeauftragte Catherine Ashton erinnerte daran&lt;/a&gt;, daß dieSiedlungen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten nachinternationalem Recht illegal sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als aber vor wenigen Wochen &lt;a href="http://www.focus.de/politik/ausland/un-us-veto-gegen-israelkritische-un-resolution_aid_601427.html"&gt;eine UN-Resolution zur Abstimmung stand&lt;/a&gt;, in welcher es hieß, daß »jede israelische Siedlungsaktivität« in den besetzten Gebieten »einschließlich Ostjerusalems illegal ist und eine wesentliche Hürde beim Erreichen eines Friedens auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung bildet«, legten die USA ihr Veto gegen die Resolution ein. Der einigermaßen deutliche Wortlaut der Resolution – verurteilt wurden alle Siedlungen von »Israel, der Besatzungsmacht« und »alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die demografischeZusammensetzung, den Charakter oder den Status der besetzten Gebiete zuändern« (Wortlaut nach der FOCUS-Meldung) – ging der US-Regierung offenbar zu weit. Als kurz nach dem US-Veto die israelische Regierung ein Einfrieren der Pläne für 50 geplante Wohneinheiten im Har Homa-Projekt (südlich Jerusalems) und für 150 in Armon Hanatziv verkündete, &lt;a href="http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=209414"&gt;interpretierte man das in Israel&lt;/a&gt;, vermutlich zutreffend, als »Dankeschön« der israelischen Regierung für die Unterstützung aus den USA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von diesem vermuteten Zugeständnis stieß die Kritik westlicher Regierungen erwartungsgemäß auf Ablehnung bei der israelischen Regierung. Premierminister Netanyahu verwahrte sich gegen die Kritik &lt;a href="http://www.nytimes.com/2009/07/20/world/middleeast/20mideast.html"&gt;mit den Worten&lt;/a&gt;: »I would like to reemphasize that united Jerusalem is the capital of the Jewish people and of the State of Israel. Our sovereignty over it cannot be challenged; this means – &lt;i&gt;inter alia&lt;/i&gt; – that residents of Jerusalem may purchase apartments in all parts of the city. ... We cannot accept the idea that Jews will not have the right to live and purchase in all parts of Jerusalem.« Damit sagte PM Netanyahu &lt;i&gt;de facto&lt;/i&gt; dasselbe &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/u-s-politician-wants-american-jews-to-buy-west-bank-homes-1.4040"&gt;wie auch Dov Hikind&lt;/a&gt;: »Our goal is to send a clear message to Washington and President Obama that Jews will continue to live in Judea and Samaria ... and the ultimate commitment American Jews can make is to actually come and buy property in these areas as this will ensure these communities' security and growth.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als Har Homa, das ein staatliches Siedlungsprojekt ist,handelt es sich bei Nof Zion und anderen Projekten nicht um staatliche Projekte. Man kann sie also nicht ohne weiteres der israelischen Regierung anlasten. Ebenso klar ist aber auch, daß die privat finanzierten Siedlungsprojekte in Ost-Jerusalem auf die Unterstützung der israelischen Regierung rechnen können. Doch der Hinweis auf die private Trägerschaft der Projekte dient der Regierung u.a. auch dazu, der westlichen Kritik zu entgegnen. Das wird z.B. in einer &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4025141,00.html"&gt;Stellungnahme der Stadt Jerusalem&lt;/a&gt; deutlich: »Jerusalem Municipality stated in response that the plans for Shaikh Jarrah were private and therefore the construction committee was charged only with checking the aspects related to technical planning, not the religion or nationality of the planners.« &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;a href="https://lh6.googleusercontent.com/-EaKqnNQGqe4/TX4xHLATV5I/AAAAAAAAAM8/pUMaEgwz6dg/s1600/maalehaz.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="158" src="https://lh6.googleusercontent.com/-EaKqnNQGqe4/TX4xHLATV5I/AAAAAAAAAM8/pUMaEgwz6dg/s200/maalehaz.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Neben den genannten Projekten – Nof Zion und Shaikh Jarrah – wurden in den letzten Jahren weitere Projekte verwirklicht. So etwa im arabischen Viertel Ra's 'Âmûd, wo das jüdische Wohnprojekt &lt;b&gt;Maaleh Hazeitim&lt;/b&gt; (»Ma'aleh Har HaZeitim« in der Nähe des jüdischen Friedhofs am Ölberg und eben nach diesem benannt) liegt. 2008 lebten dort bereits 51 jüdische Familien, und im selben Jahr wurde &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/building-begins-on-new-jewish-homes-in-e-j-lem-s-ras-al-amud-neighborhood-1.237264"&gt;die Errichtung von weiteren 60 Wohneinheiten&lt;/a&gt; begonnen. (Das &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-hinter-der-mauer-dorf-der-dornen-1.469451-5"&gt;nebenstehende Photo&lt;/a&gt; zeigt Jimmy Johnson vom &lt;a href="http://www.icahd.org/"&gt;Israeli Committee Against House Demolitions&lt;/a&gt; (ICAHD) vor der ummauerten jüdischen Siedlung in Maaleh Hazeitim in Ostjerusalem.) Auch die dortigen Grundstücke waren schon 1984 von Irving Moskowitz erworben worden. Erst vor wenigen Tagen wurde nun die Errichtung weiterer Wohnungen in Maaleh Hazeitim bekannt gegeben. Am 10. März 2011 &lt;a href="http://www.israel-infos.net/JERUSALEM--Une-maison-partagee-par-decision-de-justice-entre-une-famille-juive-et-une-famille-palestinienne-6576.html"&gt;wurde verfügt&lt;/a&gt;, daß eine arabische Familie, die seit 1952 dort ansässig ist, bis zum kommenden Montag – also heute – einen Teil ihres Hauses räumen müsse, damit dort jüdische Siedler einziehen können. Den Prozeß gegen die Familie hat Irving Moskowitz geführt, der davon ausgeht, daß das Haus auf dem Land steht, welches er erworben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits im Novemeber 2010 hatte das israelische Innenministerium nach Angaben von &lt;i&gt;Peace Now &lt;/i&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-11/siedlungspolitik-israel-kritik"&gt;angekündigt&lt;/a&gt;, 1025 neue Wohneinheiten in der Siedlung Har Homa und weitere 320 in Ramot (nördlich der Altstadt) zu bauen. Der Bau hat sich verzögert – bzw. wurde im Fall von Har Homa teilweise ausgesetzt –, aber Mitte Februar 2011 wurde z&lt;a href="http://www.jpost.com/Headlines/Article.aspx?id=208167"&gt;umindest die Errichtung von 56 Wohneinheiten in Ramot genehmigt&lt;/a&gt;: »A plan for 56 housing units in the Ramot neighborhood, which is located over the 1967 Green Line, is expected to get final approval Monday afternoon if the Jerusalem municipality’s Local Planning and Construction Committee approves its building permit. This is the first Jewish construction project over the Green Line to receive final approval in 2011.«&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt kann es also keinen Zweifel daran geben, daß der israelische Staat seit Jahren eine Politik der Entarabisierung Ost-Jerusalems (wie im übrigen auch weiterer Orte in den besetzten Gebieten) betreibt. Die politische Agenda hinter dieser Politik ist offensichtlich: Eine Teilung Jerusalems wird für alle Zeiten unmöglich gemacht, wenn es gelingt, auch die arabischen Stadtteile mit jüdischen Siedlern zu bevölkern und die bisherigen Bewohner zum Aus- und Umzug zu zwingen. Speziell im Fall Jerusalems handelt es sich dabei oft um private Bauprojekte, die jedoch nicht nur verwaltungstechnisch, sondern auch logistisch von den zuständigen Behörden nach Kräften unterstützt werden. Der israelische Staat ist auch in diese Projekte mehr oder weniger direkt involviert. &lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Mord an einer jüdischen Siedlerfamilie im Westjordanland, der Samstagnacht verübt wurde, hat die israelische Regierung als Reaktion auf die Bluttat am nächsten Tag den Neubau mehrerer hundert neuer Siedlerhäuser im Westjordanland &lt;a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1124065"&gt;genehmigt&lt;/a&gt;. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu &lt;a href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE72C07H20110313"&gt;erklärte am Sonntag&lt;/a&gt;, »ein Kabinettsausschuss habe Bauvorhaben in Gusch Etsion, Maale Adumin, Ariel und Kirjat Sefer beschlossen. Es seien mehrere hundert Wohneinheiten geplant.« Mit diesem Schritt wird der ohnehin längst nicht mehr aktiv betriebene Friedensprozeß zwischen Palästinensern und Israelis wohl an sein endgültiges Ende gelangt sein. Der Bruder des ermordeten Udi Fogel, &lt;a href="http://www.richardsilverstein.com/tikun_olam/2011/03/14/itamar-turning-victims-into-national-blood-sacrifices/"&gt;warnte bei der Beisetzung&lt;/a&gt;, das Verbrechen dürfe nicht für die Politik Israels instrumentalisiert werden. Aber dazu ist es, wie immer im Israel-Palästina-Konflikt, schon wieder zu spät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag aus der heutigen Ausgabe von Ha'aretz:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;»The despicable murder of five members of the Fogel family on Saturday is a crime against every human being. But the atrocity in Itamar is not only a criminal act. It was committed in a diplomatic and security context, and we have to examine its background and consequences. Not, heaven forbid, to justify what cannot be justified or grant absolution. Instead, we have to study the complex situation that makes Israel responsible for preventing an escalation that could result in many new victims. ... A responsible government would act now to calm and not to escalate, to pursue a diplomatic solution and not a belligerent confrontation. But in Jerusalem we don't have a government like that.« (&lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/a-responsible-government-would-calm-not-escalate-1.349046"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-8078452727134109560?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/8078452727134109560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/wie-ost-jerusalem-entarabisiert-wird.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/8078452727134109560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3430436716641827386/posts/default/8078452727134109560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/wie-ost-jerusalem-entarabisiert-wird.html' title='Wie Ost-Jerusalem »entarabisiert« wird'/><author><name>Institut für Arabistik und Islamwissenschaft</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-_plutZPlCNk/TXzn_Sbte5I/AAAAAAAAAMo/WFF05rp5wwo/s72-c/shkhjrrh.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3430436716641827386.post-7200997652409705288</id><published>2011-03-13T17:16:00.006+01:00</published><updated>2011-03-14T00:18:52.678+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arabische Literatur'/><title type='text'>In Gedenken an Mahmoud Darwish - "Al Qurban"</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-76zzvzDqwjs/TXzvfapRR4I/AAAAAAAAAM4/XpV7jUlNsRo/s1600/darwish1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="120" src="https://lh3.googleusercontent.com/-76zzvzDqwjs/TXzvfapRR4I/AAAAAAAAAM4/XpV7jUlNsRo/s200/darwish1.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-XbXCHEAS3CQ/TXzrnTqDj9I/AAAAAAAAAMw/OmT92DZjOFI/s1600/darwish.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;Von Daniel Roters&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute am 13. März 2011 wäre der unvergessene palästinensische Dichter Mahmoud Darwish 70 Jahre alt geworden.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 9.&amp;nbsp; August 2008 starb Mahmoud Darwish, die “Stimme der Palästinenser”. Er wurde 1941 in Barwa bei Akkon (heute im Norden Israels) geboren. 1948 floh seine Familie in den Libanon. Als Kind lernte er Hebräisch, ging auf die Oberschule in Nazaret, dann nach Haifa. Bereits als Jugendlicher dichtete er, und so manches Mal wurde er für seine Zeilen bestraft, sprachen sie doch stets Wahrheiten aus, die unbequem schienen. So soll er als Junge ein Gedicht über einen Palästinenser geschrieben haben, der mit einem Israeli spielte. Als er sich 1973 der PLO anschloss, wurde ihm die Einreise in seine einstige Heimat verwehrt. 1995 durfte er sich vier Tage lang in Haifa aufhalten und erhielt schließlich die Genehmigung sich in Ramallah niederzulassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh4.googleusercontent.com/-aLi_UZVYxNs/TXzs90HEIdI/AAAAAAAAAM0/_s-cArlGKLA/s1600/darwish2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="https://lh4.googleusercontent.com/-aLi_UZVYxNs/TXzs90HEIdI/AAAAAAAAAM0/_s-cArlGKLA/s200/darwish2.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Eines seiner bekanntesten und beliebtesten Gedichte ist die &lt;a href="http://www.ipk-bonn.de/kultur/news/2008081401.html" target="_blank"&gt;“Identitätskarte” (1964).&lt;/a&gt; Mit der Zeit wurde Palästina immer mehr zur Metapher für den Verlust von Eden, für Geburt und Wiederauferstehung, für die unrechtmäßige Vertreibung und das Exil, seine Poesie, sich erst am klassisch-arabischen Ideal orientierend, zu einer machtvollen identitätsstiftenden Quelle für die Palästinenser und eine mahnende Stimme für die Weltöffentlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In deutscher Übersetzung gibt es einige ausgewählte Gedichte, übersetzt von Stefan Weidner: "Wir haben ein Land aus Worten", ausgewählte Gedichte 1986-2002, arabisch und deutsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bespiel für die späte Dichtung des Darwish findet sich in “Das Opfer” (القربان) von 2002. Dies ist ein bisher unveröffentlichtes Gedicht, von dem es meines Wissens nach noch keine Übersetzung gibt. Darwish hat es aber&amp;nbsp; bei verschiedenen Lesungen vorgetragen, so zum Beispiel in Jordanien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir die Mühe gemacht eine Übersetzung anzufertigen, die sicherlich nicht die Bedeutungsvielfalt der Bilder wiedergibt, die für Darwish so kennzeichnend sind, daher wird jeder diesen Text anders lesen können: Religiös, politisch, philosophisch, rein ästhetisch…&lt;br /&gt;Nachfolgend haben Sie die Möglichkeit sich den Vortrag anzusehen. Danach folgt meine Übersetzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/JcfMM382OhU" title="YouTube video player" width="480"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das Opfer (القربان)&lt;br /&gt;von Mahmoud Darwish&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorwarts, schreit’ voran allein&lt;br /&gt;Um dich herum warten die Hohepriester auf Gottes Befehl&lt;br /&gt;So steig’ auf&lt;br /&gt;Oh du Opfergabe, zugewandt dem steinernen Altar&lt;br /&gt;Oh du Opferhammel&lt;br /&gt;Unsere Erlösung&lt;br /&gt;Steig auf stark&lt;br /&gt;Dein ist unsere Liebe&lt;br /&gt;Unsere heiseren Lieder in der Wüste&lt;br /&gt;Bring’ das Wasser aus dem Zwielicht der Fata Morgana&lt;br /&gt;Und erwecke die Toten&lt;br /&gt;In deinem Blut ist die Antwort&lt;br /&gt;Wir töteten dich nicht&lt;br /&gt;Töteten nicht einen Propheten.&lt;br /&gt;Außer, um die Auferstehung auf die Probe zu stellen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stell’ du uns auf die Probe in diesem stählernen Staub&lt;br /&gt;Sterbe, um zu wissen, wie sehr wir dich lieben&lt;br /&gt;Sterbe, um zu wissen&lt;br /&gt;Wie dein volles Herz auf unsere Gebete fällt&lt;br /&gt;Reife Datteln&lt;br /&gt;Dein ist die Gestalt des Sinnes&lt;br /&gt;So kehre nicht zurück zu deinen Gebeinen&lt;br /&gt;Lass’ deinen Namen zurück im Echo&lt;br /&gt;Eine Eigenschaft für etwas&lt;br /&gt;Sei eine Ikone für die Irrenden&lt;br /&gt;Und eine Zierde für die Schlaflosen&lt;br /&gt;Sei ein Märtyrer, bezeugend mit einem fröhlichem Gesicht&lt;br /&gt;Welche der Wohltaten sind es, die wir leugnen?&lt;br /&gt;Wer läutert uns außer du?&lt;br /&gt;Und wer befreit uns außer du?&lt;br /&gt;Du wurdest geboren an unserer Stelle&lt;br /&gt;Wurdest geboren aus Licht und Feuer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir waren die Tischler&lt;br /&gt;Talentiert&lt;br /&gt;Das Kreuz zu fertigen&lt;br /&gt;So nimm das Kreuz und steig’ auf über die Plejaden&lt;br /&gt;Vorwärts, schreit’ voran allein&lt;br /&gt;Oh du unsere einzige Metapher&lt;br /&gt;Über dem Abgrund der Poeten&lt;br /&gt;Wir sind schlafende Nichtsnutze&lt;br /&gt;Auf den Rücken der Pferde&lt;br /&gt;Wir ersuchen dich um Loyalität&lt;br /&gt;So sei treu der Menschheit und der Botschaft&lt;br /&gt;Sei treu der schönen Mythen, sei treu&lt;br /&gt;Welche der Wohltaten sind es, die wir leugnen?&lt;br /&gt;Die Planeten sind in deinen Händen&lt;br /&gt;So sei unser letztes Zeichen&lt;br /&gt;Sei unsere letzte Äußerung in den Trümmern des Alphabets&lt;br /&gt;Wir hören nicht auf zu leben, auch wenn wir tot sind&lt;br /&gt;Auf dein Blut haben wir vertraut&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Führe uns&lt;br /&gt;Und lasse dein reines Blut für uns scheinen&lt;br /&gt;Niemand bat um Vergebung für deine Wunden&lt;br /&gt;Wir alle sagten zu den Römern: Wir sind nicht mit ihm&lt;br /&gt;Und übergaben dich dem Henker&lt;br /&gt;So vergib uns unseren kleinen Verrat&lt;br /&gt;Oh Bruder, gesäugt an derselben Brust&lt;br /&gt;Wir wussten nicht was passierte&lt;br /&gt;So sei gnädig und zufrieden&lt;br /&gt;Wir werden die Vision für glaubwürdig erachten&lt;br /&gt;Werden an die ungewöhnliche Ehe glauben&lt;br /&gt;Zwischen dem Geist und dem heiligen Körper&lt;br /&gt;Alle Rosen der Erde genügen nicht deinem Thron&lt;br /&gt;Die Erde wurde leicht, rund&lt;br /&gt;Dann flog sie wie eine Taube in deinen Himmel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh du edles Opfer&lt;br /&gt;Brenne&lt;br /&gt;Um uns zu entzünden, um einen fernen Stern zum Blühen zu bringen.&lt;br /&gt;Höher und höher&lt;br /&gt;Du bist nicht von uns, solltest du herabsteigen und sagen:&lt;br /&gt;Mein ist ein Leib, mich quälend am Holze des Kreuzes&lt;br /&gt;Und solltest du sprechen, du würdest erwachen&lt;br /&gt;Und unsere Realität enthüllen&lt;br /&gt;Sei ein Traum, den wir träumen dürfen&lt;br /&gt;Sei nicht menschlich&lt;br /&gt;Oder ein Baum&lt;br /&gt;Sei ein unzugängliches Rätsel&lt;br /&gt;Möge dich zelebrieren all’ das, was grünt&lt;br /&gt;Von den Bäumen und den Steinen&lt;br /&gt;Von den Dingen, welche der Schmetterling vergisst&lt;br /&gt;In der Stunde des jüngsten Gerichts &lt;br /&gt;Ein Gedicht&lt;br /&gt;Und mögen dich zelebrieren all diejenigen, die ohne Erinnerung sind&lt;br /&gt;Oder ein glänzender Mond&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zerbrich’ nicht&lt;br /&gt;Siege nicht&lt;br /&gt;Sei schwebend zwischen beidem&lt;br /&gt;Wenn du brichst, besiegst du uns&lt;br /&gt;Und wenn du siegst, dann zerbrichst du uns&lt;br /&gt;Also sei ein toter Lebender&lt;br /&gt;Und ein lebendiger Toter&lt;br /&gt;Sodass die Hohepriester ihr Handwerk fortsetzen mögen&lt;br /&gt;Sei eine verborgene Erscheinung&lt;br /&gt;Mögest du allein bleiben, erhaben&lt;br /&gt;Die schwere Zeit berührt nicht deinen Lebensbereich&lt;br /&gt;So steig auf, so hoch du kannst&lt;br /&gt;Denn du bist der schönste von uns, wenn du ein Märtyrer  bist&lt;br /&gt;Sei so weit entfernt, wie du kannst&lt;br /&gt;Sodass wir in der Offenbarung deinen Schatten erblicken&lt;br /&gt;Eine purpurne Karte&lt;br /&gt;Friede sei mit dir am Tag an dem du geboren wurdest&lt;br /&gt;Im Land des Friedens&lt;br /&gt;Und am Tag an dem du gestorben bist&lt;br /&gt;Und am Tage an dem du auferstehst&lt;br /&gt;Aus der Dunkelheit des Todes&lt;br /&gt;Lebend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3430436716641827386-7200997652409705288?l=arabistikwwu.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/feeds/7200997652409705288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/03/in-gedenken-mahmoud-darwish-al-qurban.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' 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